Am Sonntag ist Urzellauf in Agnetheln

Ausgabe Nr. 2563

Der Brauch des Urzellaufs in Agnetheln wurde am 5. Februar 2006 wieder aufgenommen, damals liefen Viertklässler mit ihrem Lehrer Bogdan Pătru durch die Stadt. Am 27. Januar 2007 fand dann der erste offizielle Urzellauf des inzwischen gegründeten Agnethler Vereins „Breasla Lolelor“ (Urzelnzunft) statt. Am Sonntag, dem 28. Januar d. J. findet der elfte Lauf statt. Die Urzeln starten zu den Klängen der „Neppendörfer Blaskapelle“ (Leitung: Liviu Aspru) bei der Imix-Fabrik und laufen vor das Rathaus im Stadtzentrum, wo eine Darbietung der verschiedenen Gestalten des Umzugs und ein Auftritt der Agnethler Volkstanzgruppe (Leitung: Ioan Sârbu) geplant ist. Zwischen 12 und 18 Uhr laufen die zotteligen Gestalten durch die Stadt und laden zum Urzelnball ein, der um 20 Uhr im Prut-Sportsaal stattfindet. Unser Bild: Urzeln mit furchterregenden Masken aber auch mit leckeren Krapfen in der eigens dafür entworfenen Quetsche.                    

Foto: Beatrice UNGAR

Bald unterirdische Parkplätze

Bürgermeisterin Astrid Fodor stellte Haushaltsplan 2018 vor
Ausgabe Nr. 2563

Bürgermeisterin Astrid Fodor wurde von den anwesenden Journalisten bei der Pressekonferenz nicht nur zum städtischen Haushalt befragt sondern auch zum leidigen Thema der Schneeräumung und zur aktuellen innenpolitischen Lage. U. a. sagte Fodor, Staatspräsident Klaus Johannis habe richtig gehandelt, indem er die von der PSD vorgeschlagene Person mit der Regierungsneubildung beauftragt hat.                        
Foto: Werner FINK

Auf ihrer ersten Pressekonferenz stellte Bürgermeisterin Astrid Fodor am 18. Januar den Haushaltsplan der Stadtverwaltung Hermannstadts für das Jahr 2018 vor. Die Einnahmen der Stadt werden 2018 laut Haushaltsplan auf 660,4 Millionen Lei geschätzt und damit geringer sein als 2017. Die Ursachen sind die Gesetzesänderungen u. a. zur Senkung der Einkommenssteuer. Bei den Ausgaben spielen im Bereich laufende Kosten die Kultur, der Sport und die Erholung dieses Jahr eine bedeutende Rolle. Weiterlesen

„Ich bin ein alter Landler“

Gespräch über Siebenbürgen und Bukarest mit Hans Liebhardt (1934-2017)

Ausgabe Nr. 2563

Hans Liebhardt (1934-2017).
Foto: Christel WOLLMANN-FIEDLER

Der Nachlass des am 30. September 2017 verstorbenen Journalisten und Autors Hans Liebhardt konnte, laut einer Meldung der Literaturwissenschaftlerin Michaela Nowotnick Ende 2017 in das Zentralarchiv der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien (ZAEKR) übernommen werden. Liebhardt, am 30. Januar 1934 in Großpold geboren, war seit 1952 für die Redaktion des Neuen Wegs bzw. der Allgemeinen Deutschen Zeitung für Rumänien (ADZ) in Bukarest tätig und festes Mitglied des deutschsprachigen Rundfunks und Fernsehfunks in Rumänien. Der Privatnachlass Hans Liebhardts enthält Manuskripte in unterschiedlichen Bearbeitungsstufen, Fotografien sowie Dokumente wie Ausweise und Auszeichnungen. Neben Zeichnungen, u. a. von Roswith Capesius, mit der Liebhardt bis zu deren Tod im Jahr 1984 zusammenlebte, finden sich darin auch einige Widmungsexemplare.

Der Bestand wird laut Nowotnick nach der Erschließung durch das ZAEKR für die Forschung zugänglich sein.

Aus aktuellem Anlass, Hans Liebhardt würde am 30. Januar 2018 seinen 84. Geburtstag feiern, veröffentlichen wir im Folgenden ein Interview, das Hans Liebhardt am 17. September 2014 der Berliner HZ-Mitarbeiterin Christel W o l l m a n n – F i e d l e r in Bukarest gewährt hat.Weiterlesen

Sie hatte immer einen Zeichenblock dabei

Zu einem Buch über die Malerin und Schriftstellerin Mathilde Roth (1873-1934)

Ausgabe Nr. 2563

Mathilde Roth in Hermannstädter Tracht, März 1924 in Zürich.
Foto: Wilhelm PLEYER

Mathilde Roth gehört zu jenen Siebenbürgerinnen, die es im Zuge der Frauenemanzipation um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert gewagt haben, im Ausland bildende Kunst zu studieren, um diesen Beruf danach in der Heimat auszuüben (in ihrem Fall nur zeitweilig). Vor Mathilde Roth waren die Schässburgerin Betty Schuller (1860-1904), die Hermannstädterin Hermine Hufnagel (1864-1897) und die Kronstädterin Lotte Golschmidt (1871-1925) den gleichen Weg gegangen, gefolgt von Anna Dörschlag (1869-1947), der Tochter des bekannten Zeichenlehrers und Malers Carl Dörschlag (1832-1917).

Die 1873 in Hermannstadt geborene Mathilde Roth, die bereits 1910 Siebenbürgen verlassen hatte, war beinahe in Vergessenheit geraten, wurde jedoch 2013, dank der Veröffentlichung einer ihr gewidmeten Monografie, verfasst von der Urnichte Helga Lutsch, aus dem Dornröschenschlaf geweckt.Weiterlesen

Hörerlebnisse der besonderen Art

Streiflichter von zwei Konzerten an der Hermannstädter Staatsphilharmonie

Ausgabe Nr. 2563

Mohai Bálint (links) und Ádám Ráduly bedankten sich mit einer Zugabe beim Publikum, der Dirigent Alexandre Myrat hört aufmerksam zu.
Foto: Beatrice UNGAR

„Beethoven dagegen liebte mehr die kurzen und heftigen Generalpausen, Pausen wie Donnerhall, Pausen, die zum Appell rufen oder in den Lauf der Zeit hineinstürzen wie Felsblöcke. Die ‚Coriolan‘-Ouvertüre fängt so an, die ‚Eroica‘, die ‚Pathétique’… Auch viele der Sinfonien enden mit Paukenschlägen – wenn sie denn enden.“ So lautet der letzte Abschnitt des Beitrags „Dramatische Stille. Zur Musik gehören auch Pausen“ von Eleonore Büning, veröffentlicht in der Internationalen Ausgabe der Neuen Zürcher Zeitung vom 23. Dezember 2017. Das Zitat nimmt gewissermaßen das Geschehen im Konzert der Hermannstädter Staatsphilharmonie vom 18. Januar 2018 vorweg, dessen Höhepunkt Beethovens dritte Sinfonie war.Weiterlesen

Es flogen die Fäuste

Bei der Kickbox-Gala „Super Pro Fight Night“

Ausgabe Nr. 2563

Darryl Verdonk (Niederlanden) versucht durch einen Kick seinen Gegner Andrei Pisari aus Klausenburg zu Fall zu bringen. Den Punktesieg erkämpfte sich allerdings Andrei Pisari.  
Foto: Cynthia PINTER

Außer Basketball, Handball und Fußball, kann man ab und zu besonderen Sportveranstaltungen in Hermannstadt beiwohnen. Eine solche war die „Super Pro Fight Night“, die am Samstag, dem 20. Januar, in der Transilvania-Halle stattfand. Die Veranstalter vom Superpro Romania Team versprachen einen explosiven Abend mit spannenden Kämpfen, zwei Box- und acht Kickboxkämpfe standen auf dem Programm. Weiterlesen

100 Jahre in einer Stunde

Jahrhundertfeier-Konzert in der Astrabibliothek

Ausgabe Nr. 2563

Die Sopranistin Florina Mariș Hinsu und der Bariton Ștefan Ignat sangen mehrere Lieder im Duett.                                          
Foto: Beatrice UNGAR

Einen abwechslungsreichen Querschnitt durch 100 Jahre rumänischer Musik boten am Sonntagabend im Festsaal der Astrabibliothek die Sopranistin Florina Mariș Hinsu und die Pianistin Camelia Matei (Klavier) aus Großwardein/Oradea, der Bariton Ștefan Ignat, Direktor der Nationaloper Bukarest und der Hermannstädter Panflötenspieler Radu Nechifor mit seiner Band.Weiterlesen