„Ein Hologrammgewebe“

Neue Übersetzung eines Buches von Dagmar Dusil

Ausgabe Nr. 2553

 

Dagmar Dusil (2. v. r.) las aus dem jüngst übersetzten Buch, Ioana Ieronim (1. v. r.) und Valentin Leahu (2. v. l.) stellten es vor. Moderiert hat die Buchvorstellung Beatrice Ungar (1. v. l.).                         Foto: Fred NUSS

„Wie Spinnen weben die Menschen ihre Geheimnisse“ heißt es in dem Text „Bilder einer Kindheit“ aus Dagmar Dusils Prosaband „Wie die Jahre verletzen“, der 2012 im Johannis Reeg Verlag Bamberg erschienen ist. Der Titel der rumänischen Fassung, die vor kurzem im Tracus Arte-Verlag Bukarest herausgegeben worden ist, nimmt darauf Bezug. Er lautet „Cine păzește pânza de păianjen?“ (Wer bewacht das Spinnennetz?)Weiterlesen

„Ein Jahrhundertereignis”

Gespräch mit Krimiautor Ralf Kramp

Ausgabe Nr. 2552

 

So richtig à la Sherlock Holmes mit Tweed-Jacke begrüßte Ralf Kramp das Publikum im Deutschen Kulturzentrum.   Foto: Ruxandra STĂNESCU

In der Eifel in Deutschland werden in der Krimiliteratur jährlich die meisten Menschen umgebracht, erzählte diesen Herbst der Krimiautor Ralf Kramp bei seiner Lesung im Deutschen Kulturzentrum Hermannstadt. Seit 25 Jahren schreibt der Autor Krimis und „schwarzhumorige Kurzgeschichten” mit der Handlung hauptsächlich in der Eifel. Außerdem betreibt Ralf Kramp zusammen mit seiner Ehefrau Monika ein „Kriminalhaus”, wo keiner umgebracht wird, sondern die Krimis im Mittelpunkt stehen. Über seine Arbeit sprach der Autor mit HZ-Redakteurin Ruxandra S t ă n e s c u.Weiterlesen

Zwischen den Nebeln schreiben

Die Autorin Dagmar Dusil erhält Dorfschreiberpreis in Katzendorf

Ausgabe Nr. 2550

 

„Das ist unsere neue Dorfschreiberin!“: Frieder Schuller (Bildmitte) begrüßt Dagmar Dusil (2. v. r.), die Laudatio hält Michaela Nowotnick (1. v. r.). Foto: Aurelia BRECHT

Zum fünften Mal wurde am Wochenende vom 29. September bis 1. Oktober in Katzendorf der Dorfschreiberpreis vergeben. Dagmar Dusil, u. a. Autorin des Buchs „Blick zurück durchs Küchenfenster – Erinnerungen und Rezepte aus Siebenbürgen“ hat nun für ein Jahr die Möglichkeit, in der Dorfschreiberklause auf dem Pfarrhof in Katzendorf zu wohnen und zu arbeiten. Ein ganzes Wochenende lang fanden kulturelle Veranstaltungen vor einem bunten Publikum statt; denn aus vielen Ländern waren die Besucher gekommen.Weiterlesen

„Das Wort ruft den Gedanken“

Gespräch mit Nora Iuga, der Grande Dame der rumänischen Literatur

Ausgabe Nr. 2550

 

Beide Autorinnen – Nora Iuga (rechts) und Angela Baciu – bewiesen bei der Lesung schauspielerisches Talent.                         Foto: Beatrice UNGAR

Den mit 3.000 Euro dotierten Sonderpreis zum Spiegelungen-Preis für Lyrik erhält 2017 die rumänische Dichterin Nora Iuga. Die Redaktion der Zeitschrift Spiegelungen würdigt damit ein literarisches und übersetzerisches Lebenswerk, das, geprägt von der Sprachenvielfalt und der komplexen politischen und kulturellen Gemengelage im Donau-Karpaten-Raum, die Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts bereichert und zum innereuropäischen Kulturtransfer entscheidend beigetragen hat. Die Preisverleihung findet am 6. Dezember im Lyrik-Kabinett München statt.

Nora Iuga und Angela Baciu lasen am 23. September im Erasmus-Büchercafé in Hermannstadt aus ihrem Buch „mai drăguț decât dostoievski“, das vor kurzem im Polirom-Verlag Jassy erschienen ist und im Anschluss an die Lesung gewährte Nora Iuga der Berliner Fotografin und Autorin Christel W o l l m a n n – F i e d l e r das nachstehende Interview für die Hermannstädter Zeitung:

Das Buch habt Ihr beide, Du und Angela zusammen geschrieben. Ist das ein Roman, sind das Dialoge, sind das Erlebnisse, sind das literarische Gedanken? Weiterlesen

