Aufarbeiten ist angesagt

Ausstellung zum Pogrom in Jassy 1941

Ausgabe Nr. 2565

 

Porträts von Opfern des Pogroms lassen einen Bruchteil ahnen, von dem Ausmaß des Verbrechens.                                                    
Foto: Fred NUSS

Laut einer Umfrage haben 80 Prozent der rumänischen Bürgerinnen und Bürger von Auschwitz gehört, aber lediglich 10 Prozent von dem grausamen Pogrom 1941 in Jassy. Das teilte Alexandru Florian, Leiter des Elie Wiesel-Nationalinstituts für das Studium des Holocaust in Rumänien, bei der Vernissage der Ausstellung „Martori și victime Iași 1941. Foto-Document“ (Zeugen und Opfer. Jassy 1941. Foto-Dokument) am 27. Januar, dem Internationalen Tag zum Gedenken an die Opfer des Holocaust, mit.Weiterlesen

Sie hatte immer einen Zeichenblock dabei

Zu einem Buch über die Malerin und Schriftstellerin Mathilde Roth (1873-1934)

Ausgabe Nr. 2563

Mathilde Roth in Hermannstädter Tracht, März 1924 in Zürich.
Foto: Wilhelm PLEYER

Mathilde Roth gehört zu jenen Siebenbürgerinnen, die es im Zuge der Frauenemanzipation um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert gewagt haben, im Ausland bildende Kunst zu studieren, um diesen Beruf danach in der Heimat auszuüben (in ihrem Fall nur zeitweilig). Vor Mathilde Roth waren die Schässburgerin Betty Schuller (1860-1904), die Hermannstädterin Hermine Hufnagel (1864-1897) und die Kronstädterin Lotte Golschmidt (1871-1925) den gleichen Weg gegangen, gefolgt von Anna Dörschlag (1869-1947), der Tochter des bekannten Zeichenlehrers und Malers Carl Dörschlag (1832-1917).

Die 1873 in Hermannstadt geborene Mathilde Roth, die bereits 1910 Siebenbürgen verlassen hatte, war beinahe in Vergessenheit geraten, wurde jedoch 2013, dank der Veröffentlichung einer ihr gewidmeten Monografie, verfasst von der Urnichte Helga Lutsch, aus dem Dornröschenschlaf geweckt.Weiterlesen

Erfolg mit Hermannstadt-Panorama

Seit 2016 ist der Künstlerverein Brukenthal von Studio in Hermannstadt aktiv

Ausgabe Nr. 2562

An dem „Panorama Hermannstadt 2.10” (Öl und Akryl auf Leinwand, 125×500 cm), das zunächst im Innenhof des Rathauses ausgestellt war, haben, wie man sieht, fünf Künstler gearbeitet (v. l. n. r.): Ioan Muntean, Ilie Mitrea, Andrei Popa, Cătălin Precup und Robert Strebeli.

Die sieben Mitglieder des Künstlervereins „Brukenthal von Studio” vereint nicht nur eine zum Teil sehr lange Freundschaft, sondern auch die Liebe für die klassische Kunst. Fünf Maler, ein Fotograf und eine Muzeografin sind dabei, bekannt wurden sie in Hermannstadt insbesondere für das fünf Meter lange Panorama der Stadt, das in der Ausstellung Sibiu 2.0 gezeigt wurde und bald im Brukenthalmuseum am Großen Ring zu sehen sein wird.Weiterlesen

„Ein wahrer Europäer“

Smighelschi-Ausstellung in der Astrabibliothek

Ausgabe Nr. 2562

Alexandru Constantin Chituță, Konsul Hans Erich Tischler und Direktor Silviu Borș bei der Vernissage (v. l. n. r.).                        
Foto: Fred NUSS

Eine Ausstellung mit Werken von Octavian Smighelschi unter dem Titel Siebenbürgen und die nationale Kultur“ wurde aus Anlass des Tages der Nationalen Kultur, der in Rumänien am 15. Januar, dem Geburtstag des Dichters Mihai Eminescu, gefeiert wird, am Montag im Festsaal im alten Gebäude der Astrabibliothek in Hermannstadt eröffnet. Weiterlesen

Künstlerinnen eines Jahrhunderts

Sonderausstellung in der Galerie für zeitgenössische Kunst des Brukenthalmuseums

Ausgabe Nr. 2554

 

Sieglinde Bottesch: Knabe am Strand, 1978, Öl auf Leinwand, 60 x 80 cm

„Zu jener Zeit war ich in den Sommerferien öfter im Donaudelta (in Sf. Gheorghe ab 1975) gewesen. Die Weite des Himmels und der damals noch einsame Strand, ließen jede Einzelheit – ob Muschel oder Grasbüschel – in ihrer Einmaligkeit erscheinen. Es war eine Welt von lichtvollem Zauber.“ Soweit die Worte der Künstlerin Sieglinde Bottesch zu dem Gemälde „Knabe am Strand“, das sie 1978 gemalt hatte und das derzeit in einer „Jahrhundertfeier der Frauen in der rumänischen Kunst“ getitelten Ausstellung zu sehen ist.Weiterlesen

Internationaler Fotosalon

Ausgabe Nr. 2554

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2.000 Fotografien hatten Kunstfotografen aus 50 Ländern aus aller Welt für den Hermannstädter Internationalen Fotosalon eingeschickt. Die Jury hat inzwischen die Preisträger bestimmt und die besten Aufnahmen werden ab Sonntag, dem 12. November, 12 Uhr (Vernissage und Preisverleihung), bis zum 30. November im Touristeninformationszentrum im Rathaus am Großen Ring zu sehen sein. Zwei Mitglieder des Hermannstädter Fotoklubs Orizont gehören zu den Preisträgern: Dan Kamner (Goldmedaille der Global Photographic Union) und Dan Ștefan Șușa (Silbermedaille des Internationalen Verbands der Fotokunst, FIAP).

Unser Bild: Dan Ștefan Șușa: Physiology of Touch.

„Ich kritzele ganz viel rum”

Comiczeichner und Animator Aike Arndt zeichnete beim Comicsfestival mit

Ausgabe Nr. 2553

 

Aike Arndt im Deutschen Kuturzentrum Hermannstadt. Der Autor (www.aikearndt.de) wurde 2008 für seinen Animationsfilm „Styx“ für den Deutschen Kurzfilmpreis nominiert.                        Foto: Ruxandra Stănescu

Aike Arndt, Comiczeichner, Illustrator und Animator aus Berlin hat in diesem Herbst im Deutschen Kulturzentrum Hermannstadt einen Comicskurs für Kinder und Jugendliche gegeben. Mit Begeisterung haben sich die Kinder an die Arbeit gemacht und die ersten Schritte und Begriffe in diesem Bereich gelernt. Über seinen Beruf als Illustrator und Animator sprach Aike Arndt mit HZ-Redakteurin Ruxandra S t ă n e s c u.Weiterlesen