Kooperation und Brückenbauen im Fokus

Kuratorentag und Vertreterinnenversammlung der Frauenarbeit am Samstag

Ausgabe Nr. 2570

Gruppenbild der Kuratorinnen und Kuratoren mit Bischof Reinhart Guib (1. Reihe, 3. v. l.) und Landeskirchenkurator Friedrich Philippi (1. Reihe, 4. v. l.) vor dem Bischofspalais.                  
Foto: Cynthia PINTER

Die Evangelische Kirche A. B. in Rumänien (EKR) erwies sich am Samstag als besonders geschäftig. Während in Hermannstadt der Kuratorentag abgehalten wurde, tagte in Heltau die Vertreterinnenversammlung der Frauenarbeit und in Mediasch trafen sich die Kirchenführer aus dem Mediascher Kirchenbezirk. Weiterlesen

Eine Bahnbrecherin

Ortrun Rhein wurde mit dem Walburgapreis 2018 geehrt

Ausgabe Nr. 2569

Am Sonntag feierte die evangelische Kirchengemeinde Heltau das traditionelle Walburgafest zu Ehren der Schutzpatronin der Kirche. In diesem Jahr wurde auch der Walburgapreis verliehen. Er ging an die Leiterin des Dr. Carl Wolff-Altenheims, Ortrun Rhein. Lesen Sie dazu unseren Bericht auf Seite 4. Unser Bild: Gruppenbild vor der Kirche (1. Reihe, v. l. n. r.): Dechant Hans-Bruno Fröhlich, Stadtpfarrer Zoran Kezdi, die Walburgapreisträgerin 2018 Ortrun Rhein und Laudatorin Rohtraut Barth. Foto: Beatrice UNGAR

Am Sonntag, dem 4. März, war es wieder soweit. Die evangelische Kirchengemeinde in Heltau feierte zum dreizehnten Mal das Walburgafest, das der Schutzpatronin der im 12. Jahrhundert von den damals katholischen deutschen Siedlern gebauten Kirche gewidmet ist, der Heiligen Walburga. Der Stichtag ist der 25. Februar. Weiterlesen

Ökumenisch, interethnisch, interdisziplinär

Deutsch-Rumänisches Institut für theologischen Dialog gegründet
Ausgabe Nr. 2566

Deutsch-Rumänisches Institut für theologischen Dialog gegründet

Die Gründer des Instituts „Ex fide lux“, darunter Weihbischof Sofian (4. v. l.), Vorsitzender Hermann Schoenauer (Mitte), Metropolit Serafim (4. v. r.) und der Herausgeber der Deutsch-Rumänischen Bibliothek (DRThB), Jürgen Henkel (3. v. r.).

Dem internationalen theologischen Austausch zwischen Deutschland und Rumänien widmet sich ein auf Initiative aus beiden Ländern neu gegründetes Institut mit Sitz in Nürnberg. Unter dem Namen „Ex fide lux – Deutsch-Rumänisches Institut für Theologie, Wissenschaft, Kultur und Dialog“ will die von evangelischen, orthodoxen und katholischen Kirchenvertretern, Theologen und Laienchristen gegründete Einrichtung künftig im Sinne einer theologischen Gesellschaft den Dialog zwischen den Kirchen Rumäniens, besonders der Rumänischen Orthodoxen Kirche, und den Kirchen in Deutschland und im deutschsprachigen Raum fördern. Weiterlesen

„Ein Versprechen an die Zukunft“

450 Jahre seit dem Toleranzedikt von Thorenburg/Turda vor Ort gefeiert

Ausgabe Nr. 2562

Der Glaubensfreiheit gewidmet ist das von dem Klausenburger Künstler Liviu Mocanu gestaltete Denkmal, das am Samstag in Thorenburg vor der römisch-katholischen Kirche feierlich enthüllt worden ist. Die Enthüllungsrede hielt Gyerő Dávid, Hauptschriftführer der Unitarischen Kirche.
Foto: Werner FINK

Am 13. Januar 1568 wurde das Toleranzedikt vom siebenbürgischen Landtag unter König Johann Sigismund in Thorenburg erlassen, in der selben katholischen Kirche, wo am vergangenen Samstag im Beisein von 1.600 Teilnehmern 450 Jahre seit diesem Erlass in einem echt ökumenischen Rahmen gefeiert wurden. Die Teilnehmer, die in der katholischen Kirche keinen Platz fanden, konnten in der reformierten und unitarischen Kirche in Thorenburg den Ablauf auf Bildschirmen mitverfolgen. Anschließend wurde im Beisein aller Teilnehmer das Denkmal der Glaubensfreiheit vor der katholischen Kirche enthüllt. Organisiert wurde die Feier von der Unitarischen Kirche. Diese feierte zugleich 450 Jahre seit ihrem Bestehen.Weiterlesen

Christi-Geburt-Spiel der Siebenbürger Sachsen im Donbas

Ausgabe Nr. 2560

In der Michelsberger Dorfkirche wurde am 26. Dezember 2017 zum dritten Mal das „Christi-Geburt-Spiel der Siebenbürger Sachsen im Donbas“ aufgeführt. Die Darsteller waren Laienspieler aus Michelsberg, Heltau, Hermannstadt und Alzen. Die Regie hat Franz Kattesch (Staatstheater Temeswar) inne, die musikalische Leitung Zsuszanna Molnar (Kirchengemeinde Heltau). Als Vorspann war ebenfalls in der Dorfkirche ein Teil der Krippenausstellung aus dem Besitz von Peter Dehmel zu besichtigen. Die Veranstaltung wurde vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration gefördert. Der Autor, Georg Brenndörfer, hat dieses Weihnachtsspiel in schwerer Zeit geschrieben. Es erlebte seine Uraufführung am 5. Januar 1947 im Lager Almasna im Donbas. Die erste Aufführung in Michelsberg fand am 27. Dezember 2015 aus Anlass des Gedenkens an die Deportation der Siebenbürger Sachsen in die damalige Sowjetunion statt, die sich 2015 zum siebzigsten Mal jährte.

