Humanistische Glanzleistung

Ausgabe Nr. 2458
 

„Rudimenta cosmographica" von Johannes Honterus neu aufgelegt

 

Die 'Rudimenta cosmographica' ('Grundzüge der Weltbeschreibung') ist das weltweit bekannteste Druckwerk des Kronstädter Humanisten Johannes Honterus, des historisch wohl berühmtesten Siebenbürger Sachsen. (…) Dabei handelt es sich um eine frühneuzeitliche Schulenzyklopädie. Sie war bei ihrem Erstdruck im 16. Jahrhundert einzigartig und sehr modern, wurde aber trotz ihrer beeindruckenden Verbreitung auf dem 'alten Kontinent' von der wissenschaftlichen Fachwelt – sehr zu Unrecht – kaum rezipiert. Um so aktueller ist das Bedürfnis, diese humanistische Glanzleistung europäischen Ranges aus Siebenbürgen an den Platz zu rücken, der ihr in der europäischen Kulturgeschichte wohlverdient zukommt".Weiterlesen

Religion und Literatur

Ausgabe Nr. 2458
 

Hermanns Literarisches Stadtcafé" im vierten Jahr

 

„Kann man das Café mieten?" wollte ein Besucher der Facebook-Seite der Evangelischen Akademie Siebenbürgen (EAS)wissen. Programmleiter Roger Pârvu wusste zunächst nicht, was damit gemeint war. Es stellte sich heraus, dass sich die Frage auf die Veranstaltungsreihe „Hermanns Literarisches Stadtcafé" bezog, die nun schon im vierten Jahr ein wichtiger Bestandteil des Programms der EAS ist, auch wenn die Lesungen nicht regelmäßig wie das Männerfrühstück stattfinden.Weiterlesen

Keine Wahlbündnisse eingehen

Ausgabe Nr. 2458
 

Vertreterversammlung und Vorstandssitzung des DFDR in Hermannstadt

 

Die zweite ordentliche Vertreterversammlung des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien (DFDR) fand am Freitag, den 20. November, im Spiegelsaal des Forumshauses in Hermannstadt statt. Ebenda hatte zuvor der DFDR-Vorstand getagt.

Beide Sitzungen wurden vom DFDR-Vorsitzenden Dr. Paul-Jürgen Porr geleitet, an ihnen nahmen Vertreter aus allen fünf Regionalforen, sowie der DFDR-Ehrenvorsitzende Dr. Paul Philippi, der Abgeordnete Ovidiu Ganţ und Unterstaatssekretärin im Departement für interethnische Beziehungen Christiane Cosmatu teil. Bei der Vertreterversammlung waren desgleichen die interimistische Bürgermeisterin Astrid Fodor, Geschäftsführer von DFDR-Stiftungen und als Gast die deutsche Konsulin Judith Urban zugegen.Weiterlesen

Ein Dach über dem Kopf

Ausgabe Nr. 2458
 

Containerdorf in Kleinblasendorf eingeweiht

Unrühmliche Bekanntheit hat die Gemeinde Kleinblasendorf/Blăjel in der Nähe von Mediasch erlangt: In improvisierten Holzverschlägen und Erdlöchern hausten Menschen fernab des Dorfes. Das Jugendrotkreuz (JRK) Burgenland hat nun eine Containersiedlung eröffnet, die gegen die Kälte des Winters aber auch vor Verwahrlosung schützen soll.Weiterlesen

Heinrich Böll Preis für Herta Müller

Ausgabe Nr. 2458
 

Die erste öffentliche Amtshandlung der nach einem Attentat genesenen frisch gewählten Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker (rechts) galt am Freitag der Schriftstellerin und Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller (links). Reker überreichte Müller im Historischen Rathaus den Heinrich-Böll-Preis. An den Büchern Herta Müllers und denen von Heinrich Böll schätzt Reker besonders deren Sensibilität und Detailgenauigkeit. „Das hat beide davor bewahrt, ihre Wahrheiten in die Aufklärungs-Klischees zu pressen. Ja, Herta Müllers Literatur ist für uns alle verfügbar. Aber nicht allzu leicht.“ In ihrer Dankesrede legte die Preisträgerin den Schwerpunkt auf die Situation der Flüchtlinge in Deutschland und Europa: „Krieg ist ein politischer Feind, und Kriegsflüchtlinge sind politisch verfolgt, und jeder einzelne braucht Schutz.“ Dieser Schutz könne nicht begrenzt werden, nur weil ihn so viele brauchen.           

Foto: Jürgen SCHÖN

Nachrichten

2458

Katharinenball mit „Trio Saxones"; Morgen Basar der DWS-Frauen; Teeabend im DKH; Musik zu Advent; Arbeitsfrei am 30. November; Adventsbasar am 5. Dezember; Preisverleihung im DKH; Rumäniendeutsche Wochen in Regensburg; „Siebenbürgische Migrationsgeschichte(n)"; Spenden für Brandopfer; Rumänisches Fernsehen in deutscher Sprache; Radio Neumarkt auf Deutsch.Weiterlesen

„Ansprechbar sein, Leute miteinander vernetzen“

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Ein Gespräch mit der Deutschen Konsulin Judith Urban in Hermannstadt

Frau Judith Urban ist seit Januar 2014 Leiterin des Konsulats der Bundesrepublik Deutschland in Hermannstadt. Sie betreut die Abteilungen Wirtschafts-, Konsular-, Kultur- und Pressereferat und ist für neun Kreise in Rumänien zuständig.

Mit Frau Urban sprachen die Lehrer Györgyi Sántha und Eva Lipták (Ungarn), Ortrun Mahl und Alexandra Mândraş (Kronstadt), Monica Man (Hermannstadt), Monika Matei (Deva), koordiniert von Tita Mihaiu (Hermannstadt).

 Wie wird man Konsul?

Wir alle durchlaufen mehr oder weniger dieselbe Berufsprägung und Ausbildung. Ich bin Berufsdiplomatin und hier in Hermannstadt gibt es eine berufskonsularische Vertretung, die beiden anderen Vertretungen in Rumänien sind die Botschaft in Bukarest und das Konsulat in Temeswar.Weiterlesen

Brukenthalschüler bei Friedhofsaktion

Ausgabe Nr. 2458
 

Die Tradition des evangelischen Friedhofs kann nur mit Mühe erhalten werden

 

19 Brukenthalschüler der 9. A, ihr Klassenlehrer Ioan Popa und zwei Schüler aus anderen Klassen machten am 14. November bei der Aktion der evangelischen Kirchengemeinde A. B. Hermannstadt auf dem evangelischen Teil des städtischen Friedhofs in Hermannstadt unter Aufsicht von Pfarrer Hans-Georg Junesch mit. Die Mädchen frischten verblasste Inschriften auf und die Jungen pflanzten Bäume. Seit Jahren werde, so Pfarrer Junesch, darum gekämpft, den evangelischen Friedhofsteil traditionsgemäß zu erhalten, was leider nicht immer gelingt.Weiterlesen