In Mediasch habe ich sprechen, lieben und weinen gelernt

Gespräch mit Hansotto Drotloff von der Heimatgemeinschaft Mediasch e. V. über das Mediascher Treffen
Ausgabe Nr. 2540

 

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Den Mediaschern muss Hansotto Drotloff nicht mehr vorgestellt werden. 1953 in Mediasch geboren, von Beruf Diplom Chemiker, lebt er seit 1983 in Deutschland. Seit etwa 15 Jahren ist er in der Heimatgemeinschaft Mediasch e. V. engagiert, dort Schriftführer und Kulturreferent, Redakteur des im Jahre 2000 von Günther Schuster gegründeten „Mediascher Infoblattes“. Sein starkes Interesse an Lokalgeschichte und sein umfassendes digitales Archiv zu Geschichte und Kulturgeschichte der Stadt und seine Bemühungen, die kulturelle Zusammenarbeit zwischen den Mediaschern in der Diaspora und Vereinen und Institutionen im heutigen Mediasch zu entwickeln, zeichnen Hansotto Drotloff aus. Im Vorfeld des Mediascher Treffens gewährte er HZ-Redakteurin Cynthia P i n t e r folgendes Interview.Weiterlesen

„Mit Pflanzen ist es wie mit Menschen”

Vital und fast immer optimistisch: Biologielehrerin Marga Grau ist 85 geworden
Ausgabe Nr. 2540

 

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Viele GrundschullehrerInnen und Päda-AbsolventInnen erinnern sich auch Jahrzehnte später an die Ausflüge in der Schulzeit mit der Biolehrerin Marga Grau. Alina erinnert sich an das Biolabor und besonders an den ausgestopften Storch, Andreea an die Praktikumsstunden, als Marga Grau aus der hintersten Ecke der Klasse rief: „Der Wolf hat scharfe Zähne, Kinder” und dabei die Zähne fletschte, Delia weiß noch ganz genau, dass sie auch noch im Rentenalter wie ein Teenie Fahrrad fuhr und Cosmina – die übrigens noch immer jede ihrer Schülergeneration in den Garten der Biolehrerin bringt, weil sie so schön erklärt – erinnert sich an den kurzen Ausflug im Erlenpark um sechs Uhr morgens, als sie das Zwitschern der Vögel erkennen lernten und wie viel dabei gelacht wurde. Marga Grau ist nun 85 geworden und noch immer so energisch. Kurz vor ihrem Geburtstag führte HZ-Redakteurin Ruxandra S t ă n e s c u ein Gespräch mit ihr.Weiterlesen

Dem Wörterbuch treu geblieben

Der Mundartforscherin Anneliese Thudt zum 90. Geburtstag
Ausgabe Nr. 2531

 

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Die 1927 in Mühlbach geborene Mundartforscherin des Siebenbürgisch-Sächsischen, Anneliese Thudt, wird am 29. Mai 2017 neunzig Jahre alt. Nach dem Volksschulbesuch in Leschkirch (der aus Alzen stammende Vater war Rechtsanwalt in Leschkirch, die Mutter hier Lehrerin) und dem Gymnasialabschluss in Hermannstadt studierte sie zwischen 1947 und 1950 Germanistik in Klausenburg. Mit Verlegung der Germanistik nach Bukarest setzte sie hier ihr Studium fort und beendete es 1951. Nach einer kurzen Tätigkeit beim Neuen Weg, ist sie dann zwischen 1953 bis 1958 als Lehrerin tätig (zunächst Lehrerin an der Allgemeinschule in Leschkirch, und von 1956 bis 1958 vertretungsweise Deutschlehrerin an der Brukenthalschule in Hermannstadt).Weiterlesen

Klare Ansage der Unterstützung gemacht

Bayerischer Staatssekretär Johannes Hintersberger besuchte Hermannstadt
Ausgabe Nr. 2530

 

