„Mein Herz will nach Hause…“

Christl Servatius Schullerus ist tot

Ausgabe Nr. 2561

Christl Servatius Schullerus, 1933 in Kronstadt geboren, hat Jahrzehnte lang in Hermannstadt als Religionslehrerin gewirkt und zusammen mit ihrem Gatten, Pfarrer Siegfried Schullerus Bibelkreise und Jugendstunden angeboten und damit viele junge Leute vor und nach der Wende geprägt. Am 27. Dezember 2017 ist Christl Servatius Schullerus gestorben. Aus ihrem Gedichtband Schritte zu Dir“ stammt das unten stehende Gedicht:Weiterlesen

„Eine freudige Überraschung“

Gespräch mit dem Deutschen Konsul Hans Erich Tischler

Ausgabe Nr. 2560

Besuch in der HZ-Redaktion: Konsul Hans Erich Tischler (links) im Gespräch mit HZ-Chefredakteurin Beatrice Ungar.
Foto: Cynthia PINTER

Seit August 2017 hat das Konsulat der Bundesrepublik Deutschland in Hermannstadt einen neuen Leiter. Hans Erich Tischler, geboren 1959 in Bad Godesberg, verheiratet, hat von 1979 bis 1982 seine Laufbahnausbildung für den Auswärtigen Dienst absolviert und ist seither im Auswärtigen Amt tätig. Hier seine bisherigen Stationen: Auswärtiges Amt Bonn (1982 – 1984), Botschaft Moskau (1984 – 1987), Botschaft Seoul (1987 – 1993), Botschaft Kairo (1993 – 1994), Generalkonsulat Saratow (1994 – 1997), Generalkonsulat Neapel (1997 – 2001), Auswärtiges Amt (2001 – 2002), Bundesinnenministerium (2002 – 2010), Botschaft Baku (2010 – 2013), Botschaft Pristina (2013 – 2017).

Konsul Hans Erich Tischler gewährte der HZ-Chefredakteurin Beatrice U n g a r kurz vor Jahreswechsel folgendes Interview:Weiterlesen

„ein buchstabe hat mich erwählt”

Nora Iuga erhielt den Sonderpreis der Spiegelungen-Redaktion

Ausgabe Nr. 2559

Nora Iuga (links) im Gespräch mit dem früheren HZ-Chefredakteur Ewalt Zweyer.                                       Foto: Christel WOLLMANN-FIEDLER

Versteckt liegt das Lyrikkabinett in der Amalienstraße in München hinter dem imposanten Universitätsgebäude von Friedrich von Gärtner aus dem Jahr 1840. Ein echtes Kabinett ist es. Die Gäste werden in guter Atmosphäre und mit einem feinen Lyrikprogramm empfangen. Am Nikolausabend soll der von der Zeitschrift Spiegelungen des Instituts für deutsche Geschichte und Kultur Südosteuropas (IKGS) in diesem Jahr erstmals ausgelobte Preis für Lyrik vergeben werden. Drei herausragende Lyriker werden geehrt. Kristiane Kondrat, im Banat geboren, die seit den 1970er Jahren in Deutschland, in Augsburg lebt, bekommt den Publikumspreis für ihr Gedicht „Ufer“. Christina Rossi, die Laudatorin, erzählt über Kristiane Kondrat und ihre Gedichte. Den Spiegelungen-Preis für Lyrik erhält der in Bayreuth geborene Lothar Quinkenstein und heute in Berlin lebende Osteuropakenner. Mara-Daria Cojocaru stellt Quinkenstein und seine vier Gedichte vor: „Die Brücke aus Papier“, „März“, „Jenseits des Flusses“ und „alte kleider“.Weiterlesen

Zwei Jubilare gewürdigt

Jahrestagung des Hermannstädter Forschungsinstituts

Ausgabe Nr. 2559

Schriftleiter Zeno-Karl Pinter (stehend) stellt die 60. Ausgabe der Forschungen zur Volks- und Landeskunde vor, die Jubilare Vasile Ciobanu (1. v. l.) und Paul Niedermaier (2. v. l.) hören gespannt zu.    
Foto: Beatrice UNGAR

Zwei Jubilare gewürdigt wurden bei der Jahrestagung des Hermannstädter Forschungsinstituts für Geisteswissenschaften der Rumänischen Akademie am Freitag der Vorwoche. Zunächst der Institutsleiter und Städtehistoriker Architekt Dr. Paul Niedermaier zu seinem 80. und der Historiker Dr. Vasile Ciobanu zu seinem 70. Geburtstag.Weiterlesen

