Überzeugend authentisch

Persönliche Nachlese zum 25. Theaterfestival

Ausgabe Nr. 2582

Szene aus „CION: Requiem of Ravel´s Bolero“.
Foto: Sebastian MARCOVICI

Unter dem Gesichtspunkt, dass Theater die Kommunikation zwischen den Künstlern und dem Publikum über gesellschaftlich relevanten Themen ist und durchaus auch gesellschaftskritisch verstanden werden soll, hat das 25. Theaterfestival in Hermannstadt den Schreiber der Zeilen voll überzeugt. Der Beginn des Festivals war fulminant und hat auch schon die Richtung bestimmt. Weiterlesen

Vom Hobby zum Beruf

Interview mit dem Mühlbacher Produzenten Eduard Schneider

Ausgabe Nr. 2582

 

Eduard Schneider in seinem Studio mit der englischen Version seines von dem großen deutschen Philosophen Georg Wilhelm Friedrich Hegel stammenden Leitspruches: „Nichts wirklich Wichtiges ist ohne Leidenschaft erreicht worden“.                                                            
Foto: Werner FINK

Eduard Schneider kehrte gerade vom Golfplatz, wo er ein internationales Golfturnier gefilmt hatte,  zurück zu seinem Studio im Gebäude der ehemaligen Lederfabrik in Mühlbach. In der Hand schwang er eine teuere Phantom-Zeitlupenkamera, die er aus London für diesen Zweck gemietet hatte. Schneider ist ein Rückkehrer, der seit 1997 die Schneider Productionsin Mühlbach betreibt. Anfangs konzentrierte er sich auf die Musikbranche wo er, auch als „DJ Phantom“ bekannt, die rumänische Musikindustrie nach 1990 revolutioniert haben soll. Er produzierte über 60 Musikalben für die bekanntesten Plattenfirmen aus Rumänien. Später wechselte er zur Filmbranche. Einen Höhepunkt erreichte Schneider als Filmemacher,  als er das Musikvideo für das Lied „Playing with Fire“ produzierte, mit dem Paula Seling und Ovi im Rahmen des Liederwettbewerbs Eurovision Song Contest 2010 den dritten Platz errangen. Das Video selber wurde zum besten Musikvideo des Wettbewerbs erklärt. 2012 wurde Schneider auch zum Ehrenbürger der Stadt Mühlbach gekürt und  sogar von bekannten Firmen angesprochen, um für sie Markenbotschafter zu werden. Eduard Schneider gewährte HZ-Redakteur Werner F i n k folgendes Interview:  Weiterlesen

Kunst im Gepäckwagen

Junge Künstlerinnen stellen auf dem Flughafen aus

Ausgabe Nr. 2582

Premiere auf dem Hermannstädter Internationalen Flughafen: Unter dem Titel „Împreună-gemeinsam“ ist bis zum 15. September eine Ausstellung mit Werken von Künstlerinnen aus Deutschland und Rumänien zu sehen. Lesen Sie mehr dazu auf Seite I.Drei der sieben Künstlerinnen waren bei der Vernissage am 11. Juni dabei (vordere Reihe, v. l. n. r.): Agnes Mattis-Teutsch (Hermannstadt), Andreea Floreanu (Bukarest) und Wiebke Herrmann (Dresden). Hinter den Künstlerinnen stehen die Vertreter der Veranstalter (v. l. n. r.) : Gabriel Tischer, Vorsitzender des Verwaltungsrates, Konsul Hans Erich Tischler, der stellvertretende Kreisratsvorsitzende Marius Luca, Flughafen-Direktor Marius Ioan Gîrdea und Thomas Emmerling vom Kunsthaus 7B Michelsberg.    
Foto: Fred NUSS

Eine Flugzeit von eineinhalb Stunden verbindet Urgroßvater und Urenkelin, Hans Mattis-Teutsch (1884-1960) bzw. Agnes Mattis-Teutsch (1980). Gestern wurde nämlich in Wien in der Galerie des Rumänischen Kulturinstituts die Ausstellung „Hans Mattis-Teutsch. Ein rumänischer Künstler der europäischen Avantgarde“ eröffnet, die daselbst bis zum 3. August zu besichtigen ist. Am 11. Juni wurde im Terminal des Hermannstädter Internationalen Flughafens eine Ausstellung mit Werken junger Künstlerinnen aus Deutschland und Rumänien eröffnet und mit dabei ist Agnes Mattis-Teutsch.Weiterlesen

„Für uns ist diese Quelle hier elementar“

Beim DWS-Mitgliedertreffen stellte sich die Firma ODU vor

Ausgabe Nr. 2582

Im Sitz des DWS in der Fleischergasse/Mitropoliei 28 verfolgten die Anwesenden gespannt die Präsentation von ODU-Vertreter Robert Klemisch (stehend).                                                    
Foto: Werner FINK

