„Vibrierendes Netz“

Bildband zu Zendersch

Ausgabe Nr. 2584

Dietlinde Lutsch, Renate Weber und Georg Weber: Bildergeschichten aus Zendersch.Schiller-Verlag Hermannstadt-Bonn, 2016, 327 Seiten, ISBN 978-3-944529-90-5

„Nahezu alle Dimensionen der Gemeinde  Zendersch schienen wie ein vibrierendes Netz in Bewegung zu sein!“. „Ich behalte mein Bild von Zendersch in meinem Herzen, wie ich es vor 1940 aufgenommen habe, ein anderes will ich nicht“. Zwei denkwürdige Sätze aus der Einführung des Bildbandes „Bildergeschichten aus Zendersch“. Weiterlesen

Von Baaßen bis Zendersch

Bildband zum Gebiet zwischen den Kokeln

Ausgabe Nr. 2584

Georg Gerster und Martin Rill: Einblicke ins Zwischenkokelgebiet. Buchversand Südost 2018. 324 Seiten. ISBN 978-3-00-059307-9

Dieser von Martin Rill herausgegebene Bildband wurde Ende Mai in Bogeschdorf vorgestellt und möchte dem Leser und Betrachter die Schönheit und Vielfalt des Kulturerbes aus 36 ehemals siebenbürgisch-sächsischen Ortschaften vorstellen und ans Herz legen: Baaßen, Belleschdorf, Bonnesdorf, Bogeschdorf, Bulkesch, Durles, Elisabethstadt, Felldorf, Großalisch, Großprobstdorf, Halwelagen, Hohndorf, Irmesch, Johannisdorf, Kirtsch, Kleinalisch, Kleinblasendorf, Kleinlasseln, Kleinprobstdorf, Langenthal, Maldorf, Maniersch, Marienburg, Michelsdorf, Nadesch, Pruden, Puschendorf, Reußdorf, Rode, Schmiegen, Schönau, Seiden, Wölz, Taterloch, Zendersch und Zuckmantel.Weiterlesen

Eine Geschichte, die berührt

Der Krimi „Novemberwut“ von Ulrich Behmann beleuchtet einen echten Fall
Ausgabe Nr. 2581

Ulrich Behmann und sein Buch.

Der Kriminalroman „Novemberwut – Der Fall Kader K. – ein Verbrechen, das die Welt erschüttert hat“, geschrieben von Ulrich Behmann, dem Chefreporter der Deister- und Weserzeitung aus Hameln, erschien 2017 im CW Niemeyer Buchverlag. Der behandelte Fall ereignete sich im November 2016 in Hameln und ist keine Fiktion.Weiterlesen

Russische Fassung der „Roten Handschuhe“

Ausgabe Nr. 2580

Im russischen Ayaks-Verlag erschien vor kurzem die von der Germanistin Vera Nikolaevna Achtyrskaja vom Deutsch-Lehrstuhl der Sankt Petersburger Staatlichen Universität (SPbGU) erstellte russische Fassung des Romans „Rote Handschuhe“ von Eginald Schlattner. Die deutsche Originalfassung war Anfang 2001 im Wiener Zsolnay-Verlag erschienen und es gibt schon eine rumänische, eine polnische, eine ungarische, eine spanische und eine portugiesische Fassung. Unser Bild: Auf der Rückseite des Buches ist die Schwarze Kirche in Kronstadt zu sehen.

Zuerst kommt die Geschichte…

HZ-Gespräch mit dem Münsteraner Autor Hans-Jürgen Feldhaus

Ausgabe Nr. 2580

Hans-Jürgen Feldhaus las im Deutschen Kulturzentrum Hermannstadt aus seinem ersten Roman und zeichnete auch dazu. Ganz spannend wurde es für die Zuhörer als die Hauptperson Jan Hensen erzählte, warum er seinen Kollegen Handrik Lehmann überhaupt nicht mag und was er mit dem Feuer im Wald zu tun hatte. Allerdings blieb es spannend für die Schüler, denn wie die Geschichte ausgeht, müssen sie selber herausfinden. Am Ende der Lesung, die leider eher knapp ausfiel, stellten die Schüler auch einige ganz clevere Fragen.                         
Foto: Ruxandra STĂNESCU

Die Schimpfwörter brachten die Sechstklässler am lautesten zum lachen, als der deutsche Illustrator und Autor Hans-Jürgen Feldhaus im Deutschen Kulturzentrum Hermannstadt aus seinem Debütroman Echt abgefahren!las. Die Wortwahl der Hauptperson Jan Hensen verursachte zwar Stirnrunzeln bei der Lehrerin, das ist allerdings auch üblich, verriet der Autor in einem Interview mit der HZ-Redakteurin             Ruxandra S t ă n e s c u. Nach der Lesung in Hermannstadt fuhr Feldhaus zu einer Lesung in Jassy,  auf Einladung des dortigen Deutschen Kulturzentrums. Und vielleicht besucht der Autor nochmals Rumänien per Motorrad…Weiterlesen