Schreiben als Therapie

Lesung mit Karin Macke im Erasmus-Büchercafé

Ausgabe Nr. 2549

Die Lesung von Karin Macke (stehend) war gut besucht. Foto: die Verfasserin

Das Erasmus-Büchercafé ist ein Ort zum Lesen und Schreiben und am Dienstag, 26. September 2017 war es auch ein Ort zum Lesen und Schreiben über das Lesen und Schreiben. „Schreiben schreiben schreiben schreiben schreiben schreiben schreiben schreiben.“ So begann die Karin Macke ihre Lesung. Sie ist Autorin, Mitgründerin der Akademie für Text und Therapie Sprachraum und des Vereins grauenfruppe und vieles weitere. Sie will, dass Kinder und Erwachsene ihre Freude am Schreiben (wieder)entdecken. Man solle mit Worten spielen, sich trauen, Fehler zu machen, Neues auszuprobieren. „Viele denken, dass sie nicht schreiben können. Gerade von der Schule her, wo alles immer falsch oder richtig sein muss.“ Dabei habe Schreiben eine therapeutische Wirkung.Weiterlesen

Das Eigene und das Fremde

Beobachtungen zu einem Buch über die Romantrilogie von Eginald Schlattner
Ausgabe Nr. 2545

 

Noch schwärmen Siebenbürger Sachsen von ihrem großartigen Treffen in Hermannstadt Anfang August 2017. Werden die Enkel der Ausgewanderten nach dieser Inspiration mit neuem Schwung mehr und mehr Aufgaben auch in der süßen Heimat übernehmen und diese auf sächsische Art stärken? Mir ist diese Sicht auf die Zukunft genauso kürzlich freundschaftlich mitgeteilt worden. Hierbei handelt es sich selbstredend um eine spontane Äußerung nach einem aktuellen Ereignis Andererseits gibt es immer noch festgefahrene Positionen. Eine solche Haltung wird beispielsweise von einer kritischen Sächsin zitiert, die den Kontakt zu ihrer Herkunftskultur bewusst abgebrochen hat: „Die Sachsen sind alles, die anderen sind minderwertig.“ (S.Pichotta: „Schicksale – Deutsche Zeitzeugen in Rumänien“, Schiller-Verlag Hermannstadt-Bonn 2013, S. 111). Seinerzeit ist kein Aufschrei des Für und Wider gegenüber dieser Einstellung zu hören gewesen, aber ganz unabhängig von Ethnozentrismus und Event hat Andreea Dumitru 2017 ein Buch vorgelegt, das den Beziehungen, Wechselwirkungen und Ergebnissen im Zusammenleben der verschiedenen Völker in Rumänien nachgeht, und zwar anhand von Eginald Schlattners Romantrilogie. Die Autorin entfaltet eingängig und schlüssig, wie Schlattner die Welt des Mit-, Neben- und bisweilen auch Gegeneinander in nuce veranschaulicht. Schlattner weiß, wovon er schreibt; denn er hat diesen farbenprächtigen großartigen Mikrokosmos, in dem das siebenbürgische Leben spielt, ausgelebt und durchlitten. So hat er insgesamt ohne Besserwisserei, aber im Mitleiden, Ausharren und Durchstehen ein spannendes Lehrstück entworfen, aus dem Zukunftswissen geschöpft werden kann.Weiterlesen

„Frei von Missgeschick“

Blick von Besuchern auf Olympia 1936 in Berlin
Ausgabe Nr. 2543

 

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„Olympia in Berlin. Amateurfotografen sehen die Olympischen Spiele 1936“ lautet der Titel des von Emanuel Hübner vorgelegten Buches über die Olympischen Sommerspiele 1936 in Berlin.Weiterlesen

Die Stimme der Heimat

Zwei Bücher zum Thema Heimat wurden beim Sachsentreffen vorgestellt
Ausgabe Nr. 2541

 

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Eine Geschichte, wie sie nur eine Großmutter am Feuer erzählen kann. Über Krieg, über Deportation, über das Dorf und seine Nachbarschaften, die ganz normale Welt eben. In dem Buch „Deutsch-Kreuz. Geschichte, Geschichten und Leben eines siebenbürgisch-sächsischen Dorfes“, erzählt Fichen-Tante über ihr Leben, das Leben einer Siebenbürger Sächsin aus Deutsch-Kreuz/Criț. Geschrieben wurde das Buch von Ruxandra Hurezean, herausgegeben wurde es mit der Unterstützung der Michael Schmidt-Stiftung im Honterus-Verlag Hermannstadt. Am Freitag wurde dessen deutsche Fassung im Hof des Brukenthalpalais vorgestellt. Der Moderator Benjamin Jozsa, Verlagsleiter des Honterus-Verlags, hatte zunächst ein weiteres Buch von Ruxandra Hurezean vorgestellt, das nun ebenfalls in deutscher Fassung erschienen ist und den Titel „Zwischen den Welten. Siebenbürger Sachsen und Banater Schwaben erzählen“ trägt. Weiterlesen