Vergangenen Mittwoch fand das erste Mitgliedertreffen des Deutschen Wirtschaftsclubs Siebenbürgen nach den neuen Vorstandswahlen statt. Der neue Geschäftsführer des DWS, Paul Mezei,  stellte den neuen Vorstand vor. Im Rahmen des Treffens stellte Robert Klemisch die Firma ODU vor,die in Hermannstadt dabei ist, die Kapazitäten zu erweitern. Klemisch unterstrich die Wichtigkeit, dass das Problem der dualen Berufsausbildung gemeinsam angepackt werden müsse und erklärte sich bereit, dazu mehr beizutragen, vor allem den Bekanntheitsgrad dieses Systems in der Gesellschaft betreffend.Weiterlesen

Spannungsbogen zwischen Märchen und Wirklichkeit

Zur Premiere von „Eine Ziege, ein Wolf und drei sympathische Zicklein“ am Gong-Theater

Ausgabe Nr. 2582

Die drei Zicklein wurden sehr glaubwürdig interpretiert von Andrei Hansel, Adrian Prohaska und Claudia Stühler (v. l. n. r.).    Foto: Cynthia PINTER

Das Theaterstück „Eine Ziege, ein Wolf und drei sympathische Zicklein“ ist eine moderne Neufassung des Märchens „Die Geiß mit den drei Geißlein“ des rumänischen Schriftstellers Ion Creangă (1875). Die etwas weniger grausame Inszenierung von Simona Vintilă, die am 4. Juni in Premiere am Gong-Theater für Kinder und Jugendliche gezeigt wurde, ergreift mit einem sehr modernen Setting ihr junges Publikum zielgenau. So schaffen Computerspiele wie Minecraft, das Einkaufszentrum „Mall“ oder die Benutzung des Handys den Bezug zum 21. Jahrhundert sehr gut und erzeugen damit einen authentischen Spannungsbogen zwischen Märchen und Wirklichkeit. Weiterlesen

„Kein Selbstzweck“

10. Jubiläum der PASCH-Initiative gefeiert

Ausgabe Nr. 2582

Fachberaterin Birgit van der Leeden (links außen) und Konsul Hans Erich Tischler (2. v. l.) begrüßten die Gäste.                    
Foto: Beatrice UNGAR

Das zehnte Jubiläum der von dem damaligen Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier ins Leben gerufenen Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ (kurz: PASCH) feierten am Donnerstag der Vorwoche Vertreter aller PASCH-Schulen aus Siebenbürgen im Konsulat der Bundesrepublik Deutschland in Hermannstadt.Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2582

In eigener Sache

Da die Rumänische Post zum 1. Juni d. J. die Gebühren für die Auslandspost von 4 auf 5 Lei erhöht hat, bitten wir unsere Auslandsabonnenten um eine Nachzahlung von 23 Lei für das Jahr 2018. Wir hoffen auf Ihr Verständnis.          

Die RedaktionWeiterlesen

Zum Jubiläum keine Qual der Wahl

Wenig Theater und viel Zirkus beim Hermannstädter Theaterfestival 2018

Ausgabe Nr. 2581

Feuerspeiende Skulpturen, brennende Girlanden und unzählige lodernde Tontöpfe. Feuer und Flamme waren die Zuschauer für die verschiedenartigen Installationen der Franzosen von „Cie Carabosse“, die zu Beginn der 25. Auflage des Internationalen Theaterfestivals am Großen Ring, im Astra- und Harteneckpark am Freitag- und Samstagabend zu bewundern waren. Geleitet von den Rhythmen einer Musik konnten sich die Besucher frei und ohne vorgegebene Richtung bewegen. Die Feuerkünstler traten schon im Kulturhauptstadtjahr 2007 beim Theaterfestival auf.         
Foto: Fred NUSS

Wer kann sich noch an den ersten Besuch des Theaterfestivals in Hermannstadt erinnern? Für mich war das 2005. Damals noch als Mitarbeiterin der Allgemeinen Deutschen Zeitung für Rumänienwar die Begeisterung groß und noch größer die Auswahl. Ich ging immer um 16 Uhr zur ersten Vorstellung des Tages und blieb bis gegen Mitternacht in der Stadt. Das waren in etwa vier bis fünf Stücke pro Tag. Man rannte quasi von einer Theatervorstellung zur anderen, denn nur selten fanden die Inszenierungen im gleichen Haus statt. Die Veranstalter warteten mit dem Beginn oftmals auf die verspäteten Gäste. Weiterlesen