Solidarität als Christenpflicht

Ausgabe Nr. 2362
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Bischof Reinhart Guib nahm Stellung zum Tag der Menschenrechte

 Anlässlich des Tages der Menschenrechte“ am 10. Dezember, der an die vor 65 Jahren von den Vereinten Nationen beschlossene Allgemeine Erklärung der Menschenrechte erinnert, rief der Bischof der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien (EKR), Reinhart Guib zu Gebet und Beistand für alle Menschen auf, die unter religiöser Verfolgung zu leiden haben.

 

In seiner diesbezüglichen Stellungnahme weist Bischof Guib darauf hin, dass in der Geschichte der EKR Toleranz und Akzeptanz eine wichtige Rolle spielen. Er schreibt: „Vor allem in Siebenbürgen durften die Menschen spätestens seit der Reformation zu Recht auf eine Tradition der Toleranz stolz sein“.  Solidarität mit Menschen, die aus Glaubensgründen verfolgt sind, sieht Bischof Reinhart Guib daher als christliche Pflicht: „Den Wunsch nach ‚Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden in der Welt’, auf den die Menschenrechtserklärung Bezug nimmt, teilen wir Christen mit allen Menschen. In diesem Sinne und im Bewusstsein darüber, dass es Täter und Opfer religiöser Verfolgung sowohl unter Nichtchristen wie auch unter Christen gibt, lade ich alle ein, für die Religionsfreiheit zu beten.”

Ebenfalls am Tag der Menschenrechte schrieb der rumänische Staatspräsident Traian Băsescu in das in der Botschaft Südafrikas in Bukarest aus Anlass des Todes des südafikanischen Menschenrechtlers und herausragenden Politikers Nelson Mandela, ausgelegte Kondolenzbuch, die Welt bräuchte einen „neuen Mandela“, der sich für Religionsfreiheit und –frieden einsetzen sollte.

Wie zufällig fand Mandelas Staatsbegräbnis, an dem Rumänien durch Premierminister Victor Ponta und dem ehemaligen Staatspräsidenten Emil Constantinescu vertreten war, am Dienstag statt, dem Tag der Menschenrechte.                    

B. U.

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