„Warum kommen sie zu uns?“

Ausgabe Nr. 2397
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Delegation aus Salzburg will rumänische Rahmenbedingungen kennen lernen

 

Politiker und Politikerinnen, aber auch NGO-Vertreter aus Salzburg waren in Hermannstadt auf Besuch. Die Bürgermeister-Stellvertreterin Mag. Anja Hagenauer und Michael König von der Geschäftsstelle  Diakonie Salzburg haben über ihre Reise berichtet.

 

„Wir sind eine Delegation aus Salzburg, die sich einfach die Rahmenbedingungen, vor allem das Sozialsystem hier im Land anschauen”, erklärte Anja Hagenauer für die Hermannstädter Zeitung. „Grund dafür ist, dass wir in den letzten Jahren sehr viele Notreisende – also Bettler und Bettlerinnen – haben, die zum großen Teil aus Rumänien kommen, und da wollten wir erfahren, warum sie kommen.”

Die Delegation hat mehrere Ortschaften um Hermannstadt besucht: „Wir haben sehr viele Eindrücke gewonnen, wir haben auch gesehen, dass viele Kommunen bemüht sind, die Situation zu verbessern, aber auch gesehen, dass es noch immer Defizite gibt, und dass es vor allem Menschen betrifft, die benachteiligt sind”, so die Politikerin. „Für uns ist es wichtig zu wissen, wo wir einsetzen können, uns überlegen, ob Zusammenarbeiten mit Kommunen oder Städten möglich sind. "

Organisiert wurde die Reise von der Diakonie Salzburg, die u. a. in Hermannstat eine Werkstatt für Menschen mit Behinderung führt. Michael König: „Wir haben in Österreich sehr intensive politische Diskussionen und da werden oft sehr verkürzende Meinungen über Rumänien transportiert und meine Überzeugung ist, es ist zu wenig über Medien zu erfahren, wie es Menschen hier geht, man muss Menschen begegnen, man muss sich von den Situationen berühren lassen, man muss spüren, wie hier in Rumänien versucht wird, die Situation zu verbessern, und ich bin der tiefen Überzeugung, wir brauchen viele solche Formen des Austausches.  Zum Beispiel haben in den letzten Jahren 6.000 Ärzte Rumänien verlassen, und auch viele Pflegekräfte verlassen Rumänien. Also wir profitieren davon, dass Menschen weggehen, und in Rumänien  bleibt das Problem, dass im sozialen und im Gesundheitssystem Menschen fehlen.”

Welche Maßnahmen in Salzburg ergriffen werden, soll natürlich noch besprochen werden, doch klar ist es, dass die Behörden zusammen mit den NGOs arbeiten werden, was in Salzburg seit Jahrzehnten üblich ist, denn das ist die „Grundlage für ein gutes Miteinander und vor allem für eine Weiterentwicklung, damit die Standards besser werden für alle”,  so Anja Hagenauer.

Ruxandra STĂNESCU

Vor dem Treffen mit Vertretern der Lokalbehörden war Zeit für ein Gruppenfoto auf dem Großen Ring.                                          Foto: die Verfasserin

Schlagabtausch in vollem Gang

Ausgabe Nr. 2395
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Unterschriftensammlung für Präsidentschaftskandidaten hat begonnen

 

Während landauf landab die Helfer der verschiedenen politischen Parteien und Wahlbündnissen Unterschriften sammeln für die Präsidentschaftskandidaten, findet fast täglich ein Schlagabtausch zwischen den beiden Favoriten, dem amtierenden Premierminister Victor Ponta und Hermannstadts Bürgermeister und PNL-Chef Klaus Johannis statt.

 

Obwohl Ponta z. B. ursprünglich behauptete, er werde die Etnie und die Konfession seines wichtigsten Kontrahenten nicht ins Spiel bringen, geht es nach wie vor darum, bei der mehrheitlich ortodoxen Bevölkerung Ängste zu schüren, da Johannis einer anderen Konfession angehöre. Die Wahrheit wird also oft verdreht und inzwischen versucht die Regierungskoali-
tion, auch die Spielregeln für die Präsidentschaftswahlen zu „korrigieren". So soll z. B. das Wahlgesetz dahingehend verändert werden, dass jeder Wahlberechtigte wie bei den Europawahlen in jedwelchem Wahllokal in Rumänien seine Stimme abgeben dürfen soll. Geplant ist auch eine Novellierung des Gesetzes über den Status der gewählten Bürgermeister und Kommunalräte, demzufolge diese ihr Mandat nicht abgeben müssen, wenn sie die Partei wechseln.                B. U.

