„Das haben die Leute noch nicht gehört“

Gespräch mit dem Wiener Komponisten Werner Schulze

Ausgabe Nr. 2571

Werner Schulze.
Foto: Beatrice UNGAR

LEID+HOFFNUNG ist die Neuinszenierung von PASSIO (UA 2016, Wien), ein Werk des Wiener Komponisten Werner Schulze, das um einen Tanzperformance-Part erweitert wurde. Aufgeführt wird die Neuinszenierung am 28. März, 19 Uhr, im Festsaal der Gheorghe Dima-Musikakademie und am Karfreitag, dem 30. März, 19 Uhr, im Gemeindesaal in der Hammersdorfer Kirchenburg. Das Osterfest steht auf zwei theologisch-anthropologischen Grundpfeilern, die menschliches Leben durchziehen: Leid und Hoffnung. Das gleichnamige Projekt inszeniert das christliche Heilsgeschehen – Kreuzigung+Auferstehung – zeitgenössisch als Konzert. Performance.Gottesdienst“: musikalisch, szenisch, poetisch, tänzerisch. Die Idee des österreichischen Komponisten Werner Schulze einer „Theology on Stage“ verbindet sich mit dem Interesse der in Rumänien lebenden österreichischen Performance-Künstlerin Teresa Leonhard: das Erkenntnispotential der Handlung in der Liturgie hervorzuheben und zu gestalten. In diesem internationalen Projekt kooperieren Beteiligte aus Siebenbürgen (Melinda Samson – Sopran, Brita Falch-Leutert, Jürg Leutert – Klaviere, Andrei Marcovici, Gabriel Barani –Schlagewerk, Klaus Philippi, Elisa Gunesch, Gesangssoli im Chorpart) und Österreich (Johann Leutgeb – Sprecher/Bariton, A. Schober – Lichtdesign). Neben einem Männer- und Frauenchor agiert die Compania DIS.PLACE für zeitgenössischen Tanz mit Performern mit/ohne Behinderungen. Im Vorfeld gewährte Werner Schulze der HZ-Chefredakteurin Beatrice U n g a r nachstehendens Interview.Weiterlesen

Einfühlsam und bezaubernd

Liederabend mit Ursula Philippi, Melinda Samson und Iuliana Cotârlea

Ausgabe Nr. 2569

Ursula Philippi, Melinda Samson und Iuliana Cotârlea (v. l. n. r.).
Foto: Beatrice UNGAR

„Oh, das ist tiefstes 19. Jahrhundert“, habe sie gemeint, als die Sopranistin Melinda Samson ihr vorschlug, die Liederfolge „Frauenliebe und -leben“ op. 42 von Robert Schumann (1810-1856) aufzuführen, sagte Ursula Philippi nach dem einfühlsamen und bezaubernden Konzertabend am Montag im Spiegelsaal des Hermannstädter Deutschen Forums, der unter dem Motto „Frauenliebe und -leben“ stand. Weiterlesen

„Sitztanzen“ und mitsingen

Das Duo Wiener Blond“ begeisterte in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2569

Verena Doublier (links) und Sebastian Radon (rechts) auf der Bühne des Hermannstädter Radu Stanca-Nationaltheaters. Foto: Beatrice UNGAR

Unter dem Titel „Beatboxing trifft Wienerlied” stand die Rumänien-Tournee des Duos „Wiener Blond”. Am Sonntag traten sie auf der Bühne des Hermannstädter Radu Stanca-Nationaltheaters auf und boten Beatboxing vom Feinsten, indem sie Schlagzeug- und andere Perkussionsrhythmen, Instrumente imitierten und sich selbst damit begleiteten. Verena Doublier griff ab und zu zur Gitarre und Sebastian Radon bediente die Loopstation.

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Vier Widmungen im Spiegelsaal

Erstes Konzert der Kammermusikreihe Florescu-Fernandez&Friends

Ausgabe Nr. 2565

Vollblutmusiker im Spiegelsaal: Makcim Fernandez-Samodaiev (am Cello) und Monica Florescu (am Klavier).                                 Foto: Beatrice UNGAR

Vier Werke, die bekannten Musikern gewidmet worden sind, brachten der Cellist Makcim Fernandez Samodaiev und seine Gattin, die Pianistin Monica Florescu im ersten Konzert der Kammermusikreihe Florescu-Fernandez & Friends im Jahr 2018 am Sonntag, den 25. Januar, im voll besetzten Spiegelsaal des Deutschen Forums in Hermannstadt zu Gehör. Weiterlesen

Hörerlebnisse der besonderen Art

Streiflichter von zwei Konzerten an der Hermannstädter Staatsphilharmonie

Ausgabe Nr. 2563

Mohai Bálint (links) und Ádám Ráduly bedankten sich mit einer Zugabe beim Publikum, der Dirigent Alexandre Myrat hört aufmerksam zu.
Foto: Beatrice UNGAR

„Beethoven dagegen liebte mehr die kurzen und heftigen Generalpausen, Pausen wie Donnerhall, Pausen, die zum Appell rufen oder in den Lauf der Zeit hineinstürzen wie Felsblöcke. Die ‚Coriolan‘-Ouvertüre fängt so an, die ‚Eroica‘, die ‚Pathétique’… Auch viele der Sinfonien enden mit Paukenschlägen – wenn sie denn enden.“ So lautet der letzte Abschnitt des Beitrags „Dramatische Stille. Zur Musik gehören auch Pausen“ von Eleonore Büning, veröffentlicht in der Internationalen Ausgabe der Neuen Zürcher Zeitung vom 23. Dezember 2017. Das Zitat nimmt gewissermaßen das Geschehen im Konzert der Hermannstädter Staatsphilharmonie vom 18. Januar 2018 vorweg, dessen Höhepunkt Beethovens dritte Sinfonie war.Weiterlesen

100 Jahre in einer Stunde

Jahrhundertfeier-Konzert in der Astrabibliothek

Ausgabe Nr. 2563

Die Sopranistin Florina Mariș Hinsu und der Bariton Ștefan Ignat sangen mehrere Lieder im Duett.                                          
Foto: Beatrice UNGAR

Einen abwechslungsreichen Querschnitt durch 100 Jahre rumänischer Musik boten am Sonntagabend im Festsaal der Astrabibliothek die Sopranistin Florina Mariș Hinsu und die Pianistin Camelia Matei (Klavier) aus Großwardein/Oradea, der Bariton Ștefan Ignat, Direktor der Nationaloper Bukarest und der Hermannstädter Panflötenspieler Radu Nechifor mit seiner Band.Weiterlesen

Stimmgewaltig und expressiv

Neujahrskonzert der Hermannstädter Philharmonie

Ausgabe Nr. 2561

Der Tenor Stefan von Korch (stehend, im Vordergrund) trat zum ersten Mal auf der Bühne im Thaliasaal auf.              
Foto: Laurențiu STRĂUȚ

An drei Abenden – am 5., 6. und 7. Januar – bot die Hermannstädter Staatsphilharmonie in Partnerschaft mit dem Rotary Club Hermannstadt das diesjährige Neujahrskonzert. Es war ein Kraftakt sowohl für das Orchester als auch für die Solisten und den Dirigenten. Bei allen drei Konzerten waren die Karten ausverkauft.Weiterlesen