Tagung in Wuppertal

Ausgabe Nr. 2401
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Eine Tagung zum Thema EU-Binnenwanderung, Abschottungsstrategien, Antiziganismus. Die besondere Verantwortung von Bund, Land, Kommunen, Kirchen und Zivilgesellschaft in Nordrhein-Westfalen" veranstaltete die Evangelische Kirche von Westfalen in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirche im Rheinland am 19. und 20. Oktober d. J. im Tagungshotel Auf dem heiligen Berg" in Wuppertal. An der Tagung nahmen Vertreter der Kirchen, der Behörden und der einschlägigen Vereine aus Nordrhein-Westfalen, Ungarn, Italien, Serbien und Rumänien teil.  Die Tagung begann mit einem Austausch in Arbeitsgruppen zu der Frage Wie können wir die Herausforderung der Zuwanderung aus Mittel- und Osteuropa in den Städten NRWs konstruktiv und menschenfreundlich gestalten und zugleich darüber minderheitensensibel und diskriminierungsfrei sprechen?" Da es sich bei den Zuwanderern hauptsächlich um Roma aus Bulgarien und Rumänien handelt, gab es am Abend des ersten Tages auch einen literarischen und musikalischen Einblick in die Welt der Roma. Die Musik machte eine Roma-Band aus Köln. Unser Bild: Aus Hermannstadt eingeladen waren die Roma-Schriftstellerin Luminița Mihai Cioabă (im Vordergrund) und ihre Übersetzerin Beatrice Ungar.                                    

Foto: Daniel SCHMITT

 

Resonanz und Widerspruch

Ausgabe Nr. 2401
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Sein neuestes Buch, das unter dem Titel Resonanz und Widerspruch. Von der siebenbürgischen Diaspora-Volkskirche zur Diaspora in Rumänien", das im Martin-Luther-Verlag Erlangen erschienen ist, stellte am 23. September der Kirchenhistoriker Dr. Ulrich Andreas Wien (unser Bild) vor einem zahlreichen interessierten Publikum im Terrassensaal des Teutsch-Hauses vor. Der Sammelband beinhaltet Aufsätze von Dr. Wien über die Kirchen in Siebenbürgen vom 19. bis ins 21. Jahrhundert, wobei er vor allem der Frage nachgeht, wie die enge Verknüpfung zwischen ethnischem Bewusstsein und evangelischer Konfession gefährdet war aber auch missbraucht wurde". Ein Aufsatz ist der nationalsozialistischen Missbrauchsgeschichte der evangelischen Kirche A. B. in Rumänien gewidmet. Bischof Reinhart Guib sagte in seinem Grußwort, ich denke, wir werden überrascht sein, wie tiefgründig dieses Buch ist". Dr. Wien nahm im Anschluss teil an einer Reformationstagung an der Evangelischen Akademie Siebenbürgen, von der die HZ in der nächsten Ausgabe berichten wird.                                      

Foto: Fred NUSS

 

Ein Förderer von Wissenschaft, Schule, Kirche und Gemeinschaft

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200 Jahre seit der Geburt des siebenbürgischen Botanikers Michael Fuss / Von Erika SCHNEIDER

 

Die „Sage vom Bienenmädchen“, der Burghüterstochter aus Holzmengen, die der Belagerung durch die Kurutzen ein Ende setzte, indem sie volle Bienenkörbe von der Burgmauer auf die heranstürmenden Feinde warf und diese dadurch in die Flucht trieb, ist heute im unteren Harbachtal noch bekannt. Doch dass ihre Niederschrift und literarische Fassung  aus der Feder eines als Botaniker bekannten Mannes stammt, weiß wohl kaum jemand. Der offene, freundliche und wissbegierige Michael Fuss hatte sie während eines seiner zahlreichen  botanischen Streifzüge durch das untere Harbachtal aufgeschrieben und 1841 veröffentlicht. Denn neben der Erforschung der siebenbürgischen Pflanzenwelt, war er auch volkskundlich interessiert, sammelte volkstümliche Pflanzennamen, sowohl sächsische als auch rumänische, schrieb die Flurnamen als Fundorte seiner Pflanzen auf, sammelte Legenden aus dem Volke und hatte ein offenes Ohr für das Leben der Landbevölkerung mit ihrem Alltag und ihrer Gedankenwelt.Weiterlesen

„Eindrückliche kulturelle Leistung“

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Weiterbildungsreise der Ratsmitglieder aus Wartau/Kanton St. Gallen

 

Die Ratsmitglieder (Behörde) der Politischen Gemeinde Wartau und der Ortsgemeinde Wartau führen alle zwei Jahre eine Weiterbildungsreise auf eigene Kosten durch. Dieses Jahr führte die Reise nach Rumänien, genau in die Region Siebenbürgen. Für einmal wurde der Fokus der Reise auf die Landwirtschaft gelegt. Begleitet wurde die Reise durch Vertreter vor Ort, dank denen sich die Schweizer Delegation sehr wohl in Siebenbürgen gefühlt hat. So wurden wir durch Mihai Haşegan bestens betreut.Weiterlesen

„Vielleicht wird das eine Revolution“

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Interview mit Klaus Johannis für die Mediengruppe Madsack

 

Kurz vor Beginn der offiziellen Wahlkampagne für das höchste Präsidentenamt in Rumänien besuchte der Berliner Journalist Jan Sternberg Hermannstadt und sprach auch mit Bürgermeister und Präsidentschaftskandidat Klaus Johannis. Unser Kollege hat der HZ das unten stehende Interview dankenswerter Weise zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt.

 

Ihre Stadt ist so schön. Warum wollen Sie ausgerechnet nach Bukarest?

Ich möchte nach Bukarest, um die Politik in Rumänien zu ändern. Die ganze Art und Weise, wie sie gemacht wird. Es gibt zu viel Lärm, zu wenig Analyse. Zu viel Show, zu wenig Resultate. Das möchte ich ändern, und das kann ich ändern.Weiterlesen

Ein Stück über verwundete Seelen

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Die Inszenierung „Erdbeerwaisen" wurde auch in Hermannstadt gezeigt

 

 

„Erdbeerwaisen", ein Stück über Binnenwanderung,  über Armut, über Menschen, die ihre Familie verlassen, damit sie im Ausland arbeiten (z. B. Erdbeeren pflücken), ein Stück über Kinder, die von ihren Eltern verlassen werden, ein Stück über psychische Traumata, ein Stück über verwundete Seelen, wurde auch in Hermannstadt gezeigt und zwar am Mittwoch der Vorwoche, im Gong-Theater für Kinder und Jugendliche. Weiterlesen

Von der Qual der Wahl

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Das internationale Astra Film Festival findet noch bis Sonntag statt

 

„Hermannstadt war nicht nur 2007 Europäische Kulturhauptstadt. Hermannstadt ist heute immer noch Kulturhauptstadt.“ Und das Astra Film Festival für Dokumentarfilm trüge maßgeblich dazu bei. Mit diesen Worten eröffnete Prof. Dr. Adrian Cioroianu, der Dekan der Geschichtefakultät Bukarest, die 14. Auflage des Dokumentarfilmfestivals am Montagabend (6. Oktober) auf der Bühne des Hermannstädter Thaliasaals. Das Wort ergriffen außerdem Dumitru Budrala, Leiter des Astra Film Festivals, Ciprian Anghel Ştefan, Generaldirektor des Astra Museums und Ioan Cindrea, Vorsitzender des Kreisrats Hermannstadt.Weiterlesen