„Der olympische Geist stand uns zur Seite”

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3. Skicup des Österreichischen Konsulats Hermannstadt in der Arena Platoș 

 

 

Blauer Himmel. Sonnenschein. Kaum eine Wolke. Weit und breit kein Schnee zu sehen, außer auf den hoch gelegenen Spitzen. Falls man winterlich angezogen war, so geriet man im Wagen schnell ins  Schwitzen. Und siehe da, am Ziel angekommen konnte man erleichtert aufatmen.

 In der Arena Platoș, die am vergangenen Samstag wieder einmal den Skicup des Österreichischen Konsulats Hermannstadt beherbergte, herrschte Vollbetrieb. Rund 130 der insgesamt 159 angemeldeten Teilnehmer schwangen sich der Reihe nach mit ihren Skiern den B-Hang hinunter.

„Fuxsiii”, „Haii Fuxsii”, komm Fuchsi, schrie man  aus vollem Hals. Es startete gerade der Hermannstädter Christan Fuchs (39), den die Bekannten gehörig anfeuerten. Vergangenen Samstag ging es heiter zu. Kurz vor dem Ziel wurde jeder Teilnehmer von einem Glockengeläut empfangen und zusätzlich angefeuert. Und wer einmal durchs Ziel gefahren war,  der eilte schnell zur Tafel, auf der die Zeiten eingetragen wurden und zerbrach sich den Kopf, auf welchem Platz er oder sie wohl gelandet sein könnte. Und wer gerade nicht dran war, nichts mehr zu berechnen hatte, oder das Anfeuern anderen überließ, der spielte mit seinen Gefährten Schneeballschlacht oder schwang sich auf der Piste nebenan hinunter.

Die Teilnehmer waren nach Alter und Geschlecht in insgesamt 15 Gruppen gegliedert. Es starteten erst die Mädchen, die höchstens sieben Jahre alt waren, dann die gleichaltrigen Jungen und dann der Reihe nach die Teilnehmer der übrigen Gruppen. Die letzte Gruppe wurde aus den über 56 Jahre alten Herren gebildet. Es gab zwei Runden, wobei vor der zweiten Runde die Tore anders verlegt wurden. Am Wettkampf nahmen aktiv auch Hauptveranstalter Andreas Huber sowie auch Botschaftsrat Jürgen Heissel teil.

Nach dem eigentlichen Wettkampf folgte der Höhepunkt, nämlich die Siegerehrung. Österreichischer Botschaftsrat Jürgen Heissel wünschte alle herzlich willkommen zur dritten Auflage des Skicups de Österreichischen Konsulats. „Ich glaube wir haben gemeinsam einen wunderschönen Tag verbracht, es sind fast Frühlingsbedingungen, aber wir hatten Schnee". Heissel erinnerte daran, dass diese Veranstaltung durch die Unterstützung von vielen Leuten ermöglicht wird, in erster Reihe bedankte er sich bei Honorarkonsul Andreas Huber, dem Motor der Veranstaltung in den drei Jahren.

Bei der Preisverleihung gab es wohl kaum jemanden der nicht .in irgendeiner Weise ausgezeichnet wurde. Die drei Besten aus jeder Gruppe durften das Podium besteigen um von hier ihre Pokale in Empfang zu nehmen. Teilnahmeurkunden und Medaillen gab es natürlich für alle Teilnehmer.

Als jüngste Teilnehmer ausgezeichnet wurden Ana Sofia Nistor (4) und George Boboș (4).

Zum Schluss wurden die Allerbesten ausgezeichnet. In der Gesamtwertung landete bei den Damen Leona Isabelle Trifu (10) mit einer Gesamtzeit von 1:01, 61 Minuten auf Platz drei. Mit 1:00:04 Minuten kam Anda Tioc (37) auf den zweiten Platz. Mit nur 00:59:14 Minuten war Lea Alessandra Trifu (13) unter den Damen die Beste. Lea Alessandra Trifu erhielt unter anderem auch einen Scheck in Höhe von 750 Lei seitens der Firma Hervis. Überreicht wurden die Preise den besten drei Damen von Jürgen Huber von Liqui Moly Rumänien.

Jürgen Heissel überreichte im Anschluss die Preise den schnellsten drei Herren in der Gesamtwertung. Hier schaffte Dan Lașiță (35) mit 00:59:22 Minuten den dritten Platz und Marius Stoian (24) landete mit 00:58:69 Minuten auf dem zweiten Platz. Der Allerbeste unter den Herren war allerdings der junge Mircea Rareș Stelian (14) mit einer Rekordzeit von 00:57:41 Minuten. Dieser erhielt ebenfalls seitens der Firma Hervis einen Check in Höhe von 750 Lei. Die Besten in der Gesamtwertung sind Hermannstädter. Allerdings gab es auch Teilnehmer aus anderen Ortschaften wie Neumarkt, Bukarest, Kronstadt, Râmnicu- Vâlcea, Predeal, Klausenburg, Eisenmarkt/Hunedoara.

Zum Tagesende hatten die Ehrengäste und Veranstalter die Möglichkeit, im Restaurant Perla Păltinișului bei einem Abendessen Gedanken auszutauschen.

„Es war hervorragend, trotz der nicht optimalen Prognosen, aber Ende gut, alles gut. Vor allem heute, wo in Sotschi  die olympischen Winterspiele stattfinden, können wir sagen: Der olympische Geist stand uns zur Seite. Es war super", schlussfolgerte Konsul Andreas Huber.

Werner FINK

Foto 1: Auch die Kleinsten hatten ihren Spaß bei dem Torlauf unter blauem Himmel.                             

Foto 2: Die drei besten Herren (v. l. n. r.): Dan Lașiță, Marius Stoian und Mircea Rareș Stelian.

Fotos: der Verfasser