Brückenschlag für mittelständische Betriebe

Ausgabe Nr. 2327
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Das Hospitationsprogramm von Initiative Europa e.V. für Unternehmer

Initiative Europa (www.initiative-europa.eu) ist ein eingetragener Verein, der Anfang der 1990-er Jahre von Prof. Dr. Otto Strecker, einem deutschen Unternehmer in Bonn, aus dem Bereich der Agronomie, gegründet wurde. In einer Zeit der jungen Demokratien und Marktwirtschaften in den Staaten Osteuropas war das Ziel des neu gegründeten Vereins, einen Brückenschlag zwischen mittelständischen Betrieben aus Deutschland und Unternehmern in den osteuropäischen Staaten zu schaffen. Die Hauptbedingung für teilnehmende Betriebe war und ist, dass diese nach christlichen Prinzipien geführt werden sollen.

 

 

 Ein Hospitationsprogramm sieht vor, dass jeder Teilnehmer aus dem Ausland in einem deutschen Betrieb in demselben Tätigkeitsbereich für etwa zwei Wochen als Gast mitarbeitet. Da ich selbst in der Tourismusbranche meine Arbeit durchführe, war ich im letzten Herbst für zwei Wochen Hospitant in einem kleinen Reiseunternehmen in Bonn.

Vor dem Aufenthalt in Bonn nahmen wir, die 14 Teilnehmer aus 8 verschiedenen Ländern (Rumänien, Lettland, Polen, Tschechische Republik, Ungarn, Slowakei, Russland, Ukraine) an einem dreitägigen Einführungsseminar in Dresden teil. Nach den Vorträgen und Gesprächen mit Fachpersonen aus dem Wirtschaftsbereich formulierten wir unsere konkreten Erwartungen von der zukünftigen Hospitation in den Unternehmen.

Die Hospitanten kamen aus ganz verschiedenen Bereichen (Elektrotechnik, IT, Jura, Psychologie, Bau und Reparatur von Musikinstrumenten, Buchhaltung, Tourismus). Die Betriebe, in denen sie betreut wurden, sind ihnen einige Monate im Voraus bekannt gegeben worden, sodass die Hospitanten mit diesen in Kontakt treten konnten, um dem Initiative-Verein zu bestätigen, dass diese mit dem eigenen Anforderungsprofil kompatibel sind.

Während meiner eigenen Hospitationszeit konnte ich die Arbeitsmethoden der Bonner Kollegen verfolgen und mich mit der Funktionsweise eines deutschen Reiseunternehmens vertraut machen. Das hilft mir natürlich sehr, da die meisten meiner Geschäftspartner aus Deutschland kommen. Dazu kommt die Tatsache, dass sich eine Zusammenarbeit mit diesem Betrieb ergeben hat.

Am Ende der zwei Wochen gab es ein Abschlussseminar mit den Hospitanten, wieder in Dresden, wo wir die Ergebnisse unserer Arbeit zusammenfassten. Danach nahmen wir in Erfurt an der Jahrestagung von Initiative Europa e. V. teil, wo ca. 150 Mitglieder des Vereins präsent waren. Das Ziel der Teilnahme der Hospitanten an diesem Ereignis ist, neue Beziehungen zwischen ihnen und den Initiative-Mitgliedern zu schaffen.

In diesem Jahr wird das Format des Programmes noch flexibler sein, denn die Teilnehmer werden nicht mehr gleichzeitig ihre Hospitationszeit in den Betrieben durchführen müssen, sondern in einer Zeitspanne ihrer Wahl.

Bedingungen für die Teilnahme am Programm sind: Man ist Unternehmer oder man hat eine Geschäftsidee, die man in die Praxis umsetzen möchte, man ist Christ, man hat gute Deutsch- oder Englischkenntnisse und man ist aktiv in der lokalen Kirchengemeinde.

Da es in den letzten Jahren wenige Teilnehmer aus den Reihen der Evangelischen Kirche gab, bitten wir Sie, dieses Programm in Ihren Kreisen bekannt zu machen. Die Veranstalter freuen sich über jede Anmeldung.

Die Teilnahme lohnt sich, die neuen Eindrücke und Beziehungen, die man sich dadurch schafft, sind meiner Erfahrung nach sehr nützlich. Die Verpflegungskosten während der Hospitationszeit werden vom Verein getragen, allein die An- und Abreise müssen von den Teilnehmern bezahlt werden.

Für weitere Informationen bezüglich dieses Programms wenden Sie sich bitte an Ihr lokales Pfarramt oder an den Vertreter von Initiative Europa in Rumänien, Herrn Attila Kövesdi (kre ativity.srl@gmail.com). Gerne kann ich persönlich Ihnen auch Ratschläge und Informationen zur Bewerbung geben (catalin.muresan@siebenburgenreisen.com).

Cătălin MUREŞAN

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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