„Ein unschätzbares Juwel“

Anne-Sophie Mutter mit Kulturverdienstorden geehrt

Ausgabe Nr. 2557

Anne-Sophie Mutter und Botschafter Emil Hurezeanu bei der Ordensübergabe in der Rumänischen Botschaft in Berlin.   Foto: Rumänische Botschaft Berlin

Mit dem Kulturverdienstorden im Rang eines Großoffiziers ausgezeichnet hat Rumäniens Staatspräsident Klaus Johannis die Geigenvirtuosin Anne-Sophie Mutter für ihr ehrliches und uneigennütziges Engagement bei der Unterstützung der Kinderheime in Orlat und Viktoriastadt. Die Ordensübergabe erfolgte durch Botschafter Emil Hurezeanu im Rahmen einer Feierstunde am 10. November in der Rumänischen Botschaft in Berlin.

In seiner Laudatio sagte Botschafter Hurezeanu u. a.: Der rumänische Staat, durch den Präsidenten Klaus Johannis, ehrt heute nicht nur eine große Künstlerin, einen bedeutenden Geist, ein unschätzbares Juwel des Kulturweltschatzes, sondern auch eine große Freundin Rumäniens, ein vereinendes Symbol Europas“.

In ihrer Dankesrede führte Anne-Sophie Mutter aus: Ich fühle mich zutiefst geehrt, dass der Präsident Rumäniens, Klaus Johannis, mir diese hohe Auszeichnung zuteil werden lässt. Eine Auszeichnung, die mich nicht nur mit tiefer Dankbarkeit erfüllt. Seien Sie versichert, lieber Botschafter Emil Hurezeanu, ich verstehe den heutigen Tag vor allem als eine Aufforderung an mich selbst, meine Anstrengungen für die Waisenhäuser in Orlat und Viktoriastadt auf eine neue Ebene zu heben. Denn mit dem Kulturverdienstorden ehren Sie nicht nur mich persönlich, sondern sie stellen die gesellschaftliche Gestaltungskraft der Musik in den Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit.

Ich als Musikerin bin zutiefst überzeugt davon, dass uns die Musik eine große Chance bietet, die Welt zum Besseren zu verändern.

Für mich jedenfalls zählt mein Engagement für die beiden Waisenhäuser in Orlat und Viktoriastadt seit 20 Jahren zum Sinnvollsten in meinem Leben. Von Anfang an nahmen die Kinder dort eine zentrale Rolle in meinem Leben ein – und von Anfang an empfand ich das, was ich für sie tun konnte, als endlos beglückend. Dass ich für dieses Glück heute auch noch ausgezeichnet werde, berührt mich zutiefst.

Im kommenden Jahr werde ich ein weiteres Benefizkonzert für Viktoriastadt spielen – aber damit alleine lassen sich die vielfältigen und kostenintensiven Aufgaben nicht stemmen. Gelingen kann dies nur mit vereinten Kräften – insbesondere wegen der finanziellen Dimensionen. Wir brauchen also ganz dringend möglichst viele weitere Mitstreiter, meine sehr verehrten Damen und Herren. Lassen Sie sich vom Glück des Helfens beseelen – Sie sind den Kindern in Orlat und Viktoriastadt von Herzen willkommen!“

Beatrice UNGAR

 

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