Schreiben als Therapie

Lesung mit Karin Macke im Erasmus-Büchercafé

Ausgabe Nr. 2549

Die Lesung von Karin Macke (stehend) war gut besucht. Foto: die Verfasserin

Das Erasmus-Büchercafé ist ein Ort zum Lesen und Schreiben und am Dienstag, 26. September 2017 war es auch ein Ort zum Lesen und Schreiben über das Lesen und Schreiben. „Schreiben schreiben schreiben schreiben schreiben schreiben schreiben schreiben.“ So begann die Karin Macke ihre Lesung. Sie ist Autorin, Mitgründerin der Akademie für Text und Therapie Sprachraum und des Vereins grauenfruppe und vieles weitere. Sie will, dass Kinder und Erwachsene ihre Freude am Schreiben (wieder)entdecken. Man solle mit Worten spielen, sich trauen, Fehler zu machen, Neues auszuprobieren. „Viele denken, dass sie nicht schreiben können. Gerade von der Schule her, wo alles immer falsch oder richtig sein muss.“ Dabei habe Schreiben eine therapeutische Wirkung.Weiterlesen

Das Eigene und das Fremde

Beobachtungen zu einem Buch über die Romantrilogie von Eginald Schlattner
Ausgabe Nr. 2545

 

Noch schwärmen Siebenbürger Sachsen von ihrem großartigen Treffen in Hermannstadt Anfang August 2017. Werden die Enkel der Ausgewanderten nach dieser Inspiration mit neuem Schwung mehr und mehr Aufgaben auch in der süßen Heimat übernehmen und diese auf sächsische Art stärken? Mir ist diese Sicht auf die Zukunft genauso kürzlich freundschaftlich mitgeteilt worden. Hierbei handelt es sich selbstredend um eine spontane Äußerung nach einem aktuellen Ereignis Andererseits gibt es immer noch festgefahrene Positionen. Eine solche Haltung wird beispielsweise von einer kritischen Sächsin zitiert, die den Kontakt zu ihrer Herkunftskultur bewusst abgebrochen hat: „Die Sachsen sind alles, die anderen sind minderwertig.“ (S.Pichotta: „Schicksale – Deutsche Zeitzeugen in Rumänien“, Schiller-Verlag Hermannstadt-Bonn 2013, S. 111). Seinerzeit ist kein Aufschrei des Für und Wider gegenüber dieser Einstellung zu hören gewesen, aber ganz unabhängig von Ethnozentrismus und Event hat Andreea Dumitru 2017 ein Buch vorgelegt, das den Beziehungen, Wechselwirkungen und Ergebnissen im Zusammenleben der verschiedenen Völker in Rumänien nachgeht, und zwar anhand von Eginald Schlattners Romantrilogie. Die Autorin entfaltet eingängig und schlüssig, wie Schlattner die Welt des Mit-, Neben- und bisweilen auch Gegeneinander in nuce veranschaulicht. Schlattner weiß, wovon er schreibt; denn er hat diesen farbenprächtigen großartigen Mikrokosmos, in dem das siebenbürgische Leben spielt, ausgelebt und durchlitten. So hat er insgesamt ohne Besserwisserei, aber im Mitleiden, Ausharren und Durchstehen ein spannendes Lehrstück entworfen, aus dem Zukunftswissen geschöpft werden kann.Weiterlesen

„Frei von Missgeschick“

Blick von Besuchern auf Olympia 1936 in Berlin
Ausgabe Nr. 2543

 

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„Olympia in Berlin. Amateurfotografen sehen die Olympischen Spiele 1936“ lautet der Titel des von Emanuel Hübner vorgelegten Buches über die Olympischen Sommerspiele 1936 in Berlin.Weiterlesen

Die Stimme der Heimat

Zwei Bücher zum Thema Heimat wurden beim Sachsentreffen vorgestellt
Ausgabe Nr. 2541

 

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Eine Geschichte, wie sie nur eine Großmutter am Feuer erzählen kann. Über Krieg, über Deportation, über das Dorf und seine Nachbarschaften, die ganz normale Welt eben. In dem Buch „Deutsch-Kreuz. Geschichte, Geschichten und Leben eines siebenbürgisch-sächsischen Dorfes“, erzählt Fichen-Tante über ihr Leben, das Leben einer Siebenbürger Sächsin aus Deutsch-Kreuz/Criț. Geschrieben wurde das Buch von Ruxandra Hurezean, herausgegeben wurde es mit der Unterstützung der Michael Schmidt-Stiftung im Honterus-Verlag Hermannstadt. Am Freitag wurde dessen deutsche Fassung im Hof des Brukenthalpalais vorgestellt. Der Moderator Benjamin Jozsa, Verlagsleiter des Honterus-Verlags, hatte zunächst ein weiteres Buch von Ruxandra Hurezean vorgestellt, das nun ebenfalls in deutscher Fassung erschienen ist und den Titel „Zwischen den Welten. Siebenbürger Sachsen und Banater Schwaben erzählen“ trägt. Weiterlesen

„Ich denke mich durch Hermannstadt“

Buchvorstellung mit besonderem musikalischen Rahmen im Spiegelsaal
Ausgabe Nr. 2541

 

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Ich denke mich durch Hermannstadt“ lautet eine Zeile in dem Gedicht Hermannstadt im Alphabet der Götter“ das die Herausgeberin Dagmar Zink Dusil zur Klavierbegleitung des Nachwuchspianisten Alexandru Simirad bei der Vorstellung des Buches Hermannstadt. Fakten Bilder Worte“ am Samstag im Spiegelsaal vorlas. In dem Vorwort dazu schreibt sie u. a.: Protagonistin des Buches ist Hermannstadt, die Brücke, die alle in der ganzen Welt verstreuten Hermannstädter verbindet, die Stadt, die uns geprägt hat.“ Nun haben die Hermannstädter und nicht nur sie die Möglichkeit über mehr als 450 Seiten sich durch Hermannstadt zu lesen“.Weiterlesen

Humorvoll auf der Suche

Gábor Fónyad las aus seinem Roman „Zuerst der Tee“
Ausgabe Nr. 2533

 

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Eine humorvolle Geschichte eines jungen Mannes, der sich in einer englischen Kleinstadt auf die Suche nach seinem wissenschaftlichen Durchbruch macht, erzählt der Wiener Autor Gábor Fónyad in seinem Debütroman Zuerst der Tee“, aus dem er Ende Mai im Erasmus-Büchercafé gelesen hat.Weiterlesen

„Bohnen, Flittchen, Diebe“

Dagmar Dusil las im thüringischen Bad Lobenstein
Ausgabe Nr. 2531

 

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Mit einer Hommage an die Küche und das Leben in Siebenbürgen erfreute am Internationalen Museumstag das Regionalmuseum im thüringischen Bad Lobenstein ein Publikum, welches vorab aus allen Himmelsrichtungen angereist war. Die in Hermannstadt geborene Literatin Dagmar Dusil warf dabei oftmals einen vergnüglichen Blick auf den Alltag in ihrer alten Heimat. Weiterlesen