„Eine Plattform für Begegnung und Kommunikation“

Ausgabe Nr. 2435
 

Verband der Honorarkonsuln in Rumänien wurde am Samstag gegründet

 

23 Honorarkonsuln nahmen vergangenen Samstag an der Gründungssitzung des Verbands der Honorarkonsuln in Rumänien (UCOR, Uniunea Consulilor Onorifici din România) teil. Ehrengäste der Veranstaltung waren Astrid Fodor, Hermannstadts Bürgermeisterin ad interim, Elena Șerbănescu, bevollmächtigte Ministerin im Rumänischen Außenministerium, Radu Florea, Ministerialrat und Cristina-Natalie Ionescu ebenfalls vom Außenministerium. Zum Präsidenten des Verbandes gewählt wurde Österreichs Honorarkonsul in Hermannstadt, Andreas Huber.

 

„Ziel des Verbandes ist, eine Plattform zu schaffen für Begegnung und Kommunikation zwischen dem Honorarkonsulnkorps und den Institutionen des Staates aber auch anderen nationalen und internationalen Institutionen“, sagte der Honorarkonsul Österreichs in Hermannstadt und Präsident des Verbandes Andreas Huber auf der Pressekonferenz, die im Anschluss der Tagung stattgefunden hat. „Wir wollen die Zusammenarbeit mit den Institutionen des Staates verbessern, unsere Interessen gegenüber Institutionen im Allgemeinen sowie der rumänischen Gesellschaft besser vertreten", fügte Huber hinzu.

Im Rahmen der Gründungssitzuzung wurden insgesamt fünf Personen in den Vorstand gewählt. Außer dem bereits genannten Präsidenten gehören zum Vorstand der Honorarkonsul von Lettland in Bukarest, Ioan Donca (Vizepräsident), Maltas Honorarkonsul in Bukarest, Eugen Lascu (Kassenwart), Tschechiens Honorarkonsul in Temeswar, Ștefan Moțec, (Generalsekretär) und Georgiana Pogonaru, Honorarkonsulin Islands in Bukarest (Vorstandsmitglied). Der Sitz des UCOR-Verbandes ist in Hermannstadt.

Auf der Ebene der Europäischen Union gibt es bereits seit 2004 die Föderation der Europäischen Verbände der Honorarkonsuln (FUECH, Fédération de l’Union Européenne des Consuls Honoraires), die zur Zeit den Sitz in Wien hat. Präsident der Föderation ist  Wolfgang Breitenthaler.

„Im Rahmen der Gründungssitzung haben wir beschlossen, diesem Europäischen Verband beizutreten“, sagte Andreas Huber. Konkret soll der Beitritt im Rahmen eines Treffens im Herbst in Málaga, Spanien erfolgen.

Um Honorarkonsul zu werden, müsse man einen Vorgang durchlaufen, der von Staat zu Staat unterschiedlich sei, erklärte Huber. Im Allgemeinen schlage die Botschaft des Entsendelandes eine Person der Regierung des Empfangslandes vor. Dabei könne es sich sowohl um eine Person aus dem Herkunftsland der Botschaft aber auch um eine Person aus dem Empfangsland handeln. Es folge ein Vorgang im Rahmen des  Außenministeriums des Herkunftslandes der Botschaft. Die Unterlagen würden dann weitergereicht an das Außenministerium im Gastland, wo nach einem weiteren Vorgang ein „Exequatur”-Dokument ausgestellt werde, im Rahmen dessen nun der Honorarkonsul sein Amt ausüben kann.

„Eine meiner Pflichten als österreichischer Honorarkonsul ist es die Interessen Österreichs in der Region,  für die ich zuständig bin, zu vertreten, sowohl aus wirtschaftlichem Gesichtspunkt als auch kulturell“, antwortete Andreas Huber auf die Frage welche die Pflichten eines Honorarkonsuls seien. „Zuständig bin ich hier für alle österreichischen Bürger in allen Problemen, die sie haben, sei es beim Verlust von Akten oder wenn sie sich im Spital oder in Haft befinden“. Aufgaben aus wirtschaftlichem Gesichtspunkt seien beispielsweise Delegationen von österreichischen Investoren zu betreuen, Kontakte für die Delegationen hier zu ermöglichen oder die Region, für die er zuständig sei, für Investitionen attraktiv darzustellen und falls die Ressourcen hier fehlen würden, auch andere Landesteile.

Werner FINK

 

Ein Verband der in Rumänien akkreditierten Honorarkonsuln wurde am Samstag auf Initiative von Andreas Huber, Honorarkonsul der Republik Österreich in Hermannstadt (4. v. l. 1. Reihe), im Rahmen einer Tagung im Hilton-Hotel im Jungen Wald bei Hermannstadt aus der Taufe gehoben. Unser Bild: Nach der Gründungssitzung des Verbands, stellten sich die insgesamt 23 Honorarkonsuln zum Gruppenfoto auf.                                                                   

Foto: Fred NUSS

 

 

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