Die Welt der Erinnerung

Ausgabe Nr. 2578
Ein lesenswerter Briefroman über die Kindheit in Rumänien

Peter Rosenthal im Erasmus-Büchercafé. Foto: Cynthia PINTER

Arad und das Südbanat sind für den Autor Peter Rosenthal die Schauplätze seiner Kindheit, mit der er sich in seinem Debütroman „Entlang der Venloer Straße“ auseinandersetzt. Der Briefroman erschien 2003 im „Kiepenheuer & Witsch Verlag“ Köln und wurde vor Kurzem auch in rumänischer Sprache (Übersetzung von Hava Oren) unter dem Titel „De-a lungul strazii Venlo“ im Hasefer-Verlag herausgegeben. Peter Rosenthal machte auf seiner Reise durch Rumänien am Dienstagnachmittag (15. Mai) im Hermannstädter Erasmus/Büchercafé halt und las aus den Büchern „Entlang der Venloer Straße“ und „In die Zeit fallen“ vor.

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Selbstläufer für historisch Interessierte

Ausgabe Nr. 2578

Historische Reportagen von Rosi Gräfin Waldeck neu ins Deutsche übersetzt

 

R. G. Waldeck: Athénée Palace. Hitlers „Neue Ordnung“ kommt nach Rumänien. Mit einem Nachwort des amerikanischen Diplomaten, Historikers und versierten Rumänien Kenners Ernest H. Latham, Jr. Aus dem Amerikanischen von Dagmar Dusil und Dr. Gerlinde Roth. Pop Verlag Ludwigsburg 2018, 472 Seiten, ISBN: 978-3-86356-218-2.

 

Rosi Gräfin Waldeck, geboren 1898 in Mannheim, starb 1982 einsam und vergessen in den USA. Obwohl die Journalistin einige Jahrzehnte zuvor unstrittig zu den schillerndsten Erscheinungen ihrer Zeit gehörte. Sie legte am Anfang ihrer farbenfrohen Biografie das Abitur ab, eine Seltenheit für eine Frau von damals, studierte später Kunstgeschichte, liebte gern ältere Männer und heiratete öfters. Zunächst den Gynäkologen Ernst Gräfenberg, nach ihm ist der „G-Punkt“ benannt. Als zielstrebige junge Frau ging sie später eine Beziehung mit dem verwitweten Franz Ullstein ein. Eine Liaison, welche am ausgeprägten Standesdünkel der Verlagsfamilie knallhart scheiterte. Ihr blieb als Erbmasse immerhin eine fürstliche Abfindung. Später ehelichte die Jüdin, welche zum Katholizismus konvertierte, in Amerika den ungarischen Grafen Armin von Waldeck.Weiterlesen

„…an dem ich gerade schreibe“

Elena Dumitrescu-Nentwig las im Erasmus-Büchercafé

Ausgabe Nr. 2577

Luminița Mihai-Cioabă, Elena Dumitrescu-Nentwig und Beatrice Ungar bei der Buchvorstellung im Erasmus-Büchercafé (v. l. n. r.). Foto: Fred NUSS

Auf die Frage, welches ihrer Bücher sie am liebsten habe, antwortete die Autorin Elena Dumitrescu-Nentwig: „Das, an dem ich gerade schreibe“. Sie verriet zwar nicht, worum es sich bei dem Buch handelt, man darf aber getrost darauf gespannt sein, denn bisher haben alle ihre Veröffentlichungen Erfolg gehabt. Ihr Roman Credinciosul meu dușman“ (Mein treuer Feind) wurde sogar mit dem Itaca-Prosapreis der rumänischen Diaspora ausgezeichnet. Am 5. Mai hat sie in Dublin persönlich die Auszeichnung entgegennehmen dürfen.

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Morde in ganz Europa

Volkskundlerin legt ersten „Ethno-Krimi“ vor

Ausgabe Nr. 2577

Marlies Barbara Lenz: Ohne Gnade. Ein Karpaten Krimi. Verlag Marlies Barbara Lenz 2018. 235 Seiten. ISBN 978-3-00-059680-3.

„Ohne Gnade“ ist laut Untertitel ein „Karpaten Krimi“, in dem die gebürtige Rumeser Volkskundlerin Marlies Barbara Lenz über geheimnisvolle Morde in Rumänien und weiteren Teilen Europas schreibt. Die Autorin selbst nennt das Buch ihren „ersten Ethno-Krimi“.

 

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