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Johannes Hintersberger, Staatssekretär im Bayerischen Arbeits- und Sozialministerium, Familie und Integration, zu dessen Zuständigkeitsbereich auch die deutsche Minderheit in Rumänien gehört, besuchte vergangene Woche u. a. Temeswar und Hermannstadt, um die deutsche Minderheit hier und das Land kennen zu lernen. In Temeswar führte er Gespräche u. a. mit MdP Ovidiu Ganţ, in Hermannstadt mit Bürgermeisterin Astrid Fodor und dem Vorsitzenden des Siebenbürgenforums (DFDS), Martin Bottesch, besuchte hier weiterhin das After-School-Projekt der Stiftung Bavaria Romania, das Altenheim und das Hospiz. Begleitet wurde er von Herta Daniel, Bundesvorsitzende des Verbandes der Siebenbürger Sachsen, sowie Peter-Dietmar Leber, Vorsitzender der Landsmannschaft der Banater Schwaben, sowie Judith Urban, Konsulin der Bundesrepublik Deutschland in Hermannstadt. Über den Besuch in Rumänien sprach mit Johannes Hintersberger HZ-Redakteur Werner Fink.

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Partner für deutsche Initiative gesucht

Der CDU-Abgeordnete Werner Jostmeier besuchte mit Delegation Rumänien
Ausgabe Nr. 2530

 

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Der Landtagsabgeordnete Werner Jostmeier, u. a. CDU-Beauftragter für Vertriebene und Aussiedler in Nordrhein-Westfalen, war zum fünften Mal in seiner Mandatszeit auf Rumänienbesuch, um sicher zu gehen, dass die Arbeit für die deutsche Minderheit in Rumänien „stabil bleibt und sich weiter entwickelt”. Eingeplant waren   Besuche und Treffen in Temeswar, Reps/Rupea, Schweischer/Fişer (beide Kreis Kronstadt) und Hermannstadt.

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Ein „Gesicht des deutschen modernen Theaters“

Auszeichnung des Hermannstädter Theaterfestivals für Thomas Ostermeier
Ausgabe Nr. 2529

 

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Das größte Theaterfestival der Welt soll im vorigen Sommer, im Juni 2016, in Hermannstadt in Siebenbürgen stattgefunden haben. Theatergruppen aus aller Herren Länder waren angereist, um ihre beeindruckenden, gar sensationellen Einstudierungen zu präsentieren. Thomas Ostermeier schickte „Die Ehe der Maria Braun“ auf die Reise in die Karpaten, in die Landschaft der berühmten Kirchenburgen, in die Stadt am Zibin, die Stadt mit den meisten Festivals in Rumänien. Konzerttage, klassische Musiktage, Jazztage, Filmtage und mehr sind dort alljährlich zu Hause. Gastlich empfangen werden die Gruppen, die Künstler jedes Jahr von der Stadt und den Menschen dort.

Das 23. Hermannstädter Internationale Theaterfestival ehrte am 18. Juni 2016 weitere sieben Persönlichkeiten mit einem Stern auf der Ruhmesmeile an der Oberen Promenade: Luk Perceval, George Banu, Victor Rebengiuc, Tim Robbins, Thomas Ostermeier, Yevgeny Mironov, Alvis Hermanis.Weiterlesen

Am Anfang herrschte Ratlosigkeit

Saxonia-Stiftung feierte ihr 25. Gründungsjubiläum in Rosenau
Ausgabe Nr. 2529

 

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1990 standen ein evangelischer Pfarrer und ein Mathematiklehrer auf dem Mühlbacher Bahnhof ratlos vor einem Waggon eines Güterzuges. Man hatte sie verständigt, dass sie dort „Hilfsgüter für die deutsche Minderheit“ schleunigst abholen sollten, bevor der Zug weiterfährt. Sie wussten zwar nicht, was das für Maschinen waren aber sie ließen sie auf einen LKW laden und stellten sie auf den Pfarrhof. Der Mathematiklehrer von damals, Martin Bottesch, erzählte diese Begebenheit als Vorsitzender des Siebenbürgenforums in seinem Grußwort zum 25. Jubiläum der Saxonia-Stiftung, das am Samstag feierlich in Rosenau begangen wurde, um zu begründen, warum es vor 25 Jahren notwendig gewesen sei, diese Stiftung ins Leben zu rufen.Weiterlesen