Weiterhin Mehrheit im Stadtrat

Das DFDR stellt Bürgermeisterin und Stadtratsmehrheit in Hermannstadt
Ausgabe Nr. 2484
 
 

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Die bisher als Bürgermeisterin ad interim amtierende Vertreterin des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien und Kreisforumsvorsitzende Astrid Fodor erzielte einen schönen Sieg bei den Kommunalwahlen am Sonntag. Sie erhielt 57,13 Prozent der gültig abgegebenen Stimmen und ist für vier Jahre gewählte Bürgermeisterin. Die beiden aussichtsreichsten der 12 Gegenkandidaten erzielten 18,81 (Ovidiu Sitterli, PSD) bzw. 10,91 Prozent (Răzvan Pop, PNL).

Mit 46 Prozent der Stimmen, was soviel bedeutet wie 12 Sitze von 23, hält das DFDR auch weiterhin die Mehrheit im Hermannstädter Stadtrat, gefolgt von der PSD mit 21 Prozent und 6 Sitzen sowie der PNL mit 17 Prozent und 5 Sitzen.

Wenn es nach den Hermannstädtern gegangen wäre, hätte das DFDR auch die Mehrheit im Kreisrat Hermannstadt erzielt. 45 Prozent der wahlberechtigten Hermannstädter Bürgerinnen und Bürger stimmten für die DFDR-Liste, 23 Prozent für die PSD-Liste und 17 Prozent für die Liste der PNL. Schließlich drehte sich die Reihenfolge der drei politischen Formationen, die Vertreter in den Kreisrat schicken werden, um. Laut dem am Dienstag vom Wahlbüro des Kreises Hermannstadt bekannt gegebenen Endergebnis schickt die Nationalliberale Partei mit 39,9 Prozent 13 Vertreter in den Kreisrat, die Sozialdemokraten mit 33,33 Prozent 12 und das DFDR mit 21,21 Prozent 8. Diese sind (in der Reihenfolge in der sie auf der Liste eingetragen waren): Paul-Jürgen Porr, Martin Bottesch, Christine Manta-Klemens, Beatrice Ungar, Ilse Philippi, Friedrich Gunesch, Wiegand Fleischer (der für das Amt des stellvertretenden Kreisratsvorsitzenden vorgeschlagen ist) und Eduard Wellmann.

Die Vertreter des Forums im Stadtrat sind: Corina Bokor (die für das Amt der Vizebürgermeisterin vorgeschlagen ist), Gerold Hermann, Paul Niedermaier, Maria Gârleanu, Paul Mezei, Katharina Birk, Helmut Lerner, Bianke Grecu, Zeno-Karl Pinter, Anita Pavel, Annemarie Fazakas und Lorand Kiss.

In Freck wurde der amtierende Bürgermeister Arnold Klingeis nicht wiedergewählt und das DFDR wird 3 Sitze im Stadtrat haben (bisher 5), einen weiteren Sitz, hat das DFDR im Stadtrat von Heltau und einen Sitz im Gemeinderat Lasseln.

An der ersten Pressekonferenz nach den Wahlen gaben Martin Bottesch, Astrid Fodor und Paul-Jürgen Porr bekannt, dass die DFDR-Vertreter Gespräche mit den Vertretern der Nationalliberalen Partei hatten, um das weitere Vorgehen zu planen. So werde man, laut der gewählten Bürgermeisterin, Corina Bokor seitens des DFDR als Vizebürgermeisterin vorschlagen, die PNL muss noch einen Vizebürgermeisterkandidaten nominieren. Für den Kreisratsvorsitz unterstützt das DFDR die Kandidatur von Daniela Câmpean (PNL) und schlägt als einen der beiden Stellvertreter Wiegand Fleischer vor.

Der DFDR-Landesvorsitzende gab desgleichen die Ergebnisse der DFDR-Kandidaten auf Landesebene bekannt: Fünf Bürgermeistermandate, 10 Mandate in Kreisräten, 25 Mandate in Stadträten sowie 56 Mandate in Gemeinderäten hat das DFDR erzielt. Im Kreis Sathmar stellt das DFDR mit Imre Sütö, Zoltan Lardosi, Gheorghe Gyakon und Josef Hellau in den Gemeinden Kalmandi, Stanislau, Turterebesch und Schinal die Bürgermeister. Ferner ist es in insgesamt 12 Ortschaften mit 45 Vertretern in Gemeinderäten präsent. Ein Mandat im Gemeinderat konnte desgleichen in Mühlpetri im Kreis Bihor gewonnen werden. Je zwei Mandate im Kreis- sowie im Stadtrat konnte das DFDR im Kreis Kronstadt beibehalten, desgleichen ein Mandat im Stadtrat von Reps und drei Mandate im Stadtrat von Fogarasch erzielen. Gemeinderäte wird es in Bodendorf (4), Petersberg (1), Deutsch-Tekes (1) und Heldsdorf (1) geben.

Im Banat zog je ein Repräsentant des Deutschen Forums in die Stadträte in Busiasch, Sanktanna und Detta sowie in die Gemeinderäte in Billed und Schag ein.

B.U.

 

Die gewählte Bürgermeisterin Astrid Fodor gab ihre Stimme am Sonntag im Wahllokal in der Schule Nr. 8 im Lazarett-Viertel ab und zeigte sich wie immer zuversichtlich.                                         Foto: Fred NUSS

 

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