„Als Lehrer hat man viel zu erzählen!”

Ausgabe Nr. 2431
 

Deutschlehrerin und Autorin Angelika Bohn las im Deutschen Kulturzentrum

 

Deutsch als Fremdsprache zu lernen, ist nicht unbedingt einfach, aber auch Deutsch zu unterrichten kann schwierig sein. Oder auch witzig, wie die Deutschlehrerin und Autorin Angelika Bohn im Laufe der Jahre feststellen konnte. Einen Teil ihrer Erfahrungen hat sie im Buch „Wem die Deutschstunde schlägt” veröffentlicht. Bei der Lesung im Deutschen Kulturzentrum Hermannstadt amüsierte sich das Publikum und so mancher Lehrer oder Deutschlernende konnte sich hie und da erkennen, besonders wer frustriert die „unsinnigen” Regeln und Ausnahmen lernen musste, auch wenn sicherlich kaum einer zugibt, Deutschkurse zu besuchen, nur um Flirtpartner zu finden. Erwachsenen Deutsch beizubringen bringt aber ungeahnte Herausforderungen, wie Angelika Bohn feststellte und glücklicherweise auch mitteilte. Darüber sprach sie mit HZ-Redakteurin Ruxandra S T Ă N E S C U.

 

Sie sind gebürtige Rumänin?

Ich bin in Mediasch geboren, mit 12 sind wir mit meiner Familie nach Deutschland umgezogen, habe dann Germanistik und Anglistik in Heidelberg und North Bay/Kanada studiert. Direkt nach dem Studium habe ich angefangen zu arbeiten und habe diesen Job ausgesucht, ich unterrichte Deutsch für Erwachsene.

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Neugierig und wissbegierig

Ausgabe Nr. 2430
 

Neues Buch von Hedwig Brenner erschienen

 

Auf  Menschen zugehen zu können ist eine Gabe, mit ihnen zu sprechen, von ihnen zu erfahren, eine Bereicherung des Lebens. Sich Jahrzehnte später an diese Begegnungen zu erinnern, eine Gnade! Hedwig Brenner, die Autorin des Buches „Begegnungen mit Menschen und Städten. 1919-2014", das vor kurzem im Hartung-Gorre Verlag Konstanz erschienen ist, durchstreifte Städte vor unendlich vielen Jahren, begegnete zufällig in Parks und auf Plätzen alten Bekannten oder Unbekannten, die zu Freunden wurden.

Die Schilderungen in diesem Buch sind nicht erfunden, erlebt und aufgeschrieben wurden sie von einer kommunikativen weltoffenen sechsundneunzigjährigen Dame, einer Czernowitzerin, eben Hedwig Brenner, wie bereits erwähnt. Geboren wurde die Schriftstellerin 1918 in der Bukowina, im deutschsprachigen Buchenland, das einst bis zum Ende des Ersten Weltkrieges zur Donaumonarchie gehörte, dann zum Königreich Rumänien kam, 1945 gar zur Sowjetunion und dessen nördlicher Teil mit Czernowitz seit 1990 zur Ukraine gehört.

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Von Leibniz angeregt

Ausgabe Nr. 2429
 

10. Band des Siebenbürgisch-Sächsischen Wörterbuchs

 

Vom Siebenbürgisch-Sächsischen Wörterbuch (SSWB), dessen Schaffung bereits von dem großen Philosophen und Sprachforscher Leibniz angeregt worden war, sind inzwischen neun Bände erschienen. Der vorliegende zehnte Band (S–Schenkwein) ist im Rahmen des Hermannstädter Forschungsinstituts für Geisteswissenschaften, das der Rumänischen Akademie (Bukarest) unterstellt ist, erarbeitet worden. Unser besonderer Dank für die Förderung der Drucklegung dieses Bandes gilt dem Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas e.V. an der Ludwig-Maximilians-Universität München sowie dem Demokratischen Forum der Deutschen in Hermannstadt. Für die sorgfältige Drucklegung sei der Honterusdruckerei gedankt.

 

 

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Bücher vom Prinzen

Ausgabe Nr. 2428
 

Prinz auf Rädern: Unter dem Motto Cărțile copilăriei" (Die Bücher der Kindheit), befindet sich Prinz Nicolae auf Radtour, um Werbung für das Lesen unter den Schülern in Rumänien zu machen. Unser Bild: Am Montag besuchte der Prinz (stehend) und die Vertreter des Verlags Curtea Veche die Schule Nr. 4 in Hermannstadt, wo er im Turnsaal eine Begegnung mit Schülerinnen und Schülern hatte, denen er eine Bücherspende aus der Reihe Cărțile copilăriei" des Verlags Curtea Veche überreichte.                 

Foto: Fred NUSS

 

„Keine provinzielle Enge“

Ausgabe Nr. 2426
 

Aus dem Archiv der Hermannstädter Zeitung: Gespräch mit Günter Grass

 

Sein Roman Die Blechtrommel" erschien 1959, 1969 war er in Rumänien auf Lesereise unterwegs, dreißig Jahre danach erhielt der deutsche Schriftsteller Günter Grass den Nobelpreis für Literatur. Am Montag, den 13. April 2015 ist der am 16. Oktober 1927 in Danzig/Gdansk geborene Schriftsteller, den Hellmuth Karasek eine monumentale Jahrhundertfigur der Weltliteratur" nannte, in Lübeck gestorben. Aus aktuellem Anlass können Sie im Folgenden das Interview lesen, das der Literaturhistoriker Walter Engel mit Günter Grass in Hermannstadt geführt hat und das in der Hermannstädter Zeitung vom 14. November 1969 abgedruckt worden ist.

 

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Schuld und Sühne auf der Lügenbrücke

Ausgabe Nr. 2424
 

Neuer Roman von Beatrix Binder spielt in Hermannstadt

 

Einen Roman zu schreiben ist nicht leicht. Und dann noch den richtigen Titel zu wählen ist eine Kunst. „Die Lügenbrücke“ ist ein ziemlich gelungener Titel. Für einen Nichtkenner der Hermannstädter Geschichte würde eine Lügenbrücke auf viel Dramatik und bestimmt auf eine Liebesgeschichte hindeuten. Und da läge er nicht einmal so falsch. Der neue Roman von Beatrix Binder „Die Lügenbrücke“ ist vor kurzer Zeit im „Der Kleine Buch Verlag“ in Karlsruhe erschienen.

 

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„Ökumene ist das Gebot der Stunde“

Ausgabe Nr. 2423
 

Präsentation zweier Bücher von Prof. Dr. Dr. h.c. Christoph Klein

 

Mit einem Klavierstück, gespielt von Musikwart Jürg Leutert, das der Veranstaltung eine weitere Dimension der Feierlichkeit verliehen hat, gefolgt von der Begrüßungsrede des Bischofs Reinhart Guib, begann am 19. März, pünktlich um 11 Uhr die Präsentation der Bücher „Kirche mit anderen“ und „Geistliche Leitbilder und Weggefährten“ von Bischof em. D. Dr. Christoph Klein im Bischofspalais der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien in Hermannstadt.

 

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