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Ritter, Burgfräulein und andere mittelalterliche Gestalten konnte man am vergangenen Wochenende durch Schäßburgs Gassen wandern sehen. Bei dem alljährlichen Mittelalterfest wurden die Besucher in eine andere Zeit versetzt.
Schon auf dem Weg bergauf zum historischen Zentrum, wo das Mittelalterfest stattfand, sah man viele verkleidete Menschen, Verkaufsstände und Schaulustige. Die Stadt war voll mit Menschen. Es schien kaum möglich, einen der heißbegehrten Sitzplätze auf den Terrassen der Cafés zu bekommen. Das eigentliche Fest fand also nicht nur im historischen Stadtkern statt. In diesem waren aber natürlich dennoch die meisten Menschen unterwegs.
Denn dort wartete ein vollgepacktes Programm auf die Besucher, welches für einen Eintrittspreis von zehn Lei zu erleben war. An mehreren verschiedenen Plätzen wurden beinahe stündlich neue Attraktionen geboten. Diese waren sehr abwechslungsreich. Von mittelalterlichen Tänzen mit alten Waffen, über verschiedene musikalische Beiträge, bis hin zu Theater konnten die Besucher einiges bestaunen. Leider fanden einige Beiträge nicht auf erhöhten Bühnen, sondern auf Augenhöhe der Zuschauer statt. Dies hatte zur Folge, dass leider immer nur ein Teil der Zuschauer das Dargebotene vollständig betrachten konnte.
Wer nicht nur zusehen wollte und sich sozusagen selbst „mittelalterlich“ betätigen wollte, der konnte dies unter anderem beim Bogenschießen machen. Mit Pfeil und Bogen sollte man eine an einem Heuballen befestigte Zielscheibe treffen. Für einige Schützen war dies aber schwerer, als sie es sich vorgestellt hatten.
Für das mittelalterliche Flair sorgten aber nicht nur die Aktionen auf den Plätzen. Unter die Besucher mischten sich einige historische Figuren. So traf man immer mal wieder auf Vlad Tepes, Ritter und weitere Gestalten. Auch inszenierte Schwertkämpfe, ein Schafsstall oder ein Tischlerstand trugen zu einem passenden Gesamtbild bei. Man fühlte sich auf einen mittelalterlichen Marktplatz versetzt.
Wer etwas Ruhe brauchte, der begab sich über die Schülertreppe zur Bergkirche hinauf. Auf dem Weg konnte man vielen Straßenmusikern lauschen, die den Menschenandrang nutzen wollten. Die Mühen wurden zumeist auch anerkennend mit kleinen Geldspenden und Applaus belohnt. So konnte man also auf dem Berg entspannen, in dem man die Aussicht genoss, die Kirche besichtigte, sich im Schatten ausruhte und den Musikern zuhörte oder über den Friedhof schlenderte.
Das Fest war außerordentlich gut besucht und kann daher sicherlich als Erfolg verzeichnet werden. Die alten Bauten und Gassen Schäßburgs sind prädestiniert für Feste dieser Art.
Felix SCHULZ
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