Von der Gefahr der Selbstzensur

Workshop Investigativer Journalismus an der Evangelischen Akademie
Ausgabe Nr. 2510
 

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Bei einer Fortbildung zum Thema Anti-Korruption und Investigativer Journalismus lernten Journalisten aus Rumänien und der Republik Moldova, wie sie Skandale aufdecken, effektiv recherchieren und ihre Computer verschlüsseln können. Drei Tage lang hörten sie bei dem Workshop ‒ gemeinsam organisiert von der Friedrich-Naumann-Stiftung und der Evangelischen Akademie in Hermannstadt ‒ Vorträge von Profis ihres Fachs. Gegen staatliche Beeinflussung können sie sich nun viel besser schützen. Eines jedoch wurde schnell klar: Die größte Bedrohung für die Pressefreiheit kommt meist aus einer ganz anderen Ecke. Weiterlesen

Interkulturalität und kein Ende

Streiflichter von der Tagung der Hermannstädter Germanistik
Ausgabe Nr. 2509
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Wenn es denn so etwas wie Trends gibt in einer bewusst wenig trendigen Wissenschaft wie der Germanistik, dann lautet ein aktueller „Interkulturalität“. Dank Globalisierung und wachsenden Migrationsströmen wurde die Vermischung verschiedener Kulturen und Sprachen auch für die Germanistik zu einem immer beliebteren Untersuchungsgegenstand. Für das Diskutieren darüber eignen sich wohl wenige Orte auf der Welt besser als das plurikulturelle Siebenbürgen. Die diesjährige Tagung der Hermannstädter Germanistik tat nun eben das vom 24. bis zum 26. November unter dem Motto „Zwischen Fakten und Deutung. Wege interkultureller Germanistik“. Weiterlesen

„Wir Frauen sind gefordert“

Tagung des Bundesfrauenreferats in Bad Kissingen
Ausgabe Nr. 2508
 

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Das Bundesreferat für Frauen, Familie und Aussiedlerbetreuung des Verbandes der Siebenbürger Sachsen veranstaltete vom 11. bis 13. November d. J. in Zusammenarbeit mit der Bildungs- und Begegnungsstätte „Der Heiligenhof“ in Bad Kissingen eine Tagung zum Thema „Nachbarschaften in Europa. Zur Rolle der nationalen Minderheiten im östlichen Europa“. Frauenreferentinnen aber auch interessierte ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Verbandes sowie Gäste aus Rumänien nahmen daran teil.Weiterlesen

Von der Mutter zu lernen: Ein Privileg

US-Geiger Nicholas Kitchen bestritt Schlusskonzert im Heltauer Musiksalon
Ausgabe Nr. 2506
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Anfang 2015 gründeten US-amerikanische Musiker die Erich Bergel&Dorothy Kitchen Foundation mit dem Ziel, einen internationalen Violin-Wettbewerb für Nachwuchsgeiger zu veranstalten. Initiator ist der in Heltau geborene Mihai (Mitch) Scurtu, der seit mehreren Jahrzehnten in Hills Borough/North Carolina lebt und Erich Bergel sen. am Heltauer deutschen Gymnasium als Lehrer hatte. Erich Bergel jun. (1930-1998), der eine Namensgeber der Stiftung, war in den USA u. a. Chefdirigent des Houston Symphony Orchestra und ab 1989 Chefdirigent der Budapester Philharmoniker. Die Musikpädagogin Dorothy Kitchen von der Duke-University North Carolina, die Erich Bergel jun. persönlich gekannt hat, war von Scurtus Idee begeistert und so kam es im März 2015 zu dem ersten Wettbewerb in Heltau. Die zweite Veranstaltung der Stiftung fand vom 4. bis 6. November d. J. als „Internationales Festival Erich Bergel – Dorothy Kitchen“ ebenfalls in Heltau statt, in Zusammenarbeit mit dem Kulturverein Remember Enescu, der evangelischen Kirchengemeinde und dem Bürgermeisteramt von Heltau.  Weiterlesen

Sonderfall Rumänien

Gut besuchter Vortrag von Dr. Mathias Beer
Ausgabe Nr. 2506
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Warum wurden die Deutschen nicht aus Rumänien vertrieben? Dieser Frage ging der Zeithistoriker Dr. Mathias Beer – ein gebürtiger Hermannstädter – am 1. November in seinem Vortrag im Erasmus-Büchercafé nach. Mit seinem Interesse an diesem Rätsel der Geschichte ist er nicht allein: So viele Zuhörer kamen in das Büchercafé, dass immer weitere Stühle herbeigeschafft werden mussten und diese auch dann gerade noch reichten. Selbst die Veranstalter hatten scheinbar keinen so großen Andrang erwartet. Nur acht Exemplare von Dr. Beers Buch „Flucht und Vertreibung der Deutschen“ lagen zum Verkauf bereit, sie waren sofort vergriffen.  Weiterlesen

Toleranz kann töten

Premiere von Biedermann und die Brandstifter
Ausgabe Nr. 2506
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Eines der im deutschsprachigen Raum am meisten aufgeführten Theaterstücke feierte am Samstagabend (5. November) Premiere an der deutschen Abteilung des Radu Stanca-Nationaltheaters Hermannstadt. Gavriil Pinte inszenierte Max Frischs „Biedermann und die Brandstifter“, von dem er sagt, es sei eines jener Stücke, das heute aktueller sei als zur Zeit seiner Erschaffung.
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Habent sua fata libelli oder So haben die Büchlein ihr Schicksal

Persönliche Betrachtungen zu dem zweisprachigen Gedichtband „Rot/roșu“ von Christel Ungar
Ausgabe Nr. 2506
 i-carte-christel-ungarDass ich diese besinnlichen Zeilen über Christel Ungars schmalen, von Beatrice Ungar ins Rumänische übertragenen Gedichtband Rot/roșu“ – zu dem Nora Iuga das berückende Vorwort geschrieben hat –, dass ich also meine Hommage an Christel Ungar, die Dichterin, aber auch an ihre Schwester Beatrice, die Übersetzerin, mit diesem zweiten Teil des Verses des römischen Dichters Terentianus Maurus (Ende des 3. Jahrhunderts n. Chr.) beginne: (Pro captu lectoris)habent sua fata libelli / (Ganz wie der Leser sie fasst,) so haben die Büchlein ihr Schicksal, dass ich also diese Betrachtungen damit beginne, kommt daher, dass dieser Band seit seiner unvergesslichen Vorstellung im Festsaal der ASTRA- Bibliothek (am 19. Juni 2016, im Rahmen des Internationalen Theaterfestivals) auf meinem Schreibtisch liegt.
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