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Am Sonntag wurde in der Evangelischen Kirche in Heltau die Kirchweihe gefeiert. In diesem Jahr wurde auch zum fünften Mal der Walburga-Preis verliehen. Der Ehrenpreis, benannt nach der Hl. Walburga, Schutzpatronin der Evangelischen Kirche in Heltau, wird seit 2006 an Personen verliehen, die sich besonders für die Kirchengemeinde verdient gemacht haben.
Dieses Jahr ging die Auszeichnung an Ortrun Binder. Darüber hinaus erhielt sie ein Preisgeld von rund 2.400 Lei. Laut Binder solle der Betrag dem Heltauer Kirchenchor für eine Ausfahrt gespendet werden. Bischof D. Dr. Christoph Klein predigte über das Leben der Hl. Walburga und was es für die Gläubigen heutzutage bedeuten kann. Die Hl. Walburga sei im 8. Jahrhundert dem Ruf der Mission gefolgt, um „Licht in dem Herrn“ zu werden, so Bischof Klein.
Die Laudatio auf Ortrun Binder hielt der Heltauer Bürgermeister und Kirchenkurator Johann Krech. Binder habe „manches erlebt, woran andere verzweifelt wären“, trotzdem habe sie sich stets für das Gemeindeleben in Heltau eingesetzt und ganz besonders nach der Wende, lobte Krech die Preisträgerin. Auch wenn Lob der bescheidenen Ortrun Binder unangenehm sei, wäre Lob angesichts ihres unermüdlichen Einsatzes für das Gemeinde- und Sozialleben in Heltau durchaus angebracht, sagte Krech. Mit zwei Jahren, nach dem Tod ihres Vaters, zog Binder mit ihrer Familie von Temeswar nach Heltau. Ihr Studium musste sie aufgeben, um ihre Familie zu ernähren. Die Leidenschaft zur Musik habe die Preisträgerin zur Kirche geführt, berichtete Krech. Ab 1990 war Binder mehrere Jahre verantwortlich für die Pflege des Kirchenchores, auch half sie im Sozialbereich und vertrag die Gemeinde bei Landes- und Bezirksversammlungen. Ortrun Binder ist darüber hinaus auch Vorstandsmitglied des Lokalforums und organisiert unter anderem die Frauennachmittage und die Kleiderkammer. Auch ihre Aktivitäten im Bachchor und bei der Gesangsgruppe „Sälwerfäddem“ wurden gewürdigt. Den Walburga-Preis übereichte Stadtpfarrer Zoran Kezdi.
Bezirksdechant Pfarrer Dietrich Galter war ebenfalls anwesend, um der Preisträgerin die Ehre zu erweisen.
„Ich möchte helfen wo ich gebraucht werden“, sagte Binder zu ihrer Auszeichnung. So wurde der 7. März nicht nur zu einem Fest der Kirchenweihe, sondern auch zu einem Fest der Kirchenmitarbeiter. Musikalisch umrahmt wurde der Festgottesdienst von dem Heltauer Kirchenchor. Im Anschluss des Gottesdienstes konnte eine Ausstellung über das Leben der Hl. Walburga besichtigt werden, auch wurden alle Kirchengäste zu Kaffee und Kuchen im Hof der Kirchenburg eingeladen, um der Preisträgerin persönlich gratulieren zu können.
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