„Neue Gelegenheit zur Rettung der Kirchenburgen“

Kirchenburgenpass 2017 zum Saisonbeginn im Bischofspalais vorgestellt
Ausgabe Nr. 2526

 

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Der Kirchenburgenpass „Transilvania Card“ wurde zum Saisonbeginn des Jahres 2017 (1. April – 31. Oktober) im Rahmen einer Pressekonferenz am Dienstag der Vorwoche im Bischofspalais vorgestellt. In diesem Jahr bietet der Pass den Eintritt zu insgesamt 52 Kirchenburgen in Siebenbürgen. „Eine neue Saison hat begonnen, eine neue Gelegenheit ist der evangelischen Kirche A. B. in Rumänien gegeben, um Gäste zu empfangen und zu beherbergen im Umfeld der Kirchenburgen, und das mit dem Ziel zur Rettung und Förderung dieser Kirchenburgen, aber auch um von den Werten weiterzugeben“, lauteten die einleitenden Worte des Bischofs Reinhart Guib.Weiterlesen

Verbesserte touristische Nutzung angestrebt

Zweites EU-Projekt der evangelischen Kirchengemeinde Hermannstadt
Ausgabe Nr. 2525
 

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Nachdem die Entwicklungsministerin Sevil Shhaideh am 31. März d. J. den Finanzierungsvertrag für das EU-Projekt zur Restaurierung der evangelischen Stadtpfarrkirche in Hermannstadt unterzeichnet hatte, setzten am Dienstag auch Stadtpfarrer Kilian Dörr und der Generaldirektor der Entwicklungsagentur Mitte, Simion Crețu in Karlsburg ihre Unterschriften unter den Vertrag.Weiterlesen

Viel Zustimmung aus Wittenberg

Die Reformation in Siebenbürgen (II) / Von Wilhelm Andreas BAUMGÄRTNER
Ausgabe Nr. 2524
 

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Vor allem in den sächsischen Städten gab es lange Zeit ein Nebeneinander von katholischem und evangelischem Leben. Die Strukturen der alten Kirche waren intakt, aber die Stadtführung und große Teile der Bürgerschaft waren auf Seiten der evangelischen Sache. Während in Hermannstadt diese Patt-Situation zu einem Erlahmen der evangelischen Bewegung führte, begann sie in Kronstadt Fahrt aufzunehmen. Bedeutsam war, dass wie auch in Hermannstadt, auch in Kronstadt einflussreiche Anhänger Luthers im Stadtrat saßen. Weiterlesen

Vivit!

Osterbotschaft / Von Bischof Reinhart GUIB
Ausgabe Nr. 2524
Liebe Leserinnen und Leser!

Die Evangelische Kirche und die Christenheit mit ihr feiern heuer 500 Jahre seit Beginn der Reformation. Die Reformation bedeutet für uns bis heute die Auferstehung der Kirche Jesu Christi, des Glaubens, der Gnade und der Heiligen Schrift. All dies war vorher verdunkelt und der wahre Zugang zu Gott erschwert. Der Reformator Martin Luther ebnete dieser befreienden, erlösenden und vergnügt machenden Botschaft die Bahn.

Und doch ist unser Leben wie das des angefochtenen Reformators oft auch von Unzufriedenheit, Enttäuschung und Rückschlägen geprägt. Wie gut, wenn dann jemand neben uns ist und uns darüber hinweghi1-lutherrose1lft und die Bibel uns den Weg zeigt.

Martin Luther hatte in seiner Frau Katharina solch eine hilfsbereite und kluge Gehilfin an der Seite. Diese kannte ihren Mann gut. Seine Freuden wie Sorgen, Anfechtungen und Versuchungen fielen ihr schnell auf. Als Luther immer depressiver wurde beauftragte sie einen Steinmetz mit der Erstellung eines neuen Portals an ihrem Haus. „Vivit“ ließ sie auf den Schlussstein im Torborgen einmeißeln. Jeder Eingang ins und jeder Ausgang aus dem Haus stand somit unter dem Bekenntnis „Vivit“. Er, Jesus lebt. Diese Botschaft wurde als Gruß und Abschied jedem mitgegeben. All das was Martin Luther mit seiner Familie, seinen Freunden und Besuchern im Haus besprach und tat wurde mit dem Auferstehungsgruß „Er lebt“ besiegelt. Besonders aber galt dieser Zuspruch auch Luther selbst in den Stunden seiner Versuchung und Anfechtung, seiner Ängste und Zweifel. Weiterlesen

Ein freudiges Ereignis

Pastoralkonferenz zum 20. Ordinationsjubiläum
Ausgabe Nr. 2523
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Bei der Pastoralkonferenz des Mediascher und des Schässburger Kirchenbezirks, die am 22. März im Betsaal der Klosterkirche in Schässburg stattgefunden hat, waren nicht wie gewöhnlich bei solchen Treffen nur Pfarrer sondern auch zwei Bezirkskirchenkuratoren – Adolf Hügel (Schässburg) und Wilhelm Untch (Mediasch) – und einige Mitglieder der Gemeindevertretungen der Kirchengemeinden der beiden Bezirke dabei.Weiterlesen

„Jetzt seid ihr überflüssig geworden“

Die Reformation in Siebenbürgen (I) / Von Wilhelm Andreas BAUMGÄRTNER
Ausgabe Nr. 2523
 

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Die Ursachen der Reformation waren in Siebenbürgen kaum andere als im restlichen Europa, vor allem in Deutschland. Die Menschen waren mit dem Zustand der Kirche höchst unzufrieden. Die Verweltlichung der Kirche und das Gewinnstreben ihrer Priester führten zu einer Entfremdung von den Menschen, deren Bedarf an Spiritualität sie immer weniger befriedigen konnte.

Viele fühlten sich vom Gegensatz zwischen Anspruch und Wirklichkeit im Lebenswandel der Priester, vom Ämtermissbrauch, der religiösen Überreglementierung im Alltag, dem Ablasshandel, dem weltlichen Verhalten vieler Bischöfe und der Päpste (die mehr Heerführer und Politiker waren als Seelenhirten) abgestoßen. Bischöfe und Päpste wetteiferten mit weltlichem Adel und Königen im Prunk ihrer Hofhaltung. Um ihre Kosten zu decken, strebten sie nach vermehrtem Gelderwerb.Weiterlesen

Vom rohen Brett zum ersten Soundcheck

Abschluss des Weiterbildungskurses in der Orgelbaulehrwerkstatt in Honigberg
Ausgabe Nr. 2521
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Vom rohen Brett bis zum ersten Soundcheck ist ein langer Weg, den wir zusammen gegangen sind. Ich freue mich sehr für die junge Mannschaft und wünsche ihnen in Zukunft viel Erfolg“, sagte die Schweizer Orgelbauerin Barbara Dutli beim festlichen Abschluss des zweijährigen Weiterbildungskurses für bereits ausgebildete Orgelbauer und Schreiner am Samstag in der Orgelbaulehrwerkstatt in Honigberg, ein aus Mitteln des Schweizerischen Beitrags an die erweiterte Union cofinanziertes Projekt. Dutli leitet seit 14 Jahren diese Lehrwerkstatt, die von der Stiftung Fundația pentru pregătire profesională din România (Stiftung für Berufsausbildung in Rumänien, FPPR) in Partnerschaft mit der Schweizerischen Stiftung für Orgeln in Rumänien betrieben wird. Im Rahmen des zweijährigen Projekts haben die fünf ausgewählten Teilnehmer unter ihrer Koordination zwei wertvolle Instrumente aus zwei unterschiedlichen Epochen restauriert und als krönenden Abschluss eine neue Hausorgel geplant und gebaut.

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