Bewegung in den Führungsstrukturen

Ausgabe Nr. 2328
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Astrid Fodor und Christine Manta-Klemens wurden im Kreisforum gewählt

Als Vorsitzende bzw. als stellvertretende Vorsitzende des Kreisforums wurden Vizebürgermeisterin Astrid Fodor  und stellvertretende Kreisschulinspektorin Christine Manta-Klemens im Rahmen der Mittgliederversammlung am vergangenen Freitag gewählt. Martin Bottesch legt damit als bisheriger Vorsitzender sein Amt nieder. Geleitet wurden die Wahlen von Klaus Johannis.

Da Bottesch leider aus Gesundheitsgründen nicht persönlich dabei sein konnte, verlas den Bericht die bisherige stellvertretende Vorsitzende, Astrid Fodor. Die Neubesetzung von Ämtern seien eingetreten nachdem der DFDR-Vorsitzende Klaus Johannis der Nationalliberalen Partei (PNL) beigetreten sei, lautete es im Bericht. Die frei gewordene Stelle des Landesvorsitzenden sei von Dr. Paul-Jürgen Porr besetzt worden, der danach den Vorsitz des Siebenbürgenforums aufgegeben habe. Diesen habe Bottesch übernommen, der nun das Amt des Vorsitzenden des Kreisforums Hermannstadt niederlege.

Das Kreisforum sei 2003 von Martin Bottesch  gegründet worden, mit dem Ziel eine Forumsstruktur auf Kreisebene zu schaffen, die mit den rumänischen Wahlgesetzen in Einklang steht. Laut Satzung, habe das Kreisforum Hermannstadt als Mitglieder, alle anlässlich der Komunalwahlen auf Forumslisten gewählte Personen im Kreis Hermannstadt, aber auch Vertreter von Ortschaften, die von den Ortsforen des Kreises nach einem bestimmten Schlüssel ernannt würden.

Es gäbe Situationen die korrigiert werden müssten. Die Vorsitzenden der Zentrumsforen Hermannstadt und Mediasch seien lange Zeit Mitglieder des Kreisforums gewesen, da sie auf den Forumslisten gewählt worden wären. Da sie aber nicht mehr zu den Gewählten gehörten, hätten diese damit ihre Mitgliedschaft verloren. Nun gehörten sie aber nicht mehr zu den Gewählten und hätten  damit ihre Mitgliedschaft verloren, da sie von ihren Foren nicht mehr als Vertreter entsandt worden seien. Da dieser Zustand nicht normal sei, schlägt Bottesch in dem Bericht vor, dass die beiden Zentrumsforen unter dem Verweis auf die Satzung des Kreisforums von diesem aufgefordert werden, auch Vertreter zu entsenden, die nicht zu den Gewählten gehören.

 Nach 23 Jahren nach der Gründung des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien müsse man sich die Frage stellen, welche Ortsforen noch lebensfähig seien und welche nicht. In Ortschaften, in denen die Anzahl der deutschen Einwohner sehr stark gesunken ist und wo keine Forumstätigkeit mehr stattfände, sei die Organisation als aufgelöst zu betrachten. In solchen Fällen müsse den dort lebenden Deutschen die Möglichkeit geboten werden, sich als Mitglied in das am nächsten gelegene Stadtforum einzuschreiben. Falls die Satzung des Ortsforums dies nicht erlauben sollte, dann wäre diese entsprechend zu ändern. Laut Bottesch sollten die Vereine eigene Satzungen haben, auch wenn sie nicht eingetragene Vereine seien. Als Beispiel könne Freck genannt werden. Anfang dieses Jahres habe man zusammen mit Zentrumsvorsitzenden Hans Klein und dem Frecker Forum eine Satzung erarbeitet, die mit einigen Anpassungen auch in Heltau und Agnetheln angewendet werden könne. Die Rahmensatzung des Landesforums sei zu allgemein, um als Satzung der Ortsforen gelten zu können.

Martin Bottesch habe es immer wieder verstanden, die Sachen von einer praktischen Seite zu sehen, und wenn eine Änderung notwendig war, habe er sie auch entsprechend umgesetzt, bemerkte Klaus Johannis zur Amtsniederlegung von Bottesch.

Man müsse sich als Ziel setzen, die Mandate zu erhalten, die im letzten Wahlkampf errungen wurden und wo es möglich sei, auch andere Sitze noch dazu zu gewinnen, sagte Fodor als neue Vorsitzende im Anschluss der Wahlen. Man müsse rechtzeitig beginnen hinzuarbeiten.

„Ich finde es ist für das Forum nicht nur eine neue, sondern auch eine sehr willkommene Erfahrung, dass zwei Damen eine wichtige Forumsstruktur führen”, sagte Johannis. Es sei insgesamt gut, wenn von Zeit zu Zeit im Forum eine Bewegung in die Führungsstrukturen kommt.

Werner FINK

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