Beliebter Pfarrer und großherziger Mensch

Werner Knall ist tot

Ausgabe Nr. 2571

Werner Knall (1934-2018)
Foto: privat

Am 14. März 2018 ist Pfarrer Werner Knall im Alter von 84 Jahren verstorben. Knall hat in seiner Kindheit und Jugendzeit in Schäßburg und Kronstadt gelebt, er studierte Theologie in Klausenburg und Hermannstadt und später auch in Freiburg und Paris. Knall war seelsorgerlich aktiv zunächst als junger Vikar im Raum Hunedoara, in kleinen sächsischen Gemeinden wie Bekokten, Gürteln, Tarteln und Zuckmanteln. Und später, nach seinem mehr als 6 Jahre dauernden Zwangsaufenthalt in den Gefängnissen und Straflagern der Securitate, war er in Afrika und zwar in Togo und zuletzt 22 Jahre bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand Pfarrer der evangelischen Zachäus-Gemeinde Freiburg-Landwasser.   Weiterlesen

„Die Grundlage ist gelegt”

Gespräch mit dem scheidenden DFDH-Vorsitzenden Hans Klein

Ausgabe Nr. 2570

Hans Klein (rechts) im Gespräch mit Beatrice Ungar in der HZ-Redaktion.
Foto: Ruxandra STĂNESCU

Gestern hat Hans Klein an der DFDH-Mitgliederversammlung den Vorsitz des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt (DFDH) abgegeben. Er selbst sprach von seiner „Abdankung“, da im Mittelpunkt seines letzten Rechenschaftsberichts der Dank stand. Mit Hans Klein verabschiedet sich eine Epoche aus der Geschichte der Stadt. Er selbst hat die Geschichte des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien, der Interessenvertretung der deutschen Minderheit, von Anfang an mitgeschrieben. Dessen erste Sitzung hatte er am 23. Dezember 1989 einberufen, sie fand dann in der Wohnung von Paul Philippi statt. 28 Jahre lang war er im Vorstand des Hermannstädter Forums, 18 Jahre (1990-1992 und 2002-2018) dessen Vorsitzender. Von 1992 bis 2011 vertrat er das DFDR im Stadtrat. Mit dem scheidenden DFDH-Vorsitzenden Hans Klein sprach die HZ-Chefredakteurin Beatrice U n g a r.Weiterlesen

Aus der Opferhaltung hinausfinden

Gespräch mit Walther Gottfried Seidner im Vorfeld dessen 80. Geburtstag

Ausgabe Nr. 2570

Walther Gottfried Seidner.
Foto: Ernst Gerhard SEIDNER

Der Schriftsteller und Pfarrer Walther Gottfried Seidner hat gestern seinen 80. Geburtstag gefeiert. Dazu wünscht die Redaktion der Hermannstädter Zeitung dem Jubilar alles Gute und Gesundheit. Im Folgenden veröffentlichen wir den zweiten Teil eines Interviews, dessen erster Teil in der Ausgabe Nr. 2555 vom 17. November 2017 zu lesen war. Das Gespräch führte die Germanistin Anne Türk-König am 25. Oktober 2017 in Vorbereitung für ihren Vortrag zum Thema „Kultureller Austausch anhand einer Novelle Walther Gottfried Seidners“, den sie in der Sektion „Forum junger ForscherInnen“ bei der Jahrestagung der Hermannstädter Germanistik gehalten hat, die am 24. und 25. November 2017 im Begegnungszentrum der Lucian Blaga-Universität Hermannstadt stattgefunden hat. Weiterlesen

„Ich bin ein glücklicher Mensch”

Der Fotoreporter Fred Nuss ist der neueste Ehrenbürger von Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2569

Der neueste Ehrenbürger der Stadt, der Fotoreporter Fred Nuss (links), präsentiert stolz den symbolischen Schlüssel der Stadt, den ihm zusammen mit der Ehrenbürgerurkunde Vizebürgermeisterin Corina Bokor (rechts) überreicht hatte.   Foto: Werner FINK

Die Leidenschaft für die Fotografie und der ausgezeichnete Orientierungssinn seiner Gattin Katharina machen sein „Erfolgsrezept“ aus, sagte der Hermannstädter Fotoreporter Fred Nuss bei der Feierstunde am Freitag im Rathaus, als er die Insignien eines Ehrenbürgers der Stadt Hermannstadt von Vizebürgermeisterin Corina Bokor überreicht bekam.

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Eine Bahnbrecherin

Ortrun Rhein wurde mit dem Walburgapreis 2018 geehrt

Ausgabe Nr. 2569

Am Sonntag feierte die evangelische Kirchengemeinde Heltau das traditionelle Walburgafest zu Ehren der Schutzpatronin der Kirche. In diesem Jahr wurde auch der Walburgapreis verliehen. Er ging an die Leiterin des Dr. Carl Wolff-Altenheims, Ortrun Rhein. Lesen Sie dazu unseren Bericht auf Seite 4. Unser Bild: Gruppenbild vor der Kirche (1. Reihe, v. l. n. r.): Dechant Hans-Bruno Fröhlich, Stadtpfarrer Zoran Kezdi, die Walburgapreisträgerin 2018 Ortrun Rhein und Laudatorin Rohtraut Barth. Foto: Beatrice UNGAR

Am Sonntag, dem 4. März, war es wieder soweit. Die evangelische Kirchengemeinde in Heltau feierte zum dreizehnten Mal das Walburgafest, das der Schutzpatronin der im 12. Jahrhundert von den damals katholischen deutschen Siedlern gebauten Kirche gewidmet ist, der Heiligen Walburga. Der Stichtag ist der 25. Februar. Weiterlesen

Voller Tatendrang

Annemarie Podlipny-Hehn wurde 80

Ausgabe Nr.2568

Annemarie Podlipny-Hehn.

Voller Tatendrang feierte am 20. Februar d. J. die Banater Deutschlehrerin, Schriftstellerin, Kunsthistorikerin und Journalistin Annemarie Podlipny-Hehn ihren 80. Geburtstag in Temeswar. Die Jubilarin arbeitet nämlich an einer Monographie des Banater Künstlers Josef Ferenczy (1866-1925).Weiterlesen

„Wir standen vor dem Nichts”

Interview mit Ex-Chefredakteur Georg Scherer

Ausgabe Nr. 2567

Vier Chefredakteure der HZ 1989 an einem Tisch (v. l.): Beatrice Ungar (ab 2005), Horst Weber (1996-2005), Josef Eckenreiter (1974-1978), Georg Scherer (1979-1996), rechts Redakteurin Gerhild Buchfelner.

„50 Jahre alt wird die Hermannstädter Zeitung am 25. Februar und 28,5 Jahre habe ich an ihrem Erscheinen mitgewirkt”, erinnert sich Georg Scherer. 17 Jahre davon, genauer gesagt vom 1. November 1979 bis zum 1. Juli 1996 war er Chefredakteur, dann war er bis zum 1. April 2009 stellvertretender Chefredakteur. Ihm ist es vor allem zu verdanken, dass die Zeitung die Wende überstanden hat. In seinem Wohnzimmer in Hermannstadt, wo im Dezember 1989 die erste freie Hermannstädter Zeitung zusammengestellt wurde, während draußen noch Schüsse fielen, sprach er am Montag, den 19. Februar d. J., mit HZ-Redakteurin Ruxandra S t ă n e s c u.Weiterlesen