Kein Roman zum Ausruhen

Ausgabe Nr. 2469
 

Meine Begegnung mit Ursula Ackrill in Hermannstadt und Bukarest

 

 

Mit ihrem ersten Roman im Gepäck landete Ursula Ackrill nach Jahren der Abwesenheit vor Tagen auf dem Hermannstädter Flughafen, die Karpaten hatte sie überflogen, die Stadt am Zibin war ihr vertraut.  Ihren Debütroman „Zeiden, im Januar“, der bereits für Aufregung und Ärger gesorgt hatte, stellte sie am 12. Februar im Deutschen Kulturzentrum vor. Viele Zuhörer waren gekommen, man sprach von  neunzig. Frau Ada Tănase, die Leiterin des Instituts empfing mit freundlichen Worten die Gäste, die Deutsche Konsulin Judith Urban wies auf die Nominierung des Romans für den Leipziger Buchpreis hin. Viel sei über Siebenbürgen, auch über die Vergangenheit des Landesteiles inmitten der Karpaten geschrieben worden, doch nur wenige hätten sich wie Ursula Ackrill der nationalsozialistischen Zeit gestellt. „Zeiden im Januar“ sei kein Roman, der gefallen will, kein Roman zum Ausruhen, er solle anregen und reflektieren.Weiterlesen

„Langeweile kenne ich nicht!“

Ausgabe Nr. 2469
 

Gespräch mit Kilian Dörr, Stadtpfarrer der Ev. Kirchengemeinde A. B. Hermannstadt

 

Der ehemalige Schüler des Brukenthallyzeums wusste nach dem Abitur erst nicht so recht, was er tun sollte. Mit seinen Lieblingsfächern Mathe und Physik sah er schwache Perspektiven. Auf der Suche nach einer alternativen und ideologiefreien Lebensweise kam er zum Theologischen Institut in Hermannstadt, während seine Klassenkameraden sich mit Informatik und Technologie befassten. Nach der Wende, an der er aktiv mitwirkte, beantragte Kilian Dörr ein Stipendium beim Lutherischen Weltbund. Gemeinsam mit seiner damaligen Freundin und heutigen Frau Elfriede, beschloss er, für ein Auslandsstudium in den Westen zu gehen und danach wieder nach Siebenbürgen zurück zu kehren. Seit 15 Jahren ist er Stadtpfarrer der evangelischen Kirchengemeinde A. B. Hermannstadt.

Das Interview wurde geführt von Juditha Catona (Hunedoara), Delia Cociu, Dalia Lisan und Annamaria Risti (Hermannstadt), Daniela Damian und Rodica Dan (Kronstadt), Maria Bischof-Brandl und Gabriella David (Ungarn), Susann Danowsky (Klausenburg – Deutschland), koordiniert von Manuela Vrancea (Hermannstadt).Weiterlesen

„Ein Jahr ist ein gutes Maß“

Ausgabe Nr. 2468
 

Interview mit Jürg Leutert und Brita Falch Leutert

 

 

Letzten Januar kam das Musiker-Ehepaar Brita Falch Leutert (BFL) und Jürg Leutert (JL) aus dem Norden Norwegens nach Hermannstadt, um hier ihre Stellen als Kantorin der evangelischen Kirchengemeinde A. B. , bzw. Musikwart der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien und Leiter des Hermannstädter Bachchors anzutreten. Seitdem ist ein ereignisreiches Jahr mit vielen Konzerten und einigen Neuerungen in der Hermannstädter Kirchenmusik vergangen. Im Gespräch mit dem HZ-Praktikanten Jeremias L e i m c k e gewähren die Kirchenmusiker einen guten Einblick in ihre Arbeit.Weiterlesen

„Nur in der Zielsprache kommunizieren“

Ausgabe Nr. 2468
 

Gespräch mit Dr. Liana-Regina Junesch von der Lucian Blaga-Universität

 

Dr. Liana-Regina Junesch absolvierte das Pädagogische Lyzeum in Hermannstadt und unterrichtete 8 Jahre lang an der Schule Nr. 16 in Hermannstadt (heute Şcoala Gimnazială „I. L. Caragiale”). Obwohl sie Freude an der Arbeit mit den Grundschulkindern hatte, studierte sie Germanistik und betreut seit mehreren Jahren deutschsprachige StudentInnen als Leiterin des Studiengangs deutschsprachige Grundschul- und Vorschulpädagogik an der Lucian Blaga-Universität in Hermannstadt. Sie ist bestrebt, ihr Wissen und die Ergebnisse ihrer Forschungsarbeiten an die StudentInnen weiterzugeben. Auch heute noch wendet sie die bewährte Methode „One person – one language“ an, so dass die Lernenden „gezwungen“ sind, sie auf Deutsch anzusprechen. Ihre Arbeit insgesamt, spielt für den Unterricht in deutscher Sprache in unserem Land eine wesentliche Rolle.

