„Es hat total Spaß gemacht“

Ausgabe Nr. 2399
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Spielzeit am Balletttheater Hermannstadt eröffnet

Concert en Bleu” (Choreografie  Russel Hewey) und Die vier Jahreszeiten” (Aleisha Gardner) sind die Ballettvorstellungen, mit denen am vergangenen Mittwoch das Hermannstädter Balletttheater die neue Spielzeit nach der Sommerpause eröffnete. Ab dieser Spielzeit sind 18 neue Balletttänzer aus verschiedenen Ländern im Hermannstädter Balletttheater tätig, darunter auch eine Balletttänzerin aus Deutschland. Zu der neuen Spielzeit gehört übrigens im November auch die Premiere von Tschaikowskis „Schwanensee“.

„Good work”, gratulierte nach der Vorstellung eine Kollegin der jungen Agnes Kiehl, der neuen Baletttänzerin aus München, die ein grünes Kleid trug. Grün verkörperte nämlich den Frühling in der Ballettvorstellung. Agnes ist 19 Jahre alt, hat Ballett an der Hochschule für Musik und Theater in München studiert. „Als Balletttänzerin ist es ja so üblich, dass man, nachdem man das Diplom bekommen hat, auf  Auditions geht, überall wo man will, in der ganzen Welt quasi und versucht damit, einen Job zu bekommen, wo man dann endlich mit der Kunst sein Geld verdienen kann”, sagte Agnes, die sich bei dem Hermannstädter Balletttheater beworben hatte und „Gott sei Dank” angenommen wurde.

Seit Ende August ist sie hier tätig und hatte nun den ersten Auftritt mit dem Hermannstädter Balletttheater. „Es war super, hat total Spaß gemacht”, stufte sie ihren ersten Auftritt ein.  Wie ein Arbeitstag einer Balletttänzerin aussieht, verriet die nette Agnes ebenfalls der Hermannstädter Zeitung. In der Früh um 10 Uhr fängt es an mit dem Training zum Warmwerden. Es folgen Proben und am Abend vielleicht sogar Aufführungen. Wie lange Agnes bleiben wird, weiß sie noch nicht. Im Vertrag ist ein Jahr vorgesehen.

Außer Agnes Kiehl gibt es weitere 17 neue Balletttänzer aus verschiedenen Teilen der Welt, die in der neuen Spielzeit gesehen werden können und zwar Yuri Yoshida, Eisho Suzuki, Kenichi Murata, Arisa Mori (Japan), Abigail Reed Cockrell, Nicolle Fedorov, Ronnie Thomas (USA), Elena Canali, Sara Previtali, Manuel Di Pietro (Italien), Leonor Campillo, Yvonne Slingerland Cosialls, Aina Sanxo (Spanien), Marija Rakic, Igor Guth (Serbien), Florette Jager, Florent Operto (Frankreich).

Zum Programm der neuen Ballettspielzeit gehören am 29. Oktober, um 19 Uhr, „Giselle”, am 5. November, um 19 Uhr „Impetus” und „Nota vă rog“. Eine Premiere ist die Ballettvorstellung „Schwanensee“ am 12. November, um 12 Uhr, deren Choreografie von Andrei Litvinov gemacht wird und in der insgesamt 37 Balletttänzer auftreten sollen. Weiterhin ist für den 20. und 21. Dezember, um 19 Uhr, „Der Nussknacker” programmiert. Eine Vorführung für Kinder mit dem „Nussknacker" ist am 19. Dezember, 12 Uhr, vorgesehen. Alle Vorstellungen finden im Gewerkschaftskulturhaus statt. Eine Eintrittskarte kostet 10 Lei, mit Ermäßigung für Schüler, Studenten und Rentner 5 Lei. Nähere Auskünfte unter 0269-22.96.27 beim Kulturhaus des Munizipiums Hermannstadt.

Werner FINK

Foto 1: Das Ensemble des Hermannstädter Baletttheaters

Foto 2: Agnes Kiehl.

Fotos: der Verfasser

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