 

 

Nach langwierigen Modernisierungsarbeiten wurde am Freitag die Elisabethgasse für den Kfz-Verkehr freigegeben. Bürgermeister Klaus Johannis (Bildmitte) sprach die Hoffnung aus, dass die Anwohner nun  auch dazu schreiten würden, ihre Häuser auf Hochglanz zu bringen, wie das schon in anderen modernisierten Straßen in Hermannstadts Altstadt der Fall gewesen sei.                                                                      Foto: Fred NUSS

 

Johannis bekommt Verdienstkreuz der BRD

Ausgabe Nr. 2389
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Der Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, Joachim Gauck, hat dem Bürgermeister von Hermannstadt, Klaus Werner Johannis, in Anerkennung seiner um die Bundesrepublik Deutschland erworbenen besonderen Verdienste das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Damit wird das langjährige, große Engagement von Bürgermeister Johannis insbesondere für die deutsche Minderheit in Rumänien, aber auch für die deutsch-rumänischen Beziehungen insgesamt gewürdigt. Unser Bild: Der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Rumänien, Werner Hans Lauk (rechts), hat Bürgermeister Johannis die Verleihungsurkunde und die Ordensinsignien am Mittwoch in seiner Residenz überreicht.               

Foto: Cristian DUDU

 

Verdienstkreuz an Erwin Hellmann vergeben

Ausgabe Nr. 2386
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Der Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, Joachim Gauck, hat dem Kronstädter Erwin Hellmann (rechts) das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Konsulin Judith Urban (links) übergab den Orden im Rahmen einer Feierstunde am 19. Juni in den Räumen des Deutschen Konsulats in Hermannstadt. Erwin Hellmann wurde für seine Verdienste um die deutsche Minderheit, seinen Einsatz im Rahmen der Evangelischen Kirche A.B. Kronstadt sowie für sein langjähriges Engagement für die Kriegsgräberfürsorge in Rumänien geehrt. Mit bei der Feier waren die Familie von Erwin Hellmann sowie weitere Träger des Bundesverdienstkreuzes,  u. a.  Ortrun Rhein, Dr. Paul Niedermaier, Dr. Paul Philippi, Altbischof D. Dr. Christoph Klein, die lobende Worte zum Lebenswerk des Geehrten sprachen. Sichtlich berührt erklärte dieser, dass er immer das getan hat, was getan werden musste, und sich nie um eines Preises oder einer Ehrung willen eingesetzt hat, allerdings freue er sich sehr über das Bundesverdienstkreuz und die Anerkennung.                                               

 Foto: Ruxandra STĂNESCU

 

„Eine absolute Weltpremiere”

Ausgabe Nr. 2383
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Erstes Planspiel zur Zukunft der deutschen Minderheit in Rumänien gespielt

 

Vergangenen Freitag wurde im Spiegelsaal des Deutschen Forums in Hermannstadt das Planspiel der deutschen Minderheit in Rumänien eröffnet. Dann ging es nach Michelsberg, wo die insgesamt 36 Teilnehmer die Möglichkeit hatten, in der fiktiven  Stadt „Achtberg” in verschiedene Rollen zu schlüpfen.  Hauptsache war, dass niemand sich selbst spielte.

 

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Erneut Besuch aus Rennes

Ausgabe Nr. 2379
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25 Jahre Kooperation mit Ille-et-Vilaine

 

Sichtlich gerührt war der Präsident Jean-Louis Tourenne, als er in seiner Ansprache im Rahmen des Festaktes im Konferenzraum des Hermannstädter Kreisrats von seinem ersten Hermannstadt-Besuch erzählte. Es war der 25. Dezember 1989, als er mit einem Hilfskonvoi aus dem Departement Ille-et-Vilaine zum ersten Mal nach Hermannstadt kam.

 

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Klausurtagung zur Satzungsnovellierung

Ausgabe Nr. 2378
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Vertreterversammlung und Vorstandssitzung des DFDR in Hermannstadt

 

Zu ihrer ersten ordentlichen Sitzung 2014 trat die Vertreterversammlung des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien (DFDR) am 11. April im Spiegelsaal des Forumshauses in Hermannstadt zusammen. Ebenda hatte zuvor der DFDR-Vorstand getagt.

 Beide Sitzungen wurden von dem DFDR-Vorsitzenden Dr. Paul-Jürgen Porr geleitet, an ihnen nahmen Vertreter aus allen fünf Regionalforen sowie der Ehrenvorsitzende Prof. Dr. Paul Philippi, der Abgeordnete Ovidiu Ganţ und Unterstaatssekretärin im Departement für interethnische Beziehungen Christiane Cosmatu teil. Weiterlesen