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Spontane Spenden für Maffay-Projekt
Beatrice UNGAR
Rottweiler Ritterkür feierte 25. Jubiläum in München mit 400 Gästen

Beim Großen Siebenbürgerball 2010 wurde am 30. Januar im Festsaal des Münchner Hofbräukellers der zurzeit bedeutendste Verbandspolitiker der Sachsen, Dr. Bernd Fabritius, der dritte Föderationsvorsitzende, in den Ritterstand auf Zeit erhoben. Damit feierte die sogenannte Rottweiler Ritterkür ihr 25. Jubiläum.
 
 

Mit dabei war auch der Rockstar Peter Maffay. Auf Initiative des gekürten Ritters und anderer Verantwortungsträger wurde für die Peter-Maffay-Stiftung, und zwar für das Projekt Kinderschutzburg Radeln, im Festsaal von den annähernd 400 Teilnehmern gespendet. Der Bundesverband und der Landesverband Baden-Württemberg ergänzten den gestifteten Betrag, so dass dieser auf 3.000 Euro fast verdoppelt wurde.
 Siegfried Habicher, einer der Mitbegründer der Rottweiler Ritterkür, gab der Hermannstädter Zeitung Auskunft über den Ursprung dieser Veranstaltung: „Wie das Posthorn bei Münchhausen verweigerte sich bei klirrender Kälte auch eine Basstuba beim Rottweiler Narrensprung während der frühen 80er Jahre. Diese vom Träger der stummen Tuba zum Besten gegebene Eulenspiegelei war 1985 der konkrete Anlass für eine siebenbürgisch-sächsische Veranstaltung in der Narrenhochburg Rottweil.
 Auf dem Hintergrund des siebenbürgischen Richtfestes und der Aachener Tradition des Ordens wider den tierischen Ernst rief der eigens hierfür gegründete Verein eine neue Tradition, nämlich die der Rottweiler Ritterkür ins Leben.
 Ziele und Aufgaben der „Foederatio Saxonica Transsilvana“, wie wir den Verein in lateinischer Verfremdung tauften, waren und sind es bis heute geblieben:
 - eine Lanze für die humorvoll-heitere Lebenseinstellung zu brechen,
 - verdiente Landsleute mit Humor aus allen fünf Ländern der Föderation der Siebenbürger Sachsen mit einer heiteren Ehrung auszuzeichnen.
 
 Diese Auszeichnung besteht in der Verleihung des Titels „Siebenbürgischer Ritter wider den tierischen Ernst“ mittels der Urkunde „Adelsbrief“ und der blau-roten Schärpe sowie in der Promotion aufgrund einer Gegenrede (Verteidigung) zum siebenbürgischen Doktor humoris causa.
 
 Von den 16 bislang gekürten Rittern männlichen und zuletzt auch weiblichen Geschlechts gehör(t)en fünf der schreibenden Zunft an. Sechs Ritter sind bedeutende Verbandspolitiker, und die Ritterin des Jahres 2009, unsere „Muse um und von der Steinburg“, ist eine einmalige Mixtur aus Poet und Politiker. Einen Regisseur, einen Hochschullehrer (als „Humoristen des Alltags“), einen „Blasia-Humoristen“ und nicht zuletzt den ersten Siebenbürgischen Ritter gab und gibt es auch nur in der Einzahl. Bebildertes Hintergrundwissen hierzu ist auf der Homepage www.habicher.de/Siebenbürger Ritterkür zu finden.
 
 Von den fünf Ländern der Föderation der Siebenbürger Sachsen sind bislang drei vertreten: Deutschland, Österreich und Siebenbürgen/Rumänien. Mit den Vereinigten Staaten gab es bereits Kontakte, zu Kanada müssen sie noch geknüpft werden.
 Die Laudatio in Versform auf Fabritius hielt die ebenfalls in Agnetheln geborene Autorin Doris Hutter, alias „Muse um und von der Steinburg“. Die Steinburg ist eine Höhe bei Agnetheln.
 In dem an Fabritius ausgehändigten „Adelsbrief“ ist zu lesen: „Das Kulturdepartement der Siebenbürger Sachsen gibt sich die Ehre den Föderationsvorsitzenden Dr. jur. Bernd Fabritius für den Adel seiner aufklärerischen wie humoristischen Beiträge und die Unverkennbarkeit der sachlichen Satire Marke Fabritius - wie sie in den Gesammelten Schriften des weltweit agierenden Sachsenpolitikers aufscheint - in den Ritterstand auf Zeit zu erheben. Auch promoviert der Geadelte aufgrund seiner Verdienste um den sächsischen Humor zum Doktor humoris causa. Bis zum Rottweiler Narrensprung anno domini 2012 wird Seine Hoheit als Sachsengraf von Steinburg und Harbach die Bürde der Würde schultern müssen.“ Gezeichnet ist der „Adelsbrief“ von „Attaché des Kulturdepartements, Graphikerin, und dozierender Ritterschlag-Erteiler, Holde von Der Habichfried von Hermannsottweil Schwanenburg.“ B. U.
 

 

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