Schüler fürs Leben vorbereiten

Gespräch mit Monika Hay, Direktorin des Brukenthalgymnasiums

Ausgabe Nr. 2558

Schuldirektorin Monika Hay im Konferenzraum der Brukenthalschule.
Foto: Cynthia PINTER

Monika Hay bekleidet seit einem Jahr das Amt der Direktorin des Samuel von Brukenthal-Gymnasiums in Hermannstadt. Monika Hay (43) stammt aus Semlak im Kreis Arad, wo sie die ersten acht Schuljahre absolvierte. Nach dem Abschluss des Pädagogischen Lyzeums war sie elf Jahre lang als Grundschullehrerin an der Nicolae Iorga-Schule (Schule Nr. 6) in Hermannstadt tätig. In der Zeit studierte sie Geschichte und war ab 2004 12 Jahre lang Fachinspektorin für den deutschsprachigen Grundschul- sowie Minderheitenunterricht im Hermannstädter Schulamt. Im laufenden Schuljahr besuchen das Brukenthalgymnasium 862 Schüler/innen in den Klassen 5 bis 12. An der Schule unterrichten 62 Lehrerinnen und Lehrer (nicht alle mit vollem Deputat), hinzu kommen 17 Verwaltungsangestellte, die den Schulbetrieb am Laufen halten. Über ihren Beruf und die Schule sprach Monika Hay mit HZ-Redakteurin Cynthia P i n t e r:Weiterlesen

„Eine bedachte aber kritische Stimme“

Die Diplomatin Judith Urban wurde mit der Honterus-Medaille geehrt

Ausgabe Nr. 2557

Mit der Honterus-Medaille des Siebenbürgenforums und der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien geehrt wurde am 25. November die Diplomatin Judith Urban. Unser Bild: Bischof Reinhart Guib, Judith Urban und der Vorsitzende des Siebenbürgenforums, Martin Bottesch bei der Übergabe im Spiegelsaal des DFDH.       Foto: Fred NUSS

Als zu uns gehörend“ hätten die Vertreter des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien (DFDR) und der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien (EKR) die deutsche Diplomation Judith Urban dank der wiederholten Unterstützung“ kennen und schätzen gelernt, heißt es in der Laudatio, die Ortrun Rhein, Leiterin des Dr. Carl Wolff-Altenheims, des Hospizes und des Kinderhospizes des Dr. Carl Wolff-Vereins, auf die jünst ausgezeichnete Trägerin der Honterus-Medaille am 25. November d. J., im Spiegelsaal des Deutschen Forums in Hermannstadt gehalten hat. Verliehen haben die Auszeichnung das Siebenbürgenforum und die EKR gemeinsam. Weiterlesen

Ein doppeltes Jubiläum

200 Jahre seit der Geburt von G. D. Teutsch/150 Jahre Bischofssitz in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2557

Das Teutsch-Standbild auf dem Huetplatz.      
Foto: Beatrice UNGAR

Im Dezember dieses Jahres erfüllen sich 200 Jahre seit der Geburt des bedeutenden Mannes, dessen Standbild vor der Evangelischen Stadtpfarrkirche in Hermannstadt, der Schule zugewandt, den Blick auf die Besucher richtet. Bischof Dr. Georg Daniel Teutsch stand mehr als ein Viertel Jahrhundert an der Spitze der Evangelischen Kirche Augsburgischen Bekenntnisses in Siebenbürgen, und das in einer Zeit schwerer Anfechtungen und bedeutender Entscheidungen. Seine außerordentliche Fähigkeit in Fragen der Organisation und Verwaltung sowie im Umgang mit Menschen hatte er schon in jüngeren Jahren als Rektor des Gymnasiums in Schäßburg bewiesen, wo er die im ganzen Land angeordnete Schulreform in vorbildlicher Weise durchführte und gleichzeitig an der Vorbereitung der neuen Kirchenverfassung mitarbeitete, die er später als Bischof anwandte und zugleich ins Bewusstsein seiner Kirchenkinder pflanzte. Gelegentlich dieser Arbeit bereitete er mit Anderen schon die Verlegung des Bischofssitzes aus dem entlegenen Birthälm nach Hermannstadt vor, die erst nach seiner Wahl zum Bischof durchgeführt wurde. Diese fiel in das gleiche Jahr mit dem sogenannten „Ausgleich“, der Begründung der österreich-ungarischen Doppelmonarchie, welche die Auflösung ererbter Vorrechte des sächsischen Volkes mit sich brachte und ihn dadurch herausforderte, auch als Bischof in den neuen Verhältnissen politisch tätig zu werden. Weiterlesen