Mit Frau Junesch sprachen Agnes Amrein-Pesti (Ungarn), Bădilă Rusalina und Nana Bâtiu (Hermannstadt), Bela Hajnalka (Mediasch), Ioana Bianca Bendorfean (Deva), Teodora Boar (Neumarkt) und Adrian Văluşescu (Kronstadt), koordiniert von Hildegard-Anna Falk (Hermannstadt).Weiterlesen

„Ich bin sehr glücklich, dass ich hier lebe!“

Ausgabe Nr. 2467
 

Gespräch mit Dr. Hans Klein, Vorsitzender des DFDH

 

Dr. Hans Klein, Vorsitzender des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt (DFDH) entstammt einer Lehrerfamilie und feiert demnächst seinen 75. Geburtstag. Er ist in Dobring im Unterwald zur Schule gegangen und weil es dort keine deutschen Klassen gab, hatte er drei Jahre lang Unterricht in rumänischer Sprache. Danach hat Hans Klein in Petersdorf gewohnt und ist anschließend in Mühlbach aufs Lyzeum gegangen. Das Abitur folgte dann an der Brukenthalschule. Weil sein Vater meinte, man müsse auch ein Handwerk beherrschen, war er ein Jahr lang Tischlerlehrling. Es folgte das Theologiestudium, 1972 promovierte Hans Klein in Biblischer Theologie und begann schon im gleichen Jahr seine Lehrtätigkeit als Dozent und dann Professor an der Evangelischen Theologischen Fakultät in Hermannstadt. Erwähnt werden muss auch der Einsatz als Stadtpfarrer (1993-1998) und die Mitgliedschaft im Stadtrat (1992 bis 2011) als Vertreter des DFDH.Weiterlesen

„Wir haben eine Bildungsaufgabe“

Ausgabe Nr. 2465
 

Gespräch mit Daniel Plier, Leiter der deutschen Abteilung des RST

 

Daniel Plier wurde 1968 in Luxemburg geboren. Am Conservatoire de Luxembourg und an der Ecole Supérieure d´Art Dramatique Pierre Debauche studierte er Schauspiel.  Er hat an Theatern in Esch, Maskénada, Schloss Niederweis, Luxembourg (Theatre National, Kapuzinertheater, Theatre du Centaure), Neumünster, Steinfort eine Vielzahl von Rollen übernommen und auch in Filmen mitgewirkt. Daniel Plier inszenierte am Radu-Stanca-Nationaltheater (RST) „Tagebuch eines Wahnsinnigen“, „Shakespeares sämtliche Werke (leicht gekürzt)“, „Ossis Stein“ und „Panik“. Mit Daniel Plier sprachen Iuliana Popescu, Elena Proșac und Cristina Sava (Hermannstadt), Andra Popa und Mirela Râșnovean (Kronstadt), Maria Prăștean (Deva) und Anca Daniela Săroiu (Mediasch), koordiniert von Ioana Ruga (Hermannstadt).Weiterlesen

„…was mit Hilfe des Computers zu lösen ist…“

Ausgabe Nr. 2464
 

Gespräch mit Dr. Radu Creţulescu, Leiter des ZfL Mediasch

 

In seinem beruflichen Werdegang war Radu Creţulescu erst in der Grundschule tätig, dann Mathematiklehrer am Gymnasium und im Lyzeum. Zurzeit unterrichtet er Web-Technologien an der Hermannstädter Lucian-Blaga-Universität.

Mit Radu Creţulescu sprachen: Monica Degan (Klausenburg), Adriana Dimitriu (Kronstadt), Cristina Drescan (Sächsisch-Regen), Alma Egri (Hermannstadt), Diana-Sanda Făieran und Mihaela Andra Filip (Deva) und Monika Farkas (Ungarn), koordiniert von Teodora Gălbinuşi (Hermannstadt).Weiterlesen