Foto: Beatrice UNGAR

Die Weihnachtsbotschaft

Von Stadtpfarrer Zorán KÉZDI (Heltau)

Ausgabe Nr. 2559

Krippenspiel in Talmesch: Die beherzte Deutschlehrerin Mihaela Coțoban, (vorne links) aus Talmesch, führt seit einigen Jahren mit ihren Schüler/innen für die Talmescher zu Weihnachten ein Krippenspiel mit Gesang auf. Das Besondere daran ist, dass es in diesem Jahr 48 rumänischsprachige Kinder sind, die Deutsch als Fremdsprache lernen. Aufgeführt wurde das Krippenspiel am 3. Sonntag im Advent in der evangelischen Kirche. Mitgemacht haben Kinder des von Coțoban gegründeten „Deutsch-Klubs”.
Foto: Beatrice UNGAR

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht und ohne es ist nichts gemacht, was gemacht ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat’s nicht ergriffen. (…) Das war das wahre Licht, das alle Menschen erleuchtet, die in diese Welt kommen. Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn gemacht; aber die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben. (…) Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.Weiterlesen

„Magnificat“: der Aufruf des Spürens

Weihnachtskonzert des Hermannstädter Bachchores

Ausgabe Nr. 2558

Das Weihnachtskonzert des Hermannstädter Bachchores mit Orchester und SolistInnen am 2. Sonntag im Advent in der evangelischen Stadtpfarrkirche war ein Genuss.
Foto: Fred NUSS

Die zweite Adventskerze brannte leuchtend auf dem großen Kranz im Chorraum, Weihnachtssterne baumelten von der Kirchendecke, die Bänke waren voll besetzt: das Weihnachtskonzert „Magnificat“ in der evangelischen Stadtpfarrkirche am 10. Dezember war eine melodische, wohltuende Reise in die Vorweihnachtszeit.Weiterlesen

Chanukka Sameach!

Ausgabe Nr. 2558

Vom 13. Dezember bis zum 20. Dezember wird heuer Chanukka gefeiert. Die jüdische Gemeinde Hermannstadt beging das Fest gestern gemeinsam mit einer Delegation der Föderation der Jüdischen Gemeinden aus Rumänien, die sich auf „Chanukka-Reise“ durchs Land befindet. Mit dabei waren Generalsekretär Eduard Kupferberg, Rabbi Zvika Kfir, Kantor Emanuel Pusztai, Dr. Mona Bejan und Assistent Manager Raluca Lazăr. Die Delegation hatte am Mittwoch in Kronstadt mitgefeiert und wird weitere Stationen in Karlsburg, Klausenburg, Temeswar, Karansebesch, Lugosch, Reschitza, Deva und Pitești wahrnehmen. Unser Bild: Drei Chanukkias bereitete Rabbi Zvika Kfir (Bildmitte) vor, an denen der Junge David Luca Barbu (rechts), Kantor Pusztai und ein Vertreter der Mediascher jüdischen Gemeinde (im Hintergrund links) die zweite Kerze anzündeten.  

Foto: Beatrice UNGAR

 

Ein doppeltes Jubiläum

200 Jahre seit der Geburt von G. D. Teutsch/150 Jahre Bischofssitz in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2557

Das Teutsch-Standbild auf dem Huetplatz.      
Foto: Beatrice UNGAR

Im Dezember dieses Jahres erfüllen sich 200 Jahre seit der Geburt des bedeutenden Mannes, dessen Standbild vor der Evangelischen Stadtpfarrkirche in Hermannstadt, der Schule zugewandt, den Blick auf die Besucher richtet. Bischof Dr. Georg Daniel Teutsch stand mehr als ein Viertel Jahrhundert an der Spitze der Evangelischen Kirche Augsburgischen Bekenntnisses in Siebenbürgen, und das in einer Zeit schwerer Anfechtungen und bedeutender Entscheidungen. Seine außerordentliche Fähigkeit in Fragen der Organisation und Verwaltung sowie im Umgang mit Menschen hatte er schon in jüngeren Jahren als Rektor des Gymnasiums in Schäßburg bewiesen, wo er die im ganzen Land angeordnete Schulreform in vorbildlicher Weise durchführte und gleichzeitig an der Vorbereitung der neuen Kirchenverfassung mitarbeitete, die er später als Bischof anwandte und zugleich ins Bewusstsein seiner Kirchenkinder pflanzte. Gelegentlich dieser Arbeit bereitete er mit Anderen schon die Verlegung des Bischofssitzes aus dem entlegenen Birthälm nach Hermannstadt vor, die erst nach seiner Wahl zum Bischof durchgeführt wurde. Diese fiel in das gleiche Jahr mit dem sogenannten „Ausgleich“, der Begründung der österreich-ungarischen Doppelmonarchie, welche die Auflösung ererbter Vorrechte des sächsischen Volkes mit sich brachte und ihn dadurch herausforderte, auch als Bischof in den neuen Verhältnissen politisch tätig zu werden. Weiterlesen