Reformationsfeiern und Gedenken der Reformation auf dem Gebiet unserer Kirche im 19. und 20. Jahrhundert

Vortrag von Wolfgang H. Rehner, gehalten am 31. Oktober 2016 in Michelsberg zum Reformationsfest (I)
Ausgabe Nr. 2511
Mit dem Reformationsfest 2016 haben die weltweiten Gedächtnisfeiern bereits begonnen, welche über ein Jahr, das ist im Oktober 2017, ihren Höhepunkt erreichen sollen. Die Reformation im 16. Jahrhundert war eine umfassende Bewegung, die nicht nur die Kirche betraf, sondern die gesamte soziale und geistige Entwicklung Europas förderte. Aus dieser Bewegung gingen die protestantischen Kirchen hervor, aber auch die katholische Kirche wurde durch sie neu geordnet und selbst die orthodoxe Kirche, die am wenigsten davon betroffen war, hat in Siebenbürgen einige Impulse davon mitbekommen. Heute fragen wir danach, wie die Siebenbürger Sachsen seither dieser Umwälzungen im 16. Jahrhundert gedacht haben und wie dieses Gedenken in öffentlichen Feiern zum Ausdruck kam. 

Weiterlesen

„Risse im Eisernen Vorhang“

Neues Buch über Familienzusammenführung und Aussiedlung
Ausgabe Nr. 2511

5-wege-in-die-freiheit

Es gab sie also doch: Die ,,Risse im Eisernen Vorhang“, der Mauer zwischen Ost und West, zwischen Unfreiheit und Freiheit. Einer davon: Die Aktion „Kanal“, ein gut gehütetes Geheimnis der Jahre 1968 bis 1989 und zu Teilen immer noch geheim. Auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges wollte diese Aktion Wunden des Weltkrieges schließen, Familien zusammenführen und Deutschen den Weg aus dem kommunistischen Rumänien in die Freiheit der Bundesrepublik öffnen.

Weiterlesen

Von der Piccoloflöte

2511

Wort des Ehrenvorsitzenden Univ.-Prof. Dr. Dres. h.c. Paul Philippi
an die Vertreterversammlung des DFDR am 10.12.2016 in Hermannstadt

3-jahrbuch2017 

Vor zwei Jahren hat Rumänien seinen neuen Staatspräsidenten gewählt. Dass es ein „Minderheitler“ geworden ist, hat allgemein verwundert. Und es wurde vielerorts als ein gutes Zeichen für die europäische Aufgeschlossenheit unseres Landes gewertet. Jetzt aber naht das Jubiläumsjahr 2018 und in dessen Sog mehren sich in der Politik Töne, wie sie 2014, im Wahlkampf um die Präsidentschaft, als gegenläufige Stimmen auch schon laut geworden waren. Sie richteten sich damals gegen „den Minderheitler”. Neuerdings hört man diese Stimmen offen an alte ethnisch-nationalistische Emotionen appellieren. An Emotionen, die man politisch eigentlich für im Grundsatz überwunden halten konnte. Denn Rumänien hatte nach 1990 an europäischer Reife zugenommen und manche der ultranationalistischen Parteien waren bedeutungslos geworden. Die Minderheitengesetzgebung unseres Landes z. B. kann sich in Europa schon sehen lassen. Aber als Vertreter der deutschen Gemeinschaften Rumäniens werden wir auch auf die verstärkt aufkommenden Stimmen des alten Ultranationalismus aufmerksam achten müssen: Erinnern wir uns:

Weiterlesen

Von der Gefahr der Selbstzensur

Workshop Investigativer Journalismus an der Evangelischen Akademie
Ausgabe Nr. 2510
 

4-journalistik

Bei einer Fortbildung zum Thema Anti-Korruption und Investigativer Journalismus lernten Journalisten aus Rumänien und der Republik Moldova, wie sie Skandale aufdecken, effektiv recherchieren und ihre Computer verschlüsseln können. Drei Tage lang hörten sie bei dem Workshop ‒ gemeinsam organisiert von der Friedrich-Naumann-Stiftung und der Evangelischen Akademie in Hermannstadt ‒ Vorträge von Profis ihres Fachs. Gegen staatliche Beeinflussung können sie sich nun viel besser schützen. Eines jedoch wurde schnell klar: Die größte Bedrohung für die Pressefreiheit kommt meist aus einer ganz anderen Ecke. Weiterlesen

Interkulturalität und kein Ende

Streiflichter von der Tagung der Hermannstädter Germanistik
Ausgabe Nr. 2509
4-joachim

Wenn es denn so etwas wie Trends gibt in einer bewusst wenig trendigen Wissenschaft wie der Germanistik, dann lautet ein aktueller „Interkulturalität“. Dank Globalisierung und wachsenden Migrationsströmen wurde die Vermischung verschiedener Kulturen und Sprachen auch für die Germanistik zu einem immer beliebteren Untersuchungsgegenstand. Für das Diskutieren darüber eignen sich wohl wenige Orte auf der Welt besser als das plurikulturelle Siebenbürgen. Die diesjährige Tagung der Hermannstädter Germanistik tat nun eben das vom 24. bis zum 26. November unter dem Motto „Zwischen Fakten und Deutung. Wege interkultureller Germanistik“. Weiterlesen

„Wir Frauen sind gefordert“

Tagung des Bundesfrauenreferats in Bad Kissingen
Ausgabe Nr. 2508
 

ii-bad-kissingen

Das Bundesreferat für Frauen, Familie und Aussiedlerbetreuung des Verbandes der Siebenbürger Sachsen veranstaltete vom 11. bis 13. November d. J. in Zusammenarbeit mit der Bildungs- und Begegnungsstätte „Der Heiligenhof“ in Bad Kissingen eine Tagung zum Thema „Nachbarschaften in Europa. Zur Rolle der nationalen Minderheiten im östlichen Europa“. Frauenreferentinnen aber auch interessierte ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Verbandes sowie Gäste aus Rumänien nahmen daran teil.Weiterlesen

Von der Mutter zu lernen: Ein Privileg

US-Geiger Nicholas Kitchen bestritt Schlusskonzert im Heltauer Musiksalon
Ausgabe Nr. 2506
5-iacobescu-und-kitchen

Anfang 2015 gründeten US-amerikanische Musiker die Erich Bergel&Dorothy Kitchen Foundation mit dem Ziel, einen internationalen Violin-Wettbewerb für Nachwuchsgeiger zu veranstalten. Initiator ist der in Heltau geborene Mihai (Mitch) Scurtu, der seit mehreren Jahrzehnten in Hills Borough/North Carolina lebt und Erich Bergel sen. am Heltauer deutschen Gymnasium als Lehrer hatte. Erich Bergel jun. (1930-1998), der eine Namensgeber der Stiftung, war in den USA u. a. Chefdirigent des Houston Symphony Orchestra und ab 1989 Chefdirigent der Budapester Philharmoniker. Die Musikpädagogin Dorothy Kitchen von der Duke-University North Carolina, die Erich Bergel jun. persönlich gekannt hat, war von Scurtus Idee begeistert und so kam es im März 2015 zu dem ersten Wettbewerb in Heltau. Die zweite Veranstaltung der Stiftung fand vom 4. bis 6. November d. J. als „Internationales Festival Erich Bergel – Dorothy Kitchen“ ebenfalls in Heltau statt, in Zusammenarbeit mit dem Kulturverein Remember Enescu, der evangelischen Kirchengemeinde und dem Bürgermeisteramt von Heltau.  Weiterlesen

Sonderfall Rumänien

Gut besuchter Vortrag von Dr. Mathias Beer
Ausgabe Nr. 2506
 4-mathias-beer

Warum wurden die Deutschen nicht aus Rumänien vertrieben? Dieser Frage ging der Zeithistoriker Dr. Mathias Beer – ein gebürtiger Hermannstädter – am 1. November in seinem Vortrag im Erasmus-Büchercafé nach. Mit seinem Interesse an diesem Rätsel der Geschichte ist er nicht allein: So viele Zuhörer kamen in das Büchercafé, dass immer weitere Stühle herbeigeschafft werden mussten und diese auch dann gerade noch reichten. Selbst die Veranstalter hatten scheinbar keinen so großen Andrang erwartet. Nur acht Exemplare von Dr. Beers Buch „Flucht und Vertreibung der Deutschen“ lagen zum Verkauf bereit, sie waren sofort vergriffen.  Weiterlesen