Ein echtes Erlebnis für alle

Hermannstädter Bürgermeisteramt veranstaltete Jahrhundertfeier-Event

Ausgabe Nr. 2597

Als Vertreter von Neppendorf nahm die sächsische Tanzgruppe des Hermannstädter Jugendforums  mit wehenden rumänischen Fahnen an dem Festzug teil.
Foto: Focus Sibiu

„1.1. Der französische General Berthelot wird festlich empfangen. – 2.1. Zu Ehren der Anwesenheit des Generals Berthelot findet auf dem Großen Ring ein Festzug der rumänischen Landbevölkerung statt“. So lauten die ersten beiden Eintragungen für das Jahr 1919 in der „Chronik der Stadt Hermannstadt“ von Emil Sigerus. Diesem Ereignis gewidmet war am Samstag Abend ein Event zu Rumäniens Jahrhundertfeier – gefeiert wird in diesem Jahr die Vereinigung Siebenbürgens mit dem Königreich Rumänien 1918 – das von dem Bürgermeisteramt in Partnerschaft mit der Bodentruppenakademie Hermannstadt und Continental Automotive Systemsveranstaltet und im Rumänischen Fernsehen (TVR1), moderiert von Iuliana Tudor direkt übertragen wurde.Weiterlesen

„Mer hun et noch ist geschafft“

2596

Prauseorgel in Reichesdorf/Richiș nach Restaurierungsarbeiten eingeweiht

 

Orgelbauer Hermann Binder und Organistin Liv Müller auf der Orgelempore.

„Unsere Orgel,  Beweis einer uralten sächsischen Kultur hier in Siebenbürgen, gespielt heute wie in alten Zeiten, erklingt in ihrem alten Ton“ bemerkte Kurator Johann Schaas, der ein Dankeswort an alle Beteiligten sprach. Vergangenen Sonntag luden nämlich das Evangelische Bezirkskonsistorium Mediasch und die Kirchengemeinde Reichesdorf zur festlichen Einweihung der neu restaurierten Johannes Prause-Orgel in Reichesdorf ein. Nach dem Gottesdienst hatten die Anwesenden die Möglichkeit, den besonderen Klang der Prause-Orgel im Rahmen eines kleinen Orgelkonzertes von Organistin Liv Müller zu erleben. Im Anschluss ging es in den Gemeindesaal, wo nach dem Festessen Bezirkskirchenkurator Wilhelm Untch durch die Restaurierungsgeschichte der Orgel führte und den Gästen aus England für ihren Beitrag bedankte. Die Aufsicht über die Restaurierungsarbeiten hatte Orgelbauer Hermann Binder.

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„Was sind schon 100 Jahre?“

2595

Streiflichter vom 28. Sachsentreffen am 22. September in Mediasch

Zwei Mitglieder einer Tanzgruppe freuen sich über das wunderschöne Wetter.                                      Foto: Claudiu POPA

Bei der Jubiläumsauflage des vom Siebenbürgenforums veranstalteten Sachsentreffens, die am 19. September 2015 in Mediasch unter dem Motto „Schule – gestern, heute, morgen“ stattgefunden hatte, sagte der damalige Bundestagsabgeordnete Dr. Bernd Fabritius, das Sachsentreffen sei die beste Gelegenheit zu zeigen, „dass wir eine Gemeinschaft sind“ und schwärmte  davon, man könne durchaus 25 Jahre seit dem Beginn einer „sächsischen Wiedervereinigung“ feiern. Das 28. Sachsentreffen, das am vergangenen Samstag erneut in Mediasch stattgefunden hat, stand unter dem Motto „100 Jahre in Rumänien“ und Dr. Fabritius war in seinem neuen Amt als Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten dabei. 

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„Warum in der Waffen-SS?”

Lesung mit Paul Milata im Erasmus-Büchercafé

 

Der Historiker Paul Milata signierte seine Bücher.
Foto: Fred NUSS

 

Der Historiker Paul Milata stellte am vergangenen Freitag die rumänische Fassung seines Buches „Zwischen Hitler, Stalin und Antonescu. Rumäniendeutsche in der Waffen-SS“ – „Între Hitler, Stalin şi Antonescu. Germanii din România în Waffen-SS“ -im Erasmus-Büchercafé in Hermannstadt vor.

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Zeitreise ins wilde Mittelalter

Das 18. Mittelalterfestival in Hermannstadt war ein voller Erfolg
Ausgabe Nr. 2591

Mit spitzen Speeren führten die Knappen aus Mediasch Angriffstechniken vor.               
Foto: Cynthia PINTER

Hoch zu Ross und mit Speeren, Äxten und Schwertern bewaffnet. So präsentierten sich manche der Teilnehmer der Parade zu Beginn des diesjährigen Mittelalterfestivals, das am Freitagabend (24. August) in Hermannstadt begann. Bei der 18. Auflage marschierten über 200 mittelalterlich gekleidete Gestalten, angeführt von zwei Trommlern und einem Dudelsackspieler, gefolgt von Fackelträgern und Rittern zu Pferd. Von der Harteneckgasse über die Obere Promenade, durch die Heltauergasse bis auf den Großen Ring ging der lange Zug. Hier wurde auch dieses Jahr ein mittelalterlicher Marktplatz aufgebaut.Weiterlesen

„Es fielen auf einmal Bomben“

Zenderscher gedachten der zivilen Opfer des Luftangriffs vom 9. September 1944

Ausgabe Nr. 2590

Alfred Gross (links) bei seiner Ansprache vor dem Gedenkkreuz, mit Cosmin Blaga, Sprecher des Bürgermeisteramtes von Neumarkt.           
Foto: Privat

„Wir, die ganze Kolonne der Wägen von Büffeln, Ochsen und Pferden  gezogen, hatten angehalten, um eine Rast einzulegen. Auf einmal tauchten Flieger am Horizont auf, die über uns hinwegzogen, es waren ca. 13 an der Zahl. Nach kurzem wendeten sie und kamen im Sturzflug auf uns zu, es fielen auf einmal Bomben. Das Chaos brach los, alle flüchteten, wer sich nur bewegen konnte, in das nahe liegende Maisfeld, auf der linken Seite, ich hatte einen Bombensplitter in der Hüfte, mein Cousin Andreas Weber eine Wunde überm Auge, die stark blutete, aber wir waren noch am Leben.“ So beschreibt die damals 17-jährige Katharina Gross den bei Sângeorgiu de Mureș erfolgten Angriff deutscher Kampfflugzeuge auf den Konvoi der Evakuierten aus Zendersch und fünf anderen Gemeinden, dem am 9. September 1944 zwölf Zenderscher zum Opfer gefallen sind. Am 11. August d. J. wurde der Opfer vor Ort gedacht und daselbst seitens der Heimatortsgemeinschaft Zendersch ein Gedenkkreuz aufgestellt. Lesen Sie im Folgenden die leicht gekürzte Ansprache des stellvertretenden Vorsitzender der HOG Zendersch, Alfred Gross, dem Sohn der eingangs zitierten Katharina Gross.Weiterlesen

Keine interpretatorischen Spielräume

„Hermannstädter Gespräche“ über Schulgeschichtsbücher und das Jahr 1918

Ausgabe Nr. 2584

Die eingeladenen Gäste der Hermannstädter Gespräche: (v. l. n. r.) Dr. Răzvan Părăianu, Dr. Manuela Marin, Winfried Ziegler, Raul Rognean, Prof. Dr. Hans-Christian Maner und Aurelia Brecht.       
Foto: Cynthia PINTER

„Autobiographien der Nation: Schulgeschichtsbücher in Rumänien und das Jahr 1918“, war das Thema der „Hermannstädter Gespräche“, die am Montag im Spiegelsaal des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt stattfand. Die Veranstaltung moderierte Aurelia Brecht (Institut für Auslandsbeziehungen).Weiterlesen