|
„Ich aber kann nicht vergessen, bevor ich nicht weiß, was geschehen ist. Und wenn ich dann genau Bescheid weiß, fällt mir das Vergessen noch schwerer“, sagt Maria, die Tochter der Hauptgestalt Beila in Claus Stephanis Roman „Blumenkind“. Stephani kommentiert sehr persönlich und spricht doch vielen aus der Seele, die das Buch zur Hand nehmen und lesen: „Es ist wie beim Vogel Schmerz, dem unsichtbaren Wesen. Er fliegt durch viele Mythen der Karpaten. Man hört seinen seltsamen Schrei, man spürt den Schmerz und kann dann diesen Schrei nicht mehr vergessen. Man trägt ihn in sich ein Leben lang. Und die Erinnerung begleitet einen weiterhin auf allen Wegen, auch wenn sie sich manchmal langsam verändert.“ |