Gemalte Grüße aus L. A.

Jüdische Gemeinde feierte Rosh Hashana 5778

Ausgabe Nr. 2547

 

Otto Deutsch, Alysa Polkes und Nadia Badrus (v. l. n. r.) hatten offensichtlich Freude daran, das Treffen mitzugestalten. Foto: die Verfasserin

Einen besonderen Gast durfte Otto Deutsch, der Vorsitzende der Hermannstädter jüdischen Gemeinde am Vorabend von Rosh Hashana 5778, dem jüdischen Neujahrsfest, am Mittwoch im Gemeinderaum der Gemeinde begrüßen: Alysa Polkes, Mitglied einer Gemeinschaft konservativer Juden aus Los Angeles, die auf einer Rumänienreise weilte.

 

Die 1961 in Boston geborene Alysa Polkes (Vater stammt aus Berlin, Mutter aus Wien) hatte schon im Vorfeld der Reise versucht, zu erfahren, wo sie das Neujahrsfest mitfeiern könnte, da sie das Fest nicht weglassen wollte und die einzige Jüdin in der von ihrer Yoga-Lehrerin zusammengestellten und koordinierten Reisegruppe war. In Hermannstadt, wo sie am Mittwoch mit dem Bus und der Reisegruppe aus Bukarest anreiste, wurde sie fündig und freundlichst empfangen. Sie hatte auch einige von Kindern aus L. A. gemalte Glückwunschkarten dabei, die sie an die Anwesenden verteilte, die sich riesig freuten. Die Überraschung war gelungen.

Drei Frauen aus der jüdischen Gemeinde präsentieren die von Kindern aus Kalifornien gemalten Glückwünschkarten. Foto: die Verfasserin

Seitens der Gemeinde bemühten sich Otto Deutsch und Nadia Badrus um den Überraschungsgast. Alysa Polkes las ein Gebet vor und sang ein traditionelles Lied und konnte erleben, wie eine kleine jüdische Gemeinde ohne Rabbiner Rosh Hashana feiert, und war begeistert von der schönen Synagoge, durch die sie Nadia Badrus im Anschluss an das Fest führte.

Die Redaktion der Hermannstädter Zeitung wünscht auch „Shana Tova 5778!“

Beatrice UNGAR

 

 

 

 

 

 

 

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