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Ein Konzert mit der Mezzosopranistin Claudia Codreanu und der Organistin Inna Oncescu in der evangelischen Kirche in Alzen/Altana krönte im wahrsten Sinne des Wortes die Feierlichkeiten zur Eröffnung des Informationszentrums für Kulturerbe im Gerendi-Haus im Zentrum der Gemeinde im Unteren Harbachtal.
Die eingesessenen Alzener kennen das Haus allerdings als Gorres-Haus. Die Töpferfamilie Gorres hatte das Anwesen der Königsrichter-Familie Gerendi bewohnt, bevor es 1870 von der evangelischen Kirchengemeinde Alzen erworben und bis 1912 als Schulgebäude genutzt wurde. Das Haus gilt als ältestes Haus in Alzen, den Giebel schmückt eine Inschrift auf der zu lesen ist: Gebaut im Jahre 1508.
Ein Kulturerbe-Zentrum wurde also in einem Gebäude eröffnet, das selbst Kulturerbe ist. Die Initiative zur Restaurierung des Hauses hatte vor vier Jahren der Alzener Stefan Vaida, der auch den Verein Mioritics mit Mihai Dragomir ins Boot holte. Dragomir erhielt seinerseits Unterstützung vom rumänischen Kulturministerium und vom Venedig-Büro der UNESCO, dessen Vertreter Matteo Rosati bei der Eröffnung dabei war.
Die Restaurierung der Fassade und des Dachstuhls finanzierte die Mihai Eminescu Stiftung, die Gelder für den Innenraum beantragte Dragomir beim Kulturministerium und bei der UNESCO. Das Zentrum ist das vierte dieser Art, das in Rumänien im Rahmen des Pilotprojekts „Kulturtourismus als Mittel für nachhaltige Entwicklung“ eingerichtet wurde. Nach Hermannstadt, Schäßburg und Rosenau ist dies allerdings das erste Zentrum im ländlichen Bereich. Die Touristen können hier Informationen erhalten, die Kinder haben hier chon seit vier Wochen die Möglichkeit, u. a. Weben oder Spinnen zu lernen.
Am Tag der Eröffnung veranstaltete Silviu Fologea hier eine Werkstatt, wo die Kinder Stofftiere basteln konnten.
Seitens des Kulturministeriums war Adrian Braicu, der Leiter der 2009 gegründeten Abteilung zur Förderung des Kulturtourismus bei der Eröffnung dabei.
Beatrice